#85 Urban Mining: Rohstofflager der Zukunft

Shownotes

Im BUWOG-Podcast geht es diesmal um „Urban Mining.“ Innovatives Planen, Bauen und Umbauen kann CO2 Emissionen sparen und Müll vermeiden. Kreislaufwirtschaft und Urban Mining sind dafür wichtige aktuelle Konzepte. Warum die Rohstofflager der Zukunft bereits gebaut sind, das erläutern heute zwei Gäste: Der Nachhaltigkeitsexperte Steffen Keinert (BUWOG) und Ralf Pietsch vom Abbruchverband Nord.

Klar ist: Rohstoffkreisläufe helfen, um Nachhaltigkeit im Bauen und Wohnen deutlich zu verbessern. Welche konkreten Chancen bietet das und was muss passieren, damit in Zukunft wirklich mehr Urban Mining gelingt, Rohstoffe also wiederverwendet werden, statt auf der Mülldeponie zu landen? Dazu diskutieren die zwei Experten Steffen Keinert und Ralf Pietsch im Rahmen des Summits „80 Sekunden NEUES BAUEN“.


Weitere Infos zum Thema:

Innovationen & Netzwerk: 80 Sekunden neues Bauen
Lösungen im Urban Mining: Abbruchverband Nord
Podcast-Folge 76: Nachhaltiges Bauen mit Kalamitätsholz
Experimentelles Entwerfen: Interview mit Prof. Susanne Brorson
Best-Practise: Projekte & Quartiere der BUWOG


Moderation: Michael Divé und Mike Neumann
Technische Realisation: mmedien GmbH

Transkript anzeigen

00:00:00: Innovatives Planen, Bauen und Umbauern kann CO-Zweihemissionen sparen und Müll vermeiden.

00:00:09: Kreislaufwirtschaft und Urban Mining sind dafür wichtige aktuelle Konzepte.

00:00:15: Warum die Rohstofflager der Zukunft bereits gebaut sind?

00:00:19: Das diskutieren heute zwei Gäste der Nachhaltigkeitsexperte Steffen Keinhardt und Ralf Pietsch vom Abbruchverband Nord.

00:00:30: Das ist seit über dreißig Jahren Realität, das Recycling von mineralischen Rückbauprodukten.

00:00:35: Es ist lange vor der UN-Vorschrift aus zwei tausend sieben Realitäten wird praktiziert und von daher ist das Großstafflager erkannt und wird genutzt.

00:00:44: Was mir spontan als schwierige einfallen würde sind glaube ich EPR also WDVS Systeme mit die Kunststoff basiert sind einfach weil Es momentan sind sie eigentlich nicht richtig irgendwie recycelfähig.

00:00:57: Ich weiß, es wird daran geforscht also die auch wieder zu verflüssigen.

00:01:01: Das ist im Prinzip verfestigtes Rohöl, also ein kostbarer Stoff.

00:01:06: Man muss vielleicht ganz klar sagen, eines der großen Probleme im Sektorbau ist der Faktor Zeit.

00:01:10: Wir haben es mit so gestreckten Zeitabläufen zu tun – wir planen Gebäude-Lebenszyklusanalyse als Maßstab fünfzig Jahre.

00:01:17: Keiner weiß das in fünfzig Jahren, das hast du völlig recht!

00:01:29: Rohstoffkreisläufe helfen, um Nachhaltigkeit im Bauern und Wohnen deutlich zu verbessern.

00:01:35: Heute geht es um Urban Mining – also die Rückgewinnung und Wiederverwendungen von Rohstoffen aus bestehenden Gebäuden.

00:01:45: Welche Chancen bietet das?

00:01:47: Und was muss passieren damit in Zukunft wirklich mehr?

00:01:51: Urban Minding gelingt!

00:01:53: Rohstoffe also wieder verwendet werden statt auf der Deponie zu landen.

00:01:58: Dazu diskutieren jetzt zwei Experten, Steffen Keinert vom Bauträger Buwok und Ralf Pietsch.

00:02:06: Geschäftsführer vom Abbruchverband Nord ein Fachverband der Branchen Rückbau Sanierung und Recycling.

00:02:15: aufgezeichnet haben wir im Rahmen des Sammits Achtzig Sekunden neues bauen und bevor wir starten noch einen Hinweis Mehr zu den Aktivitäten der Buwok zur aktuellen Bauprojekten und neuen Wohnungen gibt es auf buwok.com.

