#80 15-Minuten-Stadt: Utopie oder realistische Mobilitätswende?
Shownotes
Die 15-Minuten-Stadt ist ein städtebauliches Leitbild des französisch-kolumbianischen Stadtforschers Carlos Moreno. Das Konzept hat zum Ziel, urbane Strukturen so zu gestalten, dass tägliche Funktionen wie Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Gewerbe aber auch Grünräume und Soziales in einer Viertelstunde zu Fuß, mit dem Rad oder per ÖPNV erreichbar sind. Während Paris oder Barcelona die Mobilitätswende weg vom Auto mit einen nachhaltigen Stadtumbau aktiv vorantreiben, sieht die Realität in vielen Städten noch ganz anders aus: Das Auto dominiert das Stadtbild und der notwendige Umbau von Mobilität und Infrastruktur trifft auf vielerlei Widerstand. Die 15-Minuten-Stadt, ist sie eine Utopie oder realistische Mobilitätswende? Dazu diskutiert im Ludwig-Erhard-Haus in Berlin ein Panel von Expertinnen und Experten. Diese Live-Podcast-Folge wurde im Rahmen der Veranstaltung BUWOG im Gespräch produziert. „Die Stadt der 15 Minuten ist eine kindgerechte Stadt“, erklärt Expertin Anika Meenken in ihrem Eingangsimpuls. Als Bereichsleitung Mobilität beim Ökologischer Verkehrsclub VCD ist sie auf innovative verkehrspolitische Konzepte und den notwendigen Umbau des öffentlichen Raums spezialisiert.
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Weitere Infos zum Thema:
Mobilität für Menschen: Ökologischer Verkehrsclub VCD
Verkehrsforschung: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung | WZB
Stadtforschungsinstitut: Deutsches Institut für Urbanistik
Best-Practice-Beispiel für eine 15-Minuten-Stadt: Seestadt Aspern, Wien
Film: Stadtumbau in Barcelona
BUWOG Podcast, Folge 72: Stadt der kurzen Wege – Interview mit Prof. Dr. Tatjana Schneider
Moderation: Michael Divé
Technische Realisation: mmedien GmbH
Transkript anzeigen
00:00:00: Die Fünfzehn Minuten Stadt ist ein städtebauliches Leitbild.
00:00:06: In einer Viertelstunde alles erreichen, was man täglich braucht – Wohnen, Arbeiten Handel Kultur Soziales Freizeit.
00:00:14: Wie müsste man Städte bauen oder Umbauen damit diese urbanen Qualitäten gelingen und zum Beispiel das Auto nicht mehr unsere Städthe dominiert?
00:00:30: Glücklich wohnen,
00:00:31: der
00:00:31: Buwok Podcast.
00:00:34: Am Mikrofon ist Michel DiWee und das ist eine Live-Folge.
00:00:38: Sie kennen das?
00:00:39: Das heißt ein Panel diskutiert im Ludwig Erhardhaus im Rahmen der Veranstaltung Buwock im Gespräch.
00:00:47: Moderieren wird gleich meine Kollegin Miriam Boil als Diskussionsleiterin.
00:00:53: Das Konzept – fünfzehn Minuten statt!
00:00:57: Ist das eine Utopie oder realistische Mobilitätswende?
00:01:02: Dazu diskutieren.
00:01:04: Prof.
00:01:04: Dr.
00:01:04: Andreas Knie, Verkehrsforscher vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung Uta Bauer Projektleiterin beim Deutschen Institut für Urbanistik Daniel Riedl Mitglied im Vorstand von Wonovia Und Anika Menken Bereichsleitung Mobilität Beim Ökologischen Verkehrsklub VCD.
00:01:27: Wir hören uns gleich nochmal wieder.
00:01:29: Jetzt aber erst mal viel Spaß bei Buwok im Gespräch und diesem Thema, und es begrüßt sie für den Gastgeber Buwock.
00:01:38: jetzt Daniel Riedl.
00:01:39: Willkommen zur dritten Ausgabe von Buwak im Gespräch!
00:01:44: einer Serie, wo wir uns interessanten und relevanten Themen rund ums Wohnen und die Immobilie austauschen wollen.
00:01:52: Heute zum Thema Stadt der fünfzehn Minuten.
00:01:56: Das kennt man von da an Italgo als Paris ein Thema das glaube ich viele bewegt dass uns als Developer ganz wesentlich bewegt.
00:02:05: dazu wollen wir dann auch gleich mehr sagen.
00:02:09: Vieles hat was mit sozialer und generell Durchmischung zu tun, ein Thema das unseres Buchs auch am Herzen liegt.
00:02:17: Mit den Distanzen zu tun.
00:02:18: aber ich will da jetzt gar nicht vor wegnehmen die Diskussion vorweg nehmen sondern zum Start meine Nachfolgerin extra begrüßen Katja Wünschel die mir als Chief Development Officer in der Bonovia nachfolgt.
00:02:31: mein letztes Buch im Gespräch heute.
00:02:35: du wirst es sicher toll machen.
00:02:37: Ich freue mich auf die nächsten sechs Wochen und danach freut sich das Team, auf dich in die Zusammenarbeit.
00:02:49: Jetzt freue ich mich auf eine angeregte Diskussion und darf der Miriam Beul übergeben!
00:02:54: Wir schauen und Sie haben es ja auch schon gesagt, Herr Riedl.
00:02:57: Ja auf andere Städte.
00:02:58: was machen die eigentlich?
00:03:00: Wir schauen lange schon nach Kopenhagen wir schauen seit ein paar Jahren nach Paris und überlegen Was machen sie denn anders?
00:03:06: Was könnten wir anders machen?
00:03:07: Und ich glaube schon dass man sagen kann das wir vor einem Paradigmenwechsel stehen Denn die städte wurden über Jahrzehnte vor allem für das Auto geplant und das war nicht nur gelebte Praxis sondern über lange Zeit auch politisch und rechtlich so gewollt.
00:03:23: Flüssigkeit und Sicherheit des Verkehrs hatten Priorität.
00:03:27: Heute sprechen
00:03:28: wir, und Herr Riedl kann ein Liedchen ja auch davon singen über Quartiere, über Wohnen und Arbeiten, über die kurzen Wege.
00:03:35: Und wir wollen ja auch diese Nutzungstrennung wieder mehr zusammenführen und stellen uns dann zu Recht die Frage wofür brauchen wir welches Verkehrsmittel?
00:03:44: Und sollten wir da nicht vielseitiger werden?
00:03:48: Die Stadt der kurzen Wege mit mehr Lebensqualität, weniger Verkehr und weniger Emissionen.
00:03:53: Ist das jetzt realistisch oder doch eher eine Planungsutopie?
00:03:59: Und deswegen wollen wir eigentlich gleich zu Beginn eine größere Frage in den Raum stellen ist die fünfzehn Minuten Start vor allem eine faktenbasierte Notwendigkeit wenn wir auch an technologische Veränderungen denken und die Frage ja haben sind wir in Zukunft mobil?