00:02:31: Wenn Sie mögen, dann abonnieren Sie gerne diesen Podcast für weitere Themen rund um Quartiersentwicklung statt Entwicklung und nachhaltiges Bauen.

00:02:41: Und damit zum heutigen Thema.

00:02:44: und Mike Neumann!

00:02:46: Mein erster Gast ist Experte für Kreislaufwirtschaft bei der BUWOK-Bauträger GmbH Eine Wunovia-Tochter mit rund fiftyfünfzigtausend Wohleinheiten in Bau und Planung.

00:02:56: Er denkt Gebäude von Anfang bis Ende, von der ersten Planung bis zu der Frage was aus dem Material wird wenn das Gebäudee irgendwann nicht mehr steht?

00:03:04: Herzlich willkommen Steffen Keinerth.

00:03:06: Hallo Steffen!

00:03:07: Hallo

00:03:08: Schön dass du da bist Und mein zweiter Gast ist Ralf Pietsch Geschäftsführer des Abbruchverband NordEV einem Verband der die Abruch-und Rückbau Branche Norddeutschland vertritt.

00:03:20: Was nach außen wie das Ende eines Gebäudes klingt, ist für Ralf eigentlich der Anfang eines neuen Materialkreislaus.

00:03:27: Schön, dass du da bist, Ralf.

00:03:29: Moin!

00:03:30: Und wir steigen auch bei Urban Mining – Der Begriff die Idee, dass unsere Städte riesige Rohstofflager sind.

00:03:37: Ist das Vision oder schon Realität?

00:03:41: Das ist seit über dreißig Jahren.

00:03:42: Realität des Recycling von mineralischen Rückbauprodukten ist lange vor der dienen, oder der UN-Vorschrift aus zwei tausend sieben.

00:03:54: Realität wird praktiziert und von daher ist das Rohstofflager erkannt und wird genutzt.

00:04:00: Und wie vollständig wird das denn schon genutzen Steffen?

00:04:04: Ich glaube es wird noch nicht so vollständigt genutst.

00:04:07: Das hängt ein bisschen zusammen mit der allgemeinen Norm oder der Gesetzeslage dass wir Baustoffe, die wir rückbauen eigentlich nicht wieder in derzeitlichen hochwertige Produkte einbauen können sondern eigentlich eher Down-Seikeln müssen.

00:04:20: Beispiel Betonrecycling was dann eher dazugenommen wird abgesehen vom Stahlanteil eher dazu genommen wird zum Beispiel Straßenunterbau zu machen.

00:04:28: da ist also Luft nach

00:04:29: oben Da ist viel Luft nach oben, doch gehen wir auch mehr ins Detail.

00:04:32: Und du nix und schüttest teilweise in den Kopf?

00:04:34: Wo möchte ich das durchgehen?

00:04:35: Ja!

00:04:36: Ich finde der Recyclingbeton ist ein guter Weg.

00:04:39: Klar wenn wir Baustraßenlose aufschütten wie Du es ansprichst um neue Windräder zu bauen... Das ist ein Downcycling.

00:04:45: Das ist nicht das was wir am Ende wollen.

00:04:47: aber wenn ich einen Material im Beton ersetze durch einen sogenannten Ersatzbausstoff der auch geprüft ist dann ist das ein hochwertiger Einsatz und wir brauchen eigentlich nur noch mehr Nachfragen nach diesem RC-Beton.

00:04:59: Okay, da gehen wir später vielleicht noch mal drauf ein.

00:05:01: Wir haben... Ihr wisst, wie haben die KI gefragt?

00:05:04: Wenn man Ralf und Steffen in einen Podcast steckt und euch beiden Fragen stellt zu meinen welche Fragen würde eigentlich die KI erwarten das besonders relevant sind Und die möchte ich euch gerne stellen.

00:05:16: Der erste Blog zum Thema Materialseite der ist ein dich Steffen adressiert.

00:05:22: Buwok baut bundesweit Neubauten, Quartiersentwicklungen und Holzbau.

00:05:26: Wie stark denkt ihr denn schon beim Bauen daran was in fünfzig Jahren mit dem Material passiert?

00:05:32: oder ist es eher noch selten Standard in der Projektentwicklung?