00:04:14: wahrscheinlich Ja aber sind wir es mit dem eigenen Auto.
00:04:17: Darüber wollen wir heute auch sprechen und deswegen freue ich mich sehr, dass sich unsere erste Speakerin ankündigen darf.
00:04:24: Sie Annika Mehnken ist bei uns, sie ist Bereitsleiter in Mobilität und verkehrspolitische Sprecherin für Fuß- und Radverkehr sowie Mobilitätsbildung ein ganz wichtiges Wort über das wir heute noch häufiger sprechen werden denke ich des gemeinnützigen ökologischen Verkehrsklubs VCD und dort seit mehr als fünfzehn Jahren für eine nachhaltige Verkehrswende aktiv.
00:04:47: Sie kommt gar nicht ursprünglich aus der Planung, sie hat
00:04:50: Biologie
00:04:51: studiert und Journalismus und denkt dieses ganze Thema vom Menschen aus.
00:04:55: Und das denke ich wird auch ihren kleinen Impuls besonders spannend machen.
00:05:00: Herzlich willkommen Annika Meenken!
00:05:09: Ja vielen Dank auch von meiner Seite einen wunderschönen guten Abend.
00:05:13: Vielen Dank für die nette Anmoderation.
00:05:16: Sie sehen hinter mir die These an der ich mich so in gut fünf Minuten entlang hangeln möchte.
00:05:23: Die fünfzehn Minuten statt ist kindgerecht und damit gerecht für alle.
00:05:29: Lassen Sie uns aber noch mal einen Schritt zurückgehen und einmal die Frage in den Raum stellen, warum fällt uns Veränderung eigentlich so schwer?
00:05:39: Die Antwort ist banal zugleich zentral.
00:05:43: der Mensch ist ein Gewohnheitstier.
00:05:45: Das werden sie sicherlich schon öfter gehört haben gemerkt haben wenn sie mit dem Rauchen aufhören wollten oder vielleicht das Fitnessstudio starten.
00:05:53: Verhaltensänderungen, selbst wenn sie rational sinnvoll erscheinen sind komplex emotional aufgeladen und mit wahrgenommenen Verlusten verbunden.
00:06:04: Und die Verkehrswende ist da ein Paradebeispiel.
00:06:08: Dein Blick auf die Realität zeigt die Dimension unserer Gewohnheit zum Thema Mobilität.
00:06:14: Nur sieben Prozent der Familien in Deutschland haben kein
00:06:18: Auto!
00:06:19: und mehr.
00:06:21: die Hälfte hat sogar zwei oder mehr Fahrzeuge.
00:06:25: Und diese hohe Autoverfügbarkeit bricht unseren Alltag, und sie bricht insbesondere das Mobilitätsverhalten von unseren Kindern.
00:06:34: Unter neunjährige legen bereits jeden zweiten Weg – also zum Fußball, zum Einkaufen zu Freunden immer auf dem Rücksitz zurück unbewiegt!
00:06:44: Das sogenannte Elterntaxi kennen Sie sicherlich auch den Begriff ist zur Norm geworden.
00:06:49: Damit beginnt die Autofixierung nicht erst im Erwachsenalter, sondern schon sehr früh.
00:06:55: Und da sind wir dann auch schon bei einem Problem, denn je früher wir mit einem Verhalten anfangen, desto schwerer fällt es uns das später zu ändern.
00:07:04: Die Frage ist also nicht nur wie wir Mobilität organisieren, sondern welche Verhaltensmuster wir reproduzieren und welche wir verändern wollen?
00:07:13: Genau hier setzt auch das Konzept der fünfzehn Minuten statt an!
00:07:18: Doch um dieses oder dessen Potenzial wirklich zu verstehen, lohnt sich noch ein Perspektivwechsel.
00:07:25: Der kolumianisch-kanadische Stadtplaner Guillermo Pénialossa prägt den Begriff der Eight to Eighties Cities Seine Kernthese.
00:07:34: wenn eine Stadt für einen achtjähriges Kind und für einen achtzigjährige Person gut funktioniert dann funktioniert sie für alle.
00:07:43: Warum ist das so?
00:07:45: Beide Gruppen haben sehr ähnliche Anforderungen an den urbanen Raum.
00:07:50: Sie sind besonders sensibel gegenüber Unsicherheit, Komplexität und Geschwindigkeit im Verkehr.
00:07:56: Und sie profitieren überproportional von sicheren Dichten, Fuß- und Radwegenetzen einer fehlerverzeihenden Infrastruktur mit niedrigen Höchstgeschwindigkeiten.
00:08:08: Tempo dreißig.
00:08:10: Gute Sichtbeziehung insbesondere im Kreuzungsbereich.
00:08:13: Kinder sind klein.
00:08:14: Sie werden leicht übersehen und können auch selber schlecht Straßen einsehen, wenn die Fahrzeuge dort parken.
00:08:21: Und die Fahrzeuge auch immer größer werden.
00:08:25: Ältere Kinder profitieren besonders von sicheren und intuitiv nutzbaren Querungen mit längeren Ampelphasen.
00:08:33: Sie werden das auch kennen.
00:08:34: Manchmal müssen wir sprinten um rüberzukommen.
00:08:36: Älteren Menschen und auch Kindern fällt das schwer.
00:08:39: Und fünftens profitieren beide Gruppen von einer hohen Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum.
00:08:46: Ich habe das Bild mitgebracht.
00:08:47: Das heißt öffentlicher Raum ist grün, ruhig und es gibt jetzt Möglichkeiten zum Beispiel.
00:08:53: Und diese Anforderungen sind eben keine Nischenbedürfnisse.
00:08:56: Sie definieren die Qualität eines Verkehrssystems insgesamt.
00:09:03: Genau hier liegt auch die Verbindung zur fünfzehn Minuten statt.
00:09:07: Dieses Modell zählt darauf ab.
00:09:09: Das wissen Sie alle wesentlichen Alltagsfunktionen, Wohnbildung Versorgung Arbeit Freizeit innerhalb von fünfzehn Minuten zu Fuß oder mit dem Rad zurückzulegen.
00:09:19: Es reduziert nicht nur die Autowege sondern verbessert die Lebensqualität allgemein.
00:09:25: und für Kinder bedeutet das mehr selbstständige Mobilität mehr Bewegungen dadurch mehr Gesundheit mehr soziale Teilhabe.
00:09:32: sie wissen wo wohnt meine Freunde Freundinnen?
00:09:34: wo krieg ich ein Eis?
00:09:36: Für ältere Menschen bedeutet das mehr Sicherheit, mehr Zugänglichkeit, mehr Lebensqualität und auch mehr Daseinsversorgung.
00:09:45: Und für die Gesellschaft insgesamt bedeutet es weniger Kfz-Verkehr, weniger gesundheitsschädliche Emissionen, mehr Teilhabe und mehr lebenswerte Räume.