00:05:36: Wir denken eigentlich schon aus dem Anfang an, was mit dem Material passiert.

00:05:40: Ich müsste aber fast eine Fugebene höher gehen und zwar wir sind ja Nachweispflichtig, Reportingspflichtige bezüglich der U-Tagsynomie.

00:05:49: in der Utaxynomie wird die Kreisdorfwirtschaft auch adressiert und zwar über ein relativ neue Norm.

00:05:53: das ist die ISO-Auchtacht sieben Und die ist in zwei Abteilungen gegliedert.

00:05:58: In den ersten geht es um Adaptierbarkeit Was bedeutet Gebäude zum Beispiel nutzungsneutrale Grundrisse zu gestalten oder eine Umbaubarkeit oder Anbaubarkeit zu untersuchen.

00:06:11: Und die zweite Abteilung, da geht es dann wirklich um das Material selber.

00:06:15: also wie ist das verbaut?

00:06:16: kommt man leicht dran?

00:06:17: kann man das lösen?

00:06:18: Ist es beschichtet oder nicht?

00:06:20: Das wäre dann so ein spezielles Urban Mining System.

00:06:23: Und warum denken wir auch in diesen zwei Kategorien, weil wir ja Bestandshalter sind.

00:06:29: Das heißt unsere eigentliche Idee ist das dass wir was bauen, was nicht nach fünfzig Jahren abgerissen werden muss sondern was wir eigentlich länger im Kreislauf halten können so dass wir zu einem späteren Zeitpunkt überhaupt zur Frage der Materialdemontage und Weiter- oder Wiederverwendung kommen.

00:06:46: Super perfekte Anschluss an dich Ralf.

00:06:48: Du siehst jetzt täglich was beim Abriss passiert.

00:06:51: Welche Materialien sind denn heute schon wirtschaftlich rückgewinner und bei welchen Harper das noch am meisten war?

00:06:57: ganz allgemein?

00:06:58: Also generell gut wiederverwertbar erster Linie Stahl, Glas würde auch gut funktionieren.

00:07:05: Die Nachfrage ist geographisch unterschiedlich aber vorhanden sogar von hersteller Seiten Und Mineralink funktioniert auch sehr gut eben wie gesagt im Erbeton.

00:07:15: Wir haben in der Gewerbeabfallverordnung zehn Fraktionen vom Material die zwingend getrennt werden müssen Und die lassen sich überwiegend auch sehr gut wiederverwerten.

00:07:25: Insofern glaube ich, dass der Grundstein dafür gelegt ist und auch umgesetzt wird.

00:07:30: Warum ist die Frage bei Glas lokal unterschiedlich?

00:07:34: Das liegt einfach an der Logistik.

00:07:36: Logistika ist bei Reuse & Recycling total spannendes Thema vor allem beim Reuse von Bauprodukten.

00:07:41: Die Glashersteller haben ein Interesse am Flachglas also den Glasscheiben, um die wieder einzuschmelzen.

00:07:49: Das lohnt sich aber nur, wenn es Sorten rein und in großen Mengen passiert.

00:07:53: Und das wiederum geht natürlich im Ballungsgebieten besser, wo man Sammelzentren betreiben kann und weniger in ländlichen Regionen, wo einfach die Massenströme zu gering sind.

00:08:03: Wenn ich sie dann wieder irgendwo hinfahren muss um die dort eben zu bündeln, dann stoßen wir wieder an Grenzen der Nachhaltigkeit.

00:08:09: Deswegen ist da halt regionensbedingten Unterschied.

00:08:12: Frage nicht beide, gibt es den Materialien oder Bauweisen bei denen ihr sagt Finger weg das ist heute schlicht nicht recyclingfähig obwohl es vielleicht als modern gilt?

00:08:25: Was mir spontan als schwierige einfallen würde sind glaube ich WDVS Systeme mit die Kunststoff passiert sind einfach weil Es momentan sind sie eigentlich nicht richtig irgendwie recycelfähig.

00:08:38: Ich weiß, es wird dran geforscht also die auch wieder zu verflüssigen.

00:08:42: Das ist im Prinzip verfestigtes Rohöl, also ein kostbarer Stoff.

00:08:46: Aber das ist eine sehr frühe Forschungsphase.