00:09:55: Kindgerechte Städte sind also kein Spezialplan... Spezialfallentschuldigung.
00:10:00: Sie sind ein universelles Qualitätsversprechen Und ein entscheidender Hebel, Frau Beul hat es schon angesprochen.
00:10:07: Für diese Transformation liegt nun auch erstmals klaren regulatorischen Rahmen.
00:10:12: mit der Reform des Straßenverkehrsgesetze, der Straßenverkässordnung, den Verwaltungsvorschriften zwanzig vierundzwanzig fünfundzwantig wurde einen Paradigmenwechsel eingeleitet.
00:10:23: Kommunen haben nun deutlich mehr Handlungsspielräume.
00:10:27: Sie können neben der Flüssigkeit und Sicherheit des Verkehrs nun auch Ziele wie Klimagesundheit, Umweltschutz sowie städtebauliche Entwicklung anführen.
00:10:37: Und das ist wirklich ein fundamentaler Schritt.
00:10:41: Konkret betreut beutet dass Städte können einfacher Tempo-Dreißig einführen Fahrradwege Einrichten Buschspuren priorisieren sichere Querungen schaffen Maßnahmen die oft bisher an eng rechtlichen Grenzen gescheitert sind.
00:10:56: Die werden nun einfacher umsetzbar.
00:10:58: Und damit ist die fünfzehn Minuten statt nicht nur ein länger planerisches Leitbild, sie wird politisch und rechtlich operationalisierbar.
00:11:09: Der entscheidende Punkt bleibt jedoch.
00:11:11: Infrastruktur allein verändert noch kein Verhalten aber sie schafft Voraussetzungen dafür dass neue Verhaltensweisen überhaupt möglich werden und attraktiv das man sich überhaupt traut sein Kind allein zur Schule zu schicken oder aufs Rad zu steigen.
00:11:27: Wenn wir also über gerechte Städte sprechen, sollten wir uns nicht primär an Durchschnittsnutzenden wie dem männlichen Pendler orientieren sondern an der wohlne Rabelzengruppe.
00:11:37: Also Kindern und Älteren Denn eine Stadt die für Kinder funktioniert funktioniert für alle.
00:11:42: Ich hoffe das konnte ich deutlich machen.
00:11:44: Die fünfzehn Minuten statt ist deshalb nicht nur ein Konzept der kurzen Wege Sie ist ein Koncept der Gerechtigkeit.
00:11:51: Vielen Dank
00:11:57: Ja, viele von mir können eine Steilvorlage für viele Themen die wir jetzt zusammen hier vorne diskutieren möchten.
00:12:04: Deswegen darf ich meine Panelgäste nach oben bitten.
00:12:06: Daniel Riedl den Sie gerade schon gehört haben CEO der Bubergroup ist bei uns.
00:12:12: Uta Bauer kommt zu uns.
00:12:14: sie ist Geografin und arbeitet seit vielen Jahren am Deutschen Institut für Urbanistik dem größten Stadtforschungsinstitut Deutschlands.
00:12:22: Sie forscht genau an der Schnittstelle von Mobilität und Stadtentwicklung sehr praxisnah für die Interessen der Kommunen.
00:12:30: Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Nahmobilität, also Fuß- und Radwege auf Parkraum- und Mobilitätsmanagement.
00:12:37: Und sie steht ein bisschen für die These Verkehr fällt nicht einfach vom Himmel.
00:12:41: Städte produzieren ihn genau den wir später beklagen.
00:12:45: Schön dass Sie da sind Frau Bauer.
00:12:48: Danke schön.
00:12:51: Dann ist Professor Andreas Knie bei uns.
00:12:54: Er gehört zu dem profiliertesten Mobilitätsforscher in Deutschland.
00:12:57: Sie dürfen auch schon nach oben kommen, er ist vor allem bekannt als Vordenker der Verkehrswende und als jemand, der nicht nur einzelne Verkehrsmittel betrachtet sondern vor allen Dingen das System dahinter.
00:13:07: Er analysiert Mobilität als Ausdruck gesellschaftlicher politischer und räumlicher Ordnung.
00:13:11: Schön dass sie da sind Herr Professor Knie.
00:13:13: Vielen Dank!
00:13:17: So, wenn wir ein bisschen das was Annika Meentgen gerade gesagt hat zuspitzen würden.
00:13:23: Das Auto ist nicht Lösung sondern Ursache.
00:13:25: können Sie das wie wir hier oben stehen alle einfach so unterschreiben?
00:13:29: Ja, Riedl!
00:13:32: Jetzt muss ich irgendwie an mich und meine Familie denken oder ich bin vermutlich doch der Autofahrer.
00:13:39: Wir wohnen außerhalb Ein bisschen außerhalb der Stadt.
00:13:42: Meine Kinder leben allerdings in London und Madrid Alle drei.
00:13:48: Keiner der drei hat ein Auto.
00:13:50: Alle sind entweder öffentlich unterwegs oder ich vermute mit Zustimmung der Mutter, mit Uber.
00:13:58: Haben Sie eine Fahrerlaubnis?
00:13:59: Das wollen ja viele Jugendliche schon gar nicht mehr... Ja!
00:14:01: Ich habe mit allen drei Kindern mit fünfzehn und einen halb begonnen den Führerschein zu machen.
00:14:05: das geht in Österreich, begleitet.
00:14:07: es fahren beginnt man mit fünftzehneinhalb und die sind tatsächlich mit siebzehn mit dem Auto in die Schule gefahren alle drei.
00:14:14: Allerdings haben die nicht so ein Verhältnis zum Auto entwickelt, wie es in meiner Generation entstanden ist.
00:14:20: Also
00:14:21: Sie haben das genutzt und
00:14:22: das
00:14:22: auch nicht?
00:14:22: Ja, also Sie haben es gerade... Sie haben gezuckt!
00:14:23: Ich habe's gemerkt.
00:14:24: Eine Mobilitätserziehung war das Thema.
00:14:28: Also sie können
00:14:29: uns aber benutzen sich.
00:14:30: Ja, schon ist es.
00:14:32: Leben eben in Städten, wo es auch keinen Sinn macht.
00:14:34: In der Londoner Innenstadt ein Auto und das machen wir wahnsinnig.
00:14:39: Wir haben zwar einen Parkplatz in einer Wohnung aber eben kein Auto ist tatsächlich nicht notwendig und alle drei glaube ich gehen noch viel zu Fuß.
00:14:50: Das habe ich in den letzten drei Jahren auch gelernt, wiederum ein bisschen.
00:14:55: Ja
00:14:56: das ist ja genau was von wegen gesagt hat.
00:14:59: Aber bei uns spielt das Auto nach wie vor eine Rolle.
00:15:02: Ich will das gar nicht verheimlichen.
00:15:05: Professor Gnie an Sie die Frage?