00:08:49: deswegen würde ich immer denken da lieber die Finger vonlassen, lieber auf einen mineralischen oder silikatisch basierten Dämmung umzusteigen weil die kann man bereits heute einfach Kann man praktisch wieder zurückschmelzen wie beim Glas auch und wieder neu aufpusten.

00:09:03: Man kann generell sagen, alle Verbundsysteme sind schwierig zu trennen.

00:09:08: wir brauchen Sorten reine Stoffströme fürs Recycling vor allen Dingen und da sind halt verbunden Materialien eben schwierig.

00:09:19: Und insofern ist die nächste Frage auch Wie ist die Trennbarkeit beschaffen?

00:09:23: also wenn man ein Material Mix erzeugt Er sich aber gut trennen lässt, weil er was das ich geschraubt gedübelt ist.

00:09:30: Ja Holzdübel zum Beispiel, spannendes Thema Dann ist dagegen nichts einzuwenden, weil nachher eine Trennbarkeit gut machbar ist.

00:09:37: Du hast es angesprochen.

00:09:38: Das ist ein Thema Produktdesign für die Zukunft.

00:09:41: Das wird die nächsten fünfzig Jahre keine Rolle spielen Sondern erst mit den Gebäuden Mit den Produkten Die wir jetzt neu designen.

00:09:50: Du wolltest noch etwas ergänzen?

00:09:51: Also ich

00:09:53: würde immer eines gerne ergänzen, wenn wir darüber reden dass wir heute bauen und in fünfzig oder achtzig Jahren also in einem Zukunfts-Szenario die montieren und die Materialen wieder verwenden.

00:10:05: Finde ich es immer auch wichtig sich vorzustellen das natürlich die Technologien in fünfzeh oder sechzig Jahre viel weiter sein werden.

00:10:13: Also Dinge die wir heute schwer Sorden reintrennen können dann vielleicht schon besser Sorden rein trennen können.

00:10:20: Ich finde, das muss man immer so ein bisschen im Hinterkopf behalten.

00:10:22: Ich bin da zukunftsgläubig.

00:10:25: Man muss vielleicht ganz klar sagen eine der großen Probleme im Sektorbau ist der Faktor Zeit.

00:10:30: Wir haben es mit so gestreckten Zeitabläufen zu tun.

00:10:32: wir planen Gebäude lebenszyklusanalyse als Maßstab fünfzig Jahre.

00:10:37: keiner weiß was in fünfzig Jahren ist völlig recht.

00:10:39: Man hat als Bestia nicht eingebaut um Menschen zu schaden sondern weil man damals dachte ist ein toller Werkstock.

00:10:44: So wie heute wissen wir besser?

00:10:46: Was wir heute einbauen kann jetzt zwanzig dreißig jahren plötzlich auch Gefährstoff sein, wir wissen es nicht.

00:10:51: Okay ich unterbreche euch beide gerne und zwar zum Thema speziell einzugehen kreislaufwirtschaft.

00:10:58: Erste Frage an dich Ralf.

00:11:00: Der Abbruch galt lange als das Ende eines Gebäudes, heute sprecht ihr von selektiven Rückbau.

00:11:05: Was hat eigentlich diesen Perspektivwechsel ausgelöst und wer treibt ihn gerade am stärksten?

00:11:09: Der Perspektivechsel ist glaube ich ausgelösst worden weil man in Nachhaltigkeitsbestrebungen auch über Taxonomieüberlegung erkannt hat dass Kreislaufwirtschaft das Maß der Dinge ist.

00:11:19: Das gab es ja schon mal, das ist ja nichts Neues.

00:11:22: nach dem Krieg hat man mit alten Steinen gebaut Und vor tausend Jahren die röhre man nicht anders.

00:11:28: Das ist nichts Neues, aber es ist halt wieder entdeckt worden.

00:11:30: Warum?

00:11:31: Ich persönlich glaube eben Nachhaltigkeitsaspekte waren wichtig mittlerweile auch geostrategische Überlegung.

00:11:37: können wir Material nutzen dass wir schon im Land haben oder müssen ja das immer von irgendwo erst ranfahren?

00:11:43: und wer bespielt ist ganz stark.

00:11:44: natürlich zum einen Politik die es verlangt aus meiner Sicht auch etwas stärker unterstützen könnte.

00:11:51: Und wir natürlich weil wir auch sagen als Verband wir haben das material.

00:11:55: Wo ist der Markt?

00:11:56: Wo sind die Leute, die es uns abnehmen.

00:11:57: Wir könnten viel mehr in den Markt einbringen wenn die Nachfrage da wäre denn das Material haben wir.

00:12:03: Und wie müsste man diese Nachfrage erzeugen?

00:12:06: Wir müssen einfach Recyclingprodukte und auch Reuse Produkte attraktiver machen.

00:12:11: Das heißt wir brauchen recht sichere Rahmenbedingungen um einen Bauprodukt wieder einbauen zu können sonst wird es kein Fachplaner machen und wir müssen natürlich auch ein Auge darauf haben dass es in Zeiten von Wohnungsknappheit schwierig wie die Preisdifferenz zwischen neuen Produkten und Recyclingprodukten ist.

00:12:29: Wir haben eine Ersatzbaustoffe in Ordnung, die sorgt für qualitative Standards.

00:12:34: Es ist aber immer noch teilweise entticken teurer so dass neues Material bestellt wird Und da brauchen wir eine Antwort.

00:12:40: Angebot und Nachfrage stimme ich dazu.

00:12:43: Ich glaube das es tatsächlich aber noch rechtlich einen Handlungsbedarf gibt und zwar hinsichtlich der Wiederverwendbarkeit von Baustoffen.

00:12:51: Ich erinnere an die Statik.

00:12:52: Also wenn ich einen Ersatzbaustoff nehme und ich möchte den wieder neu verwenden, gerade für statisch relevante Elemente dann muss es Prüf- oder Nachweisverfahren geben.

00:13:03: Die ist dem Statiker den Brakesplannen ermöglichen das auch zu rechnen Und ich glaube dass gibt es momentan nicht richtig.

00:13:11: Auch wenn man sich die Bauprodukten vorordnet ist das glaube ich EU anguckt wird auf Recycling ein Eingang aber immer für nicht tragende Bauteile.

00:13:20: Und wenn wir so die Materialien und Energieverbräuche angucken, also der Material in dem Haus verbaut sind dann fließt doch das größte Material die meiste Energiemenge in die tragenden Bauteilen.

00:13:32: deswegen aber korre mich besser.

00:13:34: wenn du dich da besser oder mehr Bescheid weißt glaube ich da müssten ja die Normung müsste darauf noch reagieren besser.

00:13:44: Also ist es völlig richtig, die Rahmenbedingungen für einen rechtssicheren Einsatz von BIUS und Bauprodukten ist einfach schwierig.

00:13:51: Ich nenne mal drei Schlagworte Abfallbegriff habe ich keine individuelle Anschlussnutzung.

00:13:56: zum Zeitpunkt des Ausbaus wird das erstmal per se abfallen.

00:13:59: Das zweite hast du richtig angesprochen Die Bauprodukte.

00:14:02: Eigenschaft ja?

00:14:03: Ich baue ein Stahlträger aus zehn Meter lang.

00:14:04: ich kann die Schrauben dich lösen neben Schneidbrenner, denn es ist auf jeder Seite zehn Zentimeter kürzer.

00:14:09: Ist das noch das alte Bauteil?

00:14:10: Nein, braucht eine bauteiligste Zulassung.

00:14:13: Das ist ein Problem.

00:14:14: und Logistik.

00:14:15: Wie kriege ich das Material aus dem Spenderobjekt ins Empfängerobjekt ohne es von Hamburg nach München zu fahren?

00:14:22: Das sind Themen die wir lösen müssen und für die wir noch nicht die optimalen Antworten haben.

00:14:28: Also muss man leider sagen... Und das bremst eben diesen Reuse-Kanal.

00:14:33: Wenn Recycling seit über dreißig Jahren funktioniert, rechtssicher funktioniert, Ersatzbaustoffverordnung kann man gut oder schlecht finden.

00:14:40: Aber es ist ein Weg in eine bessere Qualität des Materials.

00:14:44: da ist es einfacher.

00:14:45: Okay und Stichwort optimal Steffen.

00:14:48: habt ihr denn schon konkrete Buberprojekte erlebt wo Urban Mining wirklich sehr gut funktioniert hat also wo Material aus einem Abbruch direkt wieder in der neues Gebäude geflossen ist?

00:15:01: Wir haben tatsächlich ein, wie ich sagen würde, Leuchtturmprojekt bei der U-Burg.