00:15:06: Das Auto muss es verbandt werden, wie ich höre immer in Berlin hier gibt's ja auch so Weilplakate, die jeder hier lesen kann zum Thema Auto und Mobilität.
00:15:17: Ist es das
00:15:18: die
00:15:18: Ursache des Problems?
00:15:21: Es ist natürlich das Problem, aber von uns selber gemacht.
00:15:25: Das Auto war ja das Lieblingskind von allen, weil es damit eine unglaubliche Möglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe hat.
00:15:33: Das darf man nicht vergessen.
00:15:34: Auch die ganze Kater von Athenengeschicht und das ganze Problem des Städtebaus.
00:15:39: Die Architekten sind schuld wenn jemand braucht, der schuldig ist.
00:15:44: diese funktional geteilte Stadt beschert.
00:15:47: Natürlich die Architekten, weil sie natürlich wussten das mit dem Auto und natürlich dieser Erreichbarkeit in der Gesellschaft wunderbar ist.
00:15:53: Und wir hatten in Deutschland nie so viele Autos.
00:15:57: Die ganzen anderen Ländern waren viel intensiver unterwegs bis wir in den Nazis.
00:16:04: alle Modernisierungen, die wir bis heute noch haben.
00:16:07: Straßenverkehrsordnung, Reichskaragenordnung solche kleinen Dinge Autobahnbau, Volkswagenwerk also die Popularisierung des Autos begann in Deutschland erst dann und Die dann immer noch nachhaltig.
00:16:20: Und davon wollen wir ja immer noch nicht loslegen.
00:16:22: oder loslassen weil wir immer noch glauben Wir werden auch immer hinter allen her und wir wollen Ja immer auch noch kein Tabulum mit auf Autobahnen Weil wir immer Noch schneller und mehr autos brauchen als alle anderen weil wir Immer noch denken hätten zu wenig.
00:16:33: Und aus dieser Grundhaltung heraus haben wir natürlich ein Problem.
00:16:37: Und die Freiheit überall hinfahren zu können ist mittlerweile durch diesen Entfernungsintensiven Lebensstil in den Zwang transformiert worden, überall hinfahren zu können.
00:16:48: Wir haben es vom Herrn Redler ja schon gehört.
00:16:50: Wenn wir die Generation Z jetzt untersuchen und gucken geht dieses Modell noch.
00:16:55: das funktioniert eben nicht mehr.
00:16:57: Sie können heute keine Menschen, die unter dem Nr.
00:17:05: Du musst mal eine Tour fahren mit deinem Auto und hast eine bessere Arbeitsstelle.
00:17:10: Das machen die Menschen nicht mehr, die jungen Menschen.
00:17:12: Die lassen sich in diese Pendler-Gesellschaft nicht mehr hinein.
00:17:14: Aber das
00:17:14: ist doch eigentlich ein Segen oder nicht?
00:17:16: Es passiert
00:17:16: was also wir haben ich sage ja wir laufen beim Auto schon beim Abspannen der abspann läuft ist wenn man James Bond filmen weiß man dass kann schon länger dauern mit dem Abspann.
00:17:28: Wir sehen ja wie im Moment die Nutzungsverhalten sind.
00:17:30: wir haben es eben schon von Anika gehört es gibt schon Tendenzen wir fahren.
00:17:35: Es ist unglaublich, aber wir fahren weniger Autos.
00:17:38: Seit zwei Jahren sind es jetzt acht Prozent weniger Fahrleistungen.
00:17:42: Auch an der Anzahl der Wege ist das Auto viel weniger beteiligt.
00:17:45: Wir fliegen übrigens auch viel weniger.
00:17:47: Die Recovery Rate in Deutschland ist bei achtzig Prozent Recovery Rate und wird nicht mehr.
00:17:52: Das heißt Menschen fangen an sich zu verändern!
00:17:59: Menschen gehen in andere Strukturen, aber wir haben es eben schon gehört.
00:18:02: Die Infrastruktur ist noch ... Dann machen wir uns jetzt keinen, tun wir uns den Fahrrad nicht abbeißen.
00:18:09: Wir leben noch in einer Automobilengesellschaft.
00:18:11: Die STVO wurde genannt und hat leichte Tendenzen zur Veränderung.
00:18:16: Aber das Auto ist so stark bei unserem Kopf!
00:18:18: Wir haben Flächen-Nutzungspläne, die nach wie vor Brutals auch hier in Berlin genau vorschreiben, wo sie was bauen können.
00:18:24: Das ist immer noch funktionell getrennt.
00:18:26: Wir trauen uns das nicht, dass Urbanegebiet funktioniert.
00:18:29: Nicht in der tatsächlichen Realität.
00:18:31: und das Letzte ... Weiß ja nicht wie oft ich noch drankomme?
00:18:34: Ja, noch ein paar Mal.
00:18:35: Aber dann werden Sie jetzt
00:18:36: reden!
00:18:37: Bei
00:18:37: uns ist es auch so.
00:18:38: Wir haben gerade im Grafekids, also wir nicht, sondern der Bezirks hat siebenhundert Stellenflächen quasi verschwinden lassen.
00:18:45: Das Abendland ist nicht ohnegegangen.
00:18:47: Alle Menschen fragen ja warum ist das nicht schon früher passiert?
00:18:50: Und jetzt haben wir Flächen, größere Flächen und jetzt passiert etwas.
00:18:54: Das ist unglaublich!
00:18:55: Wir haben einen Zickenplatz mal umher geht da sieht das... Da fragen sich die Leute was fehlt hier?
00:19:00: Ja hier fehlen nur eigentlich Autos.
00:19:02: Das heißt wir sind auch von der Raumeindruck von der Illusion immer noch so auf Auto fixiert dass immer dann wenn die Autos fehlen erstmal alles ganz nett und dann aber wir haben eben doch kein Verständnis von einem anderen Raum.
00:19:14: Wie sieht der Raum mit weniger Autos eigentlich aus, wie kann er funktionieren?
00:19:18: Da sind wir alle noch unglaublich fixiert in unserem Kopf.
00:19:22: Deshalb beginnen jetzt erst die Stadt uns zugute zu halten und wenn wir nicht die Funktionen, wie wir eben schon haben also Nicht nur die Infrastruktur, nicht nur die Regeln sind wichtig sondern ich muss in fünfzehn Minuten auch alles erreichen was ich brauche Und das lassen in der Regel auch hier in Berlin Auch in allen großen Städten Die Flächen-Nutzungspläne nach wie vor nicht zu.
00:19:39: deshalb ist diese fünfzehren Minuten statt so eine Illusion.
00:19:42: Wir haben hier in diesem Haus schon öfters darüber gesprochen.
00:19:44: Planerisch ist das überhaupt nicht durchsetzbar, es sei denn wir fangen tatsächlich mal an auch Flächen-Nutzungspläne sozusagen wirklich mal politische Anzugreifen.