00:15:04: Und das ist unsere Zentrale in Wien.

00:15:08: die ist ja neu gebaut worden und auf diesem Grundstück stand vorher ein anderes Gebäude.

00:15:12: Da wurde wirklich der umfassende Versuch unternommen also möglichst viel Material zu entnehmen teilweise auch Bauteile oder Bauelemente wie zum Beispiel Fenster oder Türen und die in das neue Gebäuderein so planen.

00:15:25: Das ist glaube ich schon ein Leuchtturmprojekt, aber man muss natürlich fairerweise sagen es ist auch eine Art Pilot-Projekt gewesen.

00:15:31: Um einfach mal die Grenzen des Machbarn zu erforschen.

00:15:36: eigentlich ist aber noch nicht alltagsfähig.

00:15:41: Aber schonmal das erste Leuchthurmprojekt ist schon vorhanden und wir pfen weiter zu Block drei Systemfrage was muss sich ändern?

00:15:47: Schon fast als Abschluss An beide, was muss sich denn strukturell ändern?

00:15:51: Sie haben einige Dinge schon genannt.

00:15:53: Damit Gebäude Ihnen eben zum Beispiel fünfzig Jahren sauber demontierbar sind und zwar vor allem regulatorisch und planerisch oder auch vielleicht in den Köpfen der Menschen.

00:16:02: Wir müssen lösbare Verbindungen von Bauteilen nutzen gerade weil wir heute nicht wissen ob Bauteile in Zukunft wieder verwertet werden sollen oder können also beispielsweise als Best.

00:16:14: Lösbare verbindungen sind glaube ich ganz wichtig.

00:16:19: Unser Mindset muss sich ändern.

00:16:21: Bauen ist nicht nur maximal um bauter Raum zu minimalen Kosten, sondern bauen ist auch immer etwas was mit sozialer Verantwortung zu tun hat.

00:16:30: Das Bauhaus hat das damals wunderbar vorgelebt.

00:16:32: man hat zusammen Auch mit den Kindern was gemacht gab Kulturessen und andere Veranstaltungen.

00:16:37: Es war eben etwas Soziales damit bei und ich glaube wenn wir das wieder zurück gewinnen Dann würden wie auch eine andere Wertschätzung für das Bauen entwickeln und ist so bauen, dass es für die anderen nachvollende Generationen besser nutzbar ist.

00:16:52: Steffen was muss sich ändern?

00:16:53: strukturell regulatorisch planerisch?

00:16:57: Ich würde an dem Punkt eigentlich mal anknüpfen, an dem was du gesagt hast.

00:17:00: An der Demontierbarkeit hat die für einen ganz wichtigen Punkt.

00:17:03: Es gibt tatsächlich auch ein paar gute Beispiele.

00:17:06: Ein Wohngebäude das Wohnregal in Berlin ist tatsächlich aus Beton fertig Elementen gebaut und zwar ähnlich wie man eine Industriehalle erbaut.

00:17:18: Die sind zusammengefügt und sind wirklich demontierbare.

00:17:22: Die Zugänglichkeit, die Montierbarkeit ist ganz wichtig.

00:17:26: Und ich glaube auch da wir versuchen ja immer ein Kaskaden zu denken.

00:17:29: also erster Schritt geringer Aufwand großer Nutzen bis wir dann wirklich auf die, sagts mal Atomare im Ebene kommen.

00:17:37: Und da ist für uns eben das jällebauen auch ganz wichtig.

00:17:40: Was er bedeutet, dass wir aus vorgefertigten Bauteilen also Wand-Elementen, Beckenelementen ein Haus zusammensetzen und im Idealfall würden wie in einem ersten Schritt der Demontage könnten wir das Haus so wie sage ich mal wieder auseinander schrauben und die Elemente, die Bauteile an neuer Stelle wieder aufbauen.

00:17:59: So könnten wir den Lebenszyklus in einem Ersten Schritt an dem Material, den Lebensdyklus des Materials selber in einen ersten Schritt verlängern bis es irgendwann nicht mehr funktionieren würde und dann könnten wir in den letzten Schritt eigentlich auf die Material-Ebene kommen.

00:18:14: Vielleicht

00:18:14: da einen ganz konkreten Einblick, Buwock plant ja mindestens zwanzig Prozent Holzbau?

00:18:19: Das ist für Urban Mining ein besonders interessanter Materialpfad.

00:18:23: Ralf kannst du einordnen was mit Holz beim Abbruch denn genau passiert?

00:18:29: Also man muss ganz versagen, dass überwiegende Holz wird, wo thermisch verwertet.

00:18:33: Warum?

00:18:33: Es gibt eine Altholzverordnung mit Holzklassen und so wie das Holz in irgendeiner Weise beschichtet ist, ist es grundsätzlich für eine Anschlussnutzung – eine hochwertige Anschlüssnutzung nicht mehr geeignet.

00:18:44: Ich weiß, es gibt Trickbricks zum Beispiel die versuchen das jetzt aber es geht eigentlich nur mit Leimverbindern, die wirklich unbehandelt sind und das ist die ganz große Ausnahme.

00:18:53: Und ich gebe aus zu bedenken, dass Holz spannend ist aber nicht die Lösung.

00:18:59: Denn um ein verbaubares Stück Holz zu generieren habe ich viel Verschnitt.

00:19:04: Ich hab' die Rinde am Stamm und die Wurzel und die Krone.

00:19:07: Alles setzt CO-zweifrei, um baubares Holz aus dem Stamm zu gewinnen.

00:19:12: Von daher bin ich persönlich der Meinung, Holz ist eine coole Geschichte aus meiner Sicht etwas überbewerten.

00:19:20: Die

00:19:20: modernen Holzbauteile, zum Beispiel ein Brettsperrholzbinder oder irgendwie eine CLT-Platte ist natürlich ein hoch technisiertes Produkt und das könnte man sehr gut tatsächlich rückbauen und dann wieder neu verwenden.

00:19:32: Das ist der eine Punkt in der zweiten Punkt.

00:19:35: Entschuldigung dass ich auf den Holzbau eingehe aber es ist richtig natürlich das Teile des Das geschnittenen Baum ist nicht in die Holzproduktion gehen, aber das geht natürlich trotzdem eine Verwertung.

00:19:47: Da werden zum Beispiel teilweise Platten draus gemacht, es wird irgendwie Papier daraus gemacht und es werden auch Prennstoffe draus gemacht so wie Pellets oder irgendwas.

00:19:57: Deswegen wird von einem Baum selber ein sehr großer Prozentsatz genutzt.

00:20:03: Es ist nicht meine Mindermeinung, die Mahnung kommt von Professor Doktor Doktor Dr.

00:20:07: Sobek von der Sobek AG, der das also sehr offensiv auch vertreten hat in Veranstaltungen und mahnt doch eigentlich nur dazu dass wir alle Dinge, die wir neu anpacken, auch kritisch hinterfragen.

00:20:19: aber ein Einpunkt wie sofort bei dir einfach mal machen.

00:20:22: Also wir müssen anfangen und nicht so viel diskutieren.

00:20:25: Aber einen Punkt zu Herrn Sobek.

00:20:26: tut mir leid als ich nochmal eingerechnet habe was Herr Sobek ist ja mit innerhalb von Aktivhaus Das ist ein seriärer Hersteller für Holzhäuser.

00:20:34: Also Herr Rubeck weiß, glaube ich schon, wann er von thermisch Verbrennung spricht und nicht da würde ich so ein bisschen gegenhalten.

00:20:41: Gut, der Spannende, ja, spannender, spannendes Kurs!

00:20:45: Ich habe eine letzte Frage noch an Sie bei den Vorletzten.

00:20:47: Erst an Dich Reif.

00:20:49: Der Abruchverband ist ja kein klassischer Bauverband.

00:20:53: trotzdem seid ihr plötzlich ein sehr gefragter Partner laut KI.

00:20:57: Was erwarten Entwickler und Planer von euch, was ihr bisher vielleicht gar nicht erwartet habt?

00:21:03: Also ich sage immer etwas flapsig.

00:21:06: Die Rückbaubetriebe sieht die Speerspitze der Kreislaufwirtschaft im Sektorbau denn wir haben den ersten Zugriff auf das Material.

00:21:13: Wir entscheiden ob das Material Sorten rein ist um wieder genutzt werden kann oder nicht.

00:21:18: Das ist eigentlich mal unsere Kernbotschaft.

00:21:23: Weil wir das können, sind wir glaube ich auch ein gefragter Ansprechpartner.