00:19:51: Ja Frau Bauer?
00:19:53: Ich würde eine kleine Gegenrede machen.
00:19:55: Bitte darauf warten wir nämlich jetzt!
00:19:58: Ja ich sehe das nicht so wie Herr Knie.
00:20:01: also wir haben vom DIFO ne bundesweite Studie gemacht wo die fünfzehn Minuten statt denn schon da ist Und wir waren von dem Ergebnis wirklich geplettet in fast allen deutschen Städten.
00:20:16: Kann man in fünfzehn Minuten zur Fuß und mit dem Fahrrad die wichtigsten Einrichtungen erreichen?
00:20:23: Dreiviertel der deutschen Bevölkerung lebt in solchen Siedlungsgebieten, also das ist nicht unbedingt das größte Problem.
00:20:30: Das Problem Wie sieht die Infrastruktur aus?
00:20:35: Ist es bequemer oder attraktiver, mit dem Auto dorthin zu fahren bzw.
00:20:41: habe ich Angst mitten Fahrrad und unter die Räder zu kommen?
00:20:44: schicke ich meine Kinder wie gesagt zur Fuß zur Schule oder doch lieber mit dem auto?
00:20:50: also die Infrastrukturen für die anderen Verkehrsmittel sind nicht attraktiv genug.
00:20:54: das ist einer unserer Konsequenzen.
00:20:57: und dann ist es natürlich teilweise auch die Frage der Wahlmöglichkeiten.
00:21:02: In den deutschen Großstädten haben wir Ergebnisse, dass ja die fünfzehn Minuten statt deutlich unterboten wird.
00:21:11: also wir haben dort die sechs oder sieben Minuten statt.
00:21:15: also das die Voraussetzungen sind Da je größer die Wahlmöglichkeiten sind, also je eher ich den Pilateskurs neben dem Yoga-Kurs zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen kann, je eher eine Grundschule.
00:21:31: mit Montessori, Bilingualen und ganz klassischem Angebot aussuchen kann.
00:21:36: Wer ich es auch tun?
00:21:37: Aber ob ich dort mit dem Auto oder zu Fuß und mit dem Fahrrad hinfahre ist eine Frage der Infrastruktur.
00:21:43: also so ganz schwarz weiß denke ich mal oder ganz so schlecht sind wir nicht aufgestellt.
00:21:48: aber wir müssen eine konsequente Verkehrspolitik machen.
00:21:50: das ist mein Votum und daran hakt es.
00:21:55: Jetzt noch mal zu den Leitbildern.
00:21:57: Die fünfzehn Minuten statt ist ein Leitbild und kein Planungskonzept, das muss man sagen.
00:22:03: Die europäische Stadt die Leipzig-Kater, die nach der Athena Kater ja auch nun jetzt seit mehreren Jahrzehnten gilt hat ja schon gegengerudert und seit den achtziger Jahren haben wir eine andere Stadtpolitik, die sich bemüht Anders zu agieren, trotzdem wie gesagt die gelebte Realität sieht etwas anders aus als wir uns das wünschen.
00:22:28: Da sind wir teilweise selber dran schuld indem wir das Nahangebot nicht nutzen und teilweise ist es meiner Ansicht nach die Infrastruktur.
00:22:38: Wir haben in dem Projekt wovon ich Berichte oder berichtet habe auch Nicht nur erhoben wie das Angebot ist sondern auch ob die fünfzehn Minuten statt gelebt wird und dann kann ja auch später noch was zusammenfangen.
00:22:52: Ich würde an der Stelle ganz gerne Herrn Riedl nochmal einfangen, weil sie haben ja auch Erfahrungen gemacht, See-Stadt Aspern in Wien.
00:23:00: Vielleicht dass Sie uns eine kurze Skizze geben wie Sie, was Sie da anders gemacht haben?
00:23:05: Weil das ist ja ein neueres Projekt und da geht es auch um die, ja, fünfzeh Minuten, in denen man die wichtigsten Dinge erreichen kann.
00:23:14: Genau,
00:23:14: ganz generell kämpfen wir als Developer quasi Jede Woche mit dem Thema.
00:23:18: Für uns ist das Bauen nach unten, die Tiefgaragen sind ziemlich das teuerste.
00:23:22: Wir versuchen also wo es immer geht einen Tief-Garagengeschoss zumindest los zu werden.
00:23:27: wir versuchen mit Mobilitätskonzepten die Kommunen zu überzeugen und weniger Stellplätze bauen zu lassen.
00:23:33: aber das machen wir nicht freiwillig.
00:23:35: Es ist auch oft so dass wenn die Gebäude fertig sind Die Wohnungen sich extrem schnell fühlen Aber die Stellplätzen es nicht
00:23:41: tun.
00:23:41: Weil?
00:23:42: Weil sie nicht mehr nachgefragt werden in dem Maß wie die Stadt es vorschreibt.
00:23:46: Was suchst du dir als Bauträger nicht aus, ob du die Stellplätze baust oder nicht?
00:23:49: Gibt es einen Stellplatzschlösser auf die Verhandlungsmöglichkeit.
00:23:53: Je nachdem wie der Bauturbo jetzt dann tatsächlich angenommen wird.
00:23:56: in den Kommunen ist das mal leichter und mal weniger leicht.
00:24:00: aber auf die Seestadt angesprochen.
00:24:02: Das ist quasi eine Art Satelliten-Stadt am Stadtrand in Wien, ein altes Flugfeld das zu einer Stadt umgebaut wurde und wo das Konzept von Anfang an war diesen Satellitten mit sich oder in sich selbst schlüssig zu gestalten.
00:24:18: Ich finde es zum Teil ein bisschen schräg weil's ein bisschen abseits der Stadt liegt und tatsächlich schon ein bisschen Organismus in sich selber ist.
00:24:25: Aber dort ist großes Schulinfrastruktur entstanden.
00:24:27: Dort fährt eine U-Bahn Linie Die Direkt in die Stadt führt auch hin.
00:24:31: Dort sollen Arbeitsplätze entstehen, dort ist Industrie angesiedelt worden.
00:24:36: also es ging dort nicht um eine weitere satelitenartige Schlafstadt sondern es ging darum dort möglichst viel Infrastruktur, Wohnen aber auch Arbeitsplätze zu schaffen damit die kurzen Wege dort relevant sind.
00:24:51: Ich muss allerdings zugeben dass die Bauplätze die alle eigene Geragen hatten
00:24:55: wie sie uns gegriffen
00:24:56: haben allerdings mittlerweile.
00:24:59: also wir haben ja auch Auträger und Bestandshalter ein zentrales Thema.
00:25:03: Alle wissen wir, wenn man mal in San Francisco oder LA unterwegs war und die Waymo Autos fahren gesehen hat, dass früher oder später das Fahren wie wir es jetzt kennen der Vergangenheit angehört.
00:25:14: Man ist Bestandshalter und als Developer müssen wir uns daher überlegen was passiert mit diesen Geragen früher oder später?
00:25:22: Und daher kann ich Ursprünglich war ich kein Fan davon.
00:25:25: Kann ich jetzt eher mit Quartiersgaragen leben, Hochgaragen die in den Quartieren entstehen weil sie viel leichter nachzunutzen sehen.
00:25:33: Eine Tiefgarage die du nicht mehr brauchst und irgendwann wird die Zahl der Kellerabteile die gebraucht werden ein Ende finden.
00:25:39: es ist dunkeles aber teuer.
00:25:40: es ist oft vielleicht auch noch feucht.
00:25:42: Die Hochgaragien kann ich entweder umnutzen oder ich kann sie wieder zerlegen und was anderes hinbauen.
00:25:46: das ist viel attraktiver.
00:25:48: allerdings müssen unsere Kunden die wir versuchen nicht zu erziehen nur schwer erziehen lassen, dann eben tatsächlich mit dem Kinderwagen oder mit der Mineralwasserkiste vor das Haus fahren.
00:25:59: Das Auto dann wieder in die Hochgarage bringen und wieder zurückgehen und so.
00:26:02: Es bringt also auch ein bisschen Umstellungsnotwendigkeit.
00:26:05: Jetzt kommt Frau Meenken und hat ja nun gesagt Ja Verkehrserziehung gehört dazu wenn man in so einen Quarzier zieht.
00:26:12: Also die Tiefkaragen einmal werden vielleicht auch nicht gekauft weil sie auch sehr viel Geld kosten.
00:26:16: Das ist ja dreißigtausendfünf.
00:26:18: was muss man
00:26:19: heute zahlen?
00:26:22: Und das ist ja auch ein finanzieller Faktor, die nicht vorhandene Nachnutzung.
00:26:27: Das ist ein zweites Thema.
00:26:28: wenn wir, das habe ich eben gemeint digital, digitaler also mit selbstfahrenden Bussen unterwegs sind wozu brauchen wir die Tiefgaragen?
00:26:37: und dann hätten sie viel Geld in der Erde verbaut dass er vielleicht im paar Jahren gar nicht mehr brauchen.
00:26:42: was ist denn ihre Vision?
00:26:43: Also die Wissenschaftseite nochmal wie sieht die Mobilität der Zukunft aus, dass wir uns anders organisieren können?
00:26:49: jetzt wir kommen gleich noch mal zum zur Verkehrsplanung, aber wie rechnen Sie das ein?
00:26:55: Wie wird sich Mobilität verändern?
00:26:58: Meinen sie.
00:26:58: Sie beide und Frau Bauer.
00:27:01: Fangen Sie an Herr Knien.
00:27:06: Wenn man wissen will was in der Zukunft passiert fragt man halt die Jugend.
00:27:09: Die Älteren gehen zwar davon aus dass die dann ja alle nochmal wieder älter werden oder doch alles so machen wie wir selber Aber es passiert eben leider nicht mehr.
00:27:18: Und natürlich ist dieses Nutzen statt Besitzen.
00:27:20: Das wird das vordergründlichste Motiv sein, ich brauche ein Auto als so ein Auto vorzuhalten und wir haben es ja jetzt beim U-Bahn also beim Umweltbundesamt nochmal gemessen sind im Moment in Deutschland neunzehn Minuten jeden Tag.
00:27:33: Neunzehnt zehn Minuten fahren wir mit dem Auto.
00:27:36: Der Rest steht da für einen Auto vor zu halten.
00:27:39: Das macht immer weniger Sinn auch für Leute.
00:27:41: die ist dann nutzen und deshalb wird es genutzt werden und man fährt sehr pragmatisch.
00:27:47: digitalen Möglichkeiten.
00:27:49: Wir haben zwar eben schon festgestellt, dass im Digital eigentlich der Teufel wohnt aber wie der teufel so ist er macht uns immer tolle Angebote.
00:27:56: Haben wir das natürlich.
00:27:57: vor der ganzen physischen Welt steht jetzt die digitale und alles was nicht digital erkennbar ist findet einfach nicht mehr statt.
00:28:03: und im digital kann ich wunderbar kombinieren kann schauen was ist gerade dort?
00:28:07: Was nutze ich gerade?
00:28:08: Was nehme ich gerade für eine kurze Zeit?
00:28:10: Und das wird natürlich vernetzt und natürlich auch in Deutschland wird dieses Jahr Glück haben.
00:28:14: oder wenn man Pächer mir nach dem übernimmt im vierten Kuh in München auch ein erster Versuch mit selbstfahrenden Fahrzeugen stattfinden, die natürlich nicht eigentumsrechtlich.
00:28:23: Die Revolution der autonomen Fahrzeuge ist nicht in der Technik alleine sondern in der Trennung von Funktion und Eigentum.
00:28:30: also ich kann diese Dinge dann nur noch nutzen und da kann ich endlich die Kombination dessen was wir ja auch hier immer am Podium glaube ich alle einer Meinung sind.
00:28:37: da wo die Großgefäße Sinn machen wo ich viele Leute transportieren will.
00:28:41: Wenn man zweimal, dreimal bei der U-Acht unterwegs ist hier in Berlin und die fällt aus dann weiß man wie viel Leute man auch transportieren muss.
00:28:48: das geht nicht in selbstfahrenden Autos das geht in Großgefährsten aber man muss erst mal hin und wieder zurück.
00:28:53: Die letzte Meile wird das Problem sein und deshalb wird die Zahl der tatsächlich eigentumsrechtlich besessenen Fahrzeuge also wenn sie diese Frage ich würde sagen in drei Jahren hier nochmal machen werden hier höchstens noch einmal ein zwei Hände hoch gehen hier noch ein eigenes Auto haben.
00:29:07: Das wird nicht mehr stattfinden, das braucht man in diesen Städten.
00:29:13: Man muss auch selber Teil ... Man muss sich am Abend immer fragen, ob man Teil des Problems ist oder Teil der Lösung sein kann.
00:29:19: und da müssen wir
00:29:20: alle schon mitmachen.
00:29:21: Und gleichzeitig haben wir aber diese unglaublichen widersprüchliche Situationen wie in Berlin sind ja Weltmeistern.
00:29:29: Wir haben einerseits keine Stellplatzverordnung mehr dank Daimler-Benz Eschad Reuter hat das mal kurz durchgerechnet, wie viel das kosten würde.
00:29:36: Dann war die Stellplatzverordnung ganz schnell weg in Berlin.
00:29:40: Aber wir haben einen sechzehn- und siebzehnten Bauabschnitt oder eine Autobahn, die genau aus den Planungen der Karte von Antäne herausstammt.
00:29:47: Und ich werde immer noch fortgesetzt, obwohl wir gar kein Geld mehr dafür haben.
00:29:50: Weil das noch nicht langt, machen wir als Landestadt auch noch ne Landesautobahn.