00:21:26: Nur da muss man der KI leider auch sagen die Praxis ist leider eine andere.

00:21:31: Die Rückbaubetriebe sind die ersten auf der Baustelle und die letzten die beauftragt werden.

00:21:35: Das heißt wir arbeiten in einem sehr kleinen Zeitfenster Und knappe Zeit ist für Jews und Recycling ne ganz ganz schlechte Hilfestellung.

00:21:44: Und da is einfach dass was wir forcieren wollen ist die Kommunikation mit Fachplanern um frühzeitig eingebunden zu werden, um so Anschlussnutzungspotenziale aufzuzeigen und gemeinsam auszunutzen.

00:21:56: Kann ich total nachvollziehen was du sagst?

00:21:59: Ich würde mich auch zur folgende These hinreißen lassen.

00:22:02: die These ist das also die Menschen die aktuell aktiv sind in der Bauwirtschaft ja noch aus einer Zeit kommen in dem Material denn eigentlich man kann sagen grenzenloser zur Verfügung gestanden haben.

00:22:15: Ich habe aber das Gefühl, wenn ich so in die Uni-Landschaft gucke, dass die Frage Kreislaufwirtschaft, Hürbenmeining usw.

00:22:21: Nachhaltigkeit auch Resilienzfähigkeit ganz interessant ist für die jungen Menschen und ich vermute – und das hoffe ich auch – dass einfach mit einer kommenden Generation oder die Generation der junge Kolleginnen und Kollegen, die jetzt ja schon auf dem Weg sind sich das Bewusstsein verstärkt und sich das dann auch irgendwann niederschlagen wird in der wirklich Baurealität.

00:22:43: Das wird es ganz bestimmt.

00:22:44: Wir sind auch unterwegs mit Vorträgen und Veranstaltungen, wir sehen das im Ausbildungsbereich bei Universitäten die Nachfrage einfach enorm am Thema Kreislaufwirtschaft zunimmt.

00:22:53: Insofern würde ich deine Zuversicht teilen.

00:22:56: Steffen letzte Frage noch an dich!

00:22:59: Wenn du einen einzigen Hebebendenz der Urban Mining oder Kreisloch Wirtschaft in Deutschland wirklich skalierbar macht?

00:23:05: Was wäre das?

00:23:07: Nutzungsnatrale Grundrisse Einfach im Sinne dessen ein einmal gebautes Objekt möglichst lange am Leben zu erhalten oder nutzungsfähig zu halten.

00:23:20: Alles klar, dann bedanke mich bei Ihnen beiden sehr herzlich!

00:23:23: Oder bei euch beiden, Steffen Kiech, Abrufverband Nord-EV.

00:23:26: herzlichen Dank.

00:23:27: und Steffen Keinert, Kreissel auf Wirtschaftsexperte bei U-Walk GmbH.

00:23:31: Danke schön.

00:23:32: Sehr gerne.

00:23:33: Ja, das war unsere Sonderfolge im Rahmen von Achtzig Sekunden Neues Bauen.

00:23:39: Mike Neumann diskutierte mit den beiden Experten Steffen Keinhardt und Ralf Pietsch.

00:23:45: Zwei weitere Podcast-Folgen die ebenfalls interessant sein könnten darf ich noch empfehlen.

00:23:52: Folge seventy-sech nachhaltiges Bauen mit Calamitätsholz.

00:23:56: im Interview Levine Fricke von Trickbrick, ein Innovationsunternehmen das den deutschen Nachhaltigkeitspreis gewonnen hat.

00:24:05: Und zum Thema experimentelles Entwerfen und klimagerechte Architektur spricht in Folge sixty-six die Professorin Susanne

00:24:14: Brauson

00:24:15: Informationen zu den Aktivitäten der Buwok und zu den aktuellen Bauprojekten und Wohnungen gibt es auf buwok.com.

00:24:24: Und wenn Sie mögen, dann abonnieren Sie gerne diesen Podcast für mehr Themen rund um Quartiersentwicklung, Stadtentwicklungen und nachhaltiges Bauen!

00:24:35: Das war's für heute am Mikrofon bei Michael Die Wehe.

00:24:38: Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal

00:24:41: Das war glücklich.

00:24:42: wohnen der Buwok

00:24:43: Podcast

00:24:44: überall wo es Podcasts gibt und

00:24:47: auf buwok.de.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.