00:29:54: Die tangenzielle Verbindung Ost haben zwar auch kein Geld aber wird weiter vorwärts geplant.
00:29:58: also das heißt Wir haben einerseits unglaublich gute Technische Entwicklungen, wir haben erste politische Entwicklung.
00:30:05: Wir haben aber vor allem die Menschen, die sich anfangen umzustellen.
00:30:08: Aber wir haben nach wie vor keinen wirklichen politischen Grundpolitischen Durchgriff.
00:30:12: Das wird das was wir jetzt schon erkennen und zukünftig weiterleiten auch zum Durchbruch bringen.
00:30:17: also wenn wir politisch weiter blöd bleiben dann wird diese Veränderung dann nicht abgerufen dann wird sie nicht stattfinden.
00:30:23: Ist es eben die Frage?
00:30:25: Aber was muss ich denn zuerst verändern?
00:30:27: Die Infrastruktur oder das Verhalten von Minken?
00:30:30: Beides!
00:30:30: Aber das Veralten ändert sich ja...
00:30:35: Die Leidenschaft.
00:30:38: Also ich sage, das muss sich erstmal die Infrastruktur ändern.
00:30:44: Ich habe es ja versucht auch zu betonen.
00:30:45: Ich glaube dass Infrastruktur immer einladend sein muss sicher sein muss, damit sie auch für alle nutzbar ist.
00:30:53: Und wenn wir diese Infrastruktur schaffen, so war es ja auch Andreas Sachte ist.
00:30:58: Wir haben Infrastruktur fürs Auto geschaffen und haben den roten Teppich ausgerollt und haben jetzt eben fünfzig Millionen Fahrzeuge die in neunzehn Minuten nur genutzt werden jeweils.
00:31:11: Das Gleiche passiert, wenn man in die Städte der Welt die Verkehrswende angeht machen genauso mit dem Rad oder Fußverkehr.
00:31:18: Also Paris fasst jeder dreimal so viele Wege zurücklicht mittlerweile wie mit dem Auto und das hätte, glaube ich vor... man haben die sich auf den Weg gemacht mit dem Fahrradverleihsystem.
00:31:31: vor fünfzehn Jahren hätte das niemand gedacht dass es möglich ist.
00:31:35: und daher erstmal die Infrastruktur.
00:31:37: Aber und das glaube ich auch vorüber wir sprechen müssen, es funktioniert nicht nur über Angebote.
00:31:43: Das ist auch in Paris so was die Politik nicht gerne hört und wir Menschen auch nicht gerne hören.
00:31:48: Wir brauchen sowohl Maßnahmen die einschränken als auch Maßnahmen die fördern.
00:31:53: Paris Umweltszone Parkgebühren also flächendeckendes Parkraummanagement Verkehrs beruhigte Bereiche all dass was die Politik nicht gerne macht, weil es dann eben diese Plakate, die ja gerade auch überall rumhängt, zu diesen Plakaten kommt.
00:32:10: Aber und das ist vielleicht nochmal der Positiv an Ideigo hat das ja gegen sämtliche politische Widerstände durchgesetzt.
00:32:17: also sie musste ja um ihre Wiederwahl fürchten so wurde angedroht aber sie hatte eine zweite Wahlzeit geschafft Und auch ihren Nachfolger tritt ja in ihre Fußstapfen.
00:32:27: Also ich glaube schon, dass man mit einer mutigen Verkehrspolitik auch Wählerstimmen gewinnen kann.
00:32:33: So ein Blick nach München zeigt das es auch in Deutschland geht.
00:32:37: Aber der Verkehrshorror im Paris ist einfach auch Motivation genug was zu tun.
00:32:41: Ja, das ist wahrscheinlich Motivations- Da
00:32:43: mal im Verkehr gestanden ist alles andere als Taxi oder Selbstfahren.
00:32:47: Jetzt sind wir beim Thema Verbote.
00:32:49: Wir haben ja gesagt Annika im Vorgespräch Rauchen in öffentlichen Räumen.
00:32:55: Das war ja auch ein totaler Sonne, wer kann sich heute noch... vorstellen, dass man im Restaurant zugequemmt wird.
00:33:01: Was war das für Aufschreihe?
00:33:03: Als es eingeführt wurde?
00:33:05: und jetzt die gleichen Aufschreie gibt's wenn wir in den Städten eine Fahrspur wegnehmen und Radräder und Busse fahren lassen.
00:33:11: also ich wohne in Düsseldorf ein... Also ich kann sie Ihnen berichten Es war ein totales Es war ja ein großes Medien-Spektakel.
00:33:19: Das ist wie in
00:33:19: der Kantstraße.
00:33:20: Das Thema
00:33:21: mehr
00:33:21: als...
00:33:22: Ja bitte
00:33:24: die Veränderung
00:33:25: oder die
00:33:25: Infrastruktur oder die Regulatorik an.
00:33:29: Vielleicht doch noch mal ergänzend, also wo ist der Aufstand?
00:33:32: Das reden wir uns herbei!
00:33:36: Wir haben das ja hier in Berlin mit einer Polarkrise, wir haben das im typischen Freiburg selbst dort gesehen und wenn man mal genau schaut wer ist das denn?
00:33:43: dann sind das wenige Leute die eine große Resonanz kriegen durch die Medien.
00:33:47: Wir haben auch immer wieder wenn wir im Greffekiez nahezu achtzig Prozent Zustimmung.
00:33:51: da wurde immer gefragt Habt ihr denn keinen, der dagegen ist?
00:33:54: Irgendeiner muss doch dagegen sein.
00:33:55: Ja klar haben wir auch einen!
00:33:56: Dann wurde er oder die genannt und dann kam sie auf zwei Seiten in einer Bildzeitung oder selbst in anderen Zeitungen hat ein Riesenthema... Und wie kriegt das?
00:34:03: Das ist ja sehr kontrovers da bei euch.
00:34:05: Es ist nicht so kontroverse wie es aussieht sondern vor allem mit den digitalen Medien... Sozialein würde ich die nicht nennen Sondern digitale Medien wird das.
00:34:14: natürlich beginnt das ein Resonanzraum zu bekommen und hat eine Gewichtung die aber tatsächlich der empirischen Struktur im tatsächlichen Verhalten und auch in den Einstellungen der Menschen, sich nicht widerspiegelt.
00:34:29: Das heißt wir haben schon längst eine andere Gesellschaft von der wir immer glauben dass wir sie hätten.
00:34:34: Das gilt ja für viele politische Bereiche, finde ich eine super Analyse.
00:34:37: Ich würde gerne an der Stelle noch mal zu Frau Bauer gehen.
00:34:40: Wie viel ist denn eigentlich – wir haben das von Annika Minken gehört – es gibt die Möglichkeit der Kommunen, die können mehr selber entscheiden als früher?
00:34:49: Was wird denn heute tatsächlich regulatorisch noch blockiert?
00:34:53: Wo muss man sagen da kommen wir jetzt tatsächlich nicht weiter!
00:34:57: Na ja, also mir ist es ein Anliegen auch für Sie als Projektentwickler nochmal zu unterscheiden zwischen Neubau und dem Neubao und dem Agieren im Bestand.
00:35:09: Und für viele Kommunen ist das Agieren in Bestand, also in den Städten die schon gebaut sind und die gewisse Strukturen aufweisen deutlich schwieriger.
00:35:18: Sind wir jetzt beim Neubao?
00:35:19: Da hat Herr Riedl ja gesagt da greift greifen die jeweiligen Landesbauordnung und die Stellplatzbauflicht, die es in Deutschland außer Berlin-, Hamburg- und Niedersachsen in anderen Bundesländern überall gibt.
00:35:33: Das heißt, es müssen Stellplätze gebaut werden und die zu reduzieren oder da deutlich weniger bauen zu können das ist zunehmend erlaubt aber es gibt trotzdem noch Ich sage jetzt mal eine Anzahl von Stellplätzen, die glaube ich immer noch über dem Durst liegt.
00:35:54: Also über den der Nachfrage, die tatsächlich in vielen Baugebieten nachgefragt wird.
00:36:00: Das kriegen wir auch aus Wohnimmobilienentwicklern gespiegelt, die sagen das ist ein Wahnsinn was wir da verbauen müssen.
00:36:11: es steht dann hinterher leer.
00:36:13: also das ist das eine wo noch mehr Flexibilität in Deutschland notwendig wäre bei der Stellplatz-Baupflicht, dass die Kommunen das selber entscheiden können.
00:36:23: Und das andere ist das Thema Parken im öffentlichen Straßenraum was den Bestand betrifft.
00:36:32: Das erleben wir hier in der Kantstraße oder in Berlin oder in allen anderen Städten.
00:36:37: Die Straßen stehen voll mit gepackten Autos, die eben ich weiß nicht wie viele Minuten am Tag
00:36:42: genutzt
00:36:46: werden.
00:36:47: Und viele Städte Berlin ist jetzt gerade dabei, innerhalb des S-Bahn Rings Parkraumbewirtschaftung einzuführen.
00:36:55: Aber wie gesagt Bewohner sind dann davon ausgenommen.
00:36:58: die können sich für zehn Euro im Jahr einen Bewohner Ticket buchen und da liegen die Stellschrauben.
00:37:07: Ordentlich teurer machen, die Parkgebühren anziehen.
00:37:10: Den Straßenraum entsprechend umgestalten also entsprechend Lademöglichkeiten für Elektroautos auf die Fahrbahn und nicht auf dem Gehweg hin zu anzusiedeln.
00:37:22: dann vernünftige Radwege auf die Farbern nicht auf den Gehwäg und mehr entsprechende Grünflächen Aufenthaltsflächen so ähnlich wie es ja auch teilweise in dem Bild eben dargestellt war, zu gestalten.
00:37:36: Und viele Kommunen machen sich da auf dem Weg.
00:37:39: Berlin ist jetzt nicht die Vorreiterkommune aber ich weiß nicht wo sie herkommen.
00:37:45: Da gibt es viele mutige Lokalpolitiker Die das machen was tatsächlich die größte Bremse ist.
00:37:54: aus meiner Erfahrung sind mutige lokalpolitiker Inhaliert, die sind mehr oder weniger auf dem richtigen Gleis.
00:38:06: Aber die Politik hat immer noch Angst vor den Wähler und vor diesen angesprochenen Protesten Und da müssen wir einen geschickten Umgang mitfinden.
00:38:15: also im Ausland ist das im europäischen Ausland in anderen Städten Ist die Diskussion wesentlich entspannter?
00:38:23: Da sind aber sie die Rechtspopulisten auch für den Ausbau von Radwegen.
00:38:27: Also Wir haben hier in Deutschland eine sehr spezielle politische Situationen und einer emotional aufgeladene Diskussion, was das Thema Auto angeht.
00:38:39: Von daher ist das wie gesagt ein Thema, was die Kommunen sehr beschäftigt und wo man sich eben durch konsequentes mutiges Handeln fortbewegen muss.
00:38:52: Und die Erfahrung ist auch dass dort und Herr Knie hat es ja gesagt, wo man die Lebensqualität verbessert hat der Protest auch verstummt.
00:39:02: Also er ist dann auf einmal nicht mehr da, die Einzelhändler sagen nicht auch uns geht es jetzt eigentlich gut sondern die schweigen einfach.
00:39:10: und das ist einfach ja dass da muss man einfach eine kluge Kommunikationspolitik begleitend dazu machen und dann würde ich sagen geht das?
00:39:22: Ich hoffe, dass der Münchner OB in die Richtung was schafft
00:39:28: Professor Knie?
00:39:29: Der Münchner OB hängt leider auch an der Bayerischen Landesregierung.
00:39:32: Die hat da noch andere Vorstellungen, was das Parken angeht.
00:39:35: Da sind wir als Stadtstadt natürlich besser.
00:39:37: Ich wollte nur auf zwei Sachen hinweisen.
00:39:38: Natürlich haben wir viel ... Anika hatte ja schon gesagt in der Straßenverkehrsordnung jetzt eine kleine Öffnung aber die ist immer noch sehr autolastig.
00:39:46: Aber auch die Planungsinstrumenten, das ist ja ihr tägliches Brot.
00:39:49: Die Flächen-Nutzungspläne sind nach wie vor noch ganz streng organisiert und die sind das Grundgesetz dessen, wie wir uns unseren Raum aufteilen.
00:39:57: Und ich würde immer... Ich fange immer an wenn nicht den Theo der Häusplatz, er hieß da ganz früher mal Reichskanzler Platz.
00:40:05: Da stand nichts!
00:40:06: Da stand aber schon die U-Bahn.
00:40:08: Dann wurde gebaut oder Fronau.
00:40:09: Da gab es erst die S-Bahnen dann wurde gebaut.
00:40:12: In Brandenburg wird gerade gebaut, was das Zeug hat.
00:40:14: Also wenn man wieder bauen darf, aber keine einzige wirkliche Schienenanbindung ist auch weit in der Nähe.
00:40:22: Also lang wie weiterhin so auf der Gründenwiese bauen weil es eben einfacher schneller und bequemer ist, vordergründig haben wir das Problem natürlich immer wieder eingekauft dass wir am Ende wieder Verkehr haben den wir nicht haben wollen.
00:40:32: Das heißt wir müssen hier nochmal wieder zu einer integrierten Fläche Debatten hineingehen, das ist leider liegen geblieben.
00:40:39: Es ist auch ein blödes Wort Flächen Integration oder Raum Integration, Raumplanung.
00:40:44: aber wir müssen endlich mal wieder die Funktionsmischung neu erlernen, neu ermöglichen und dann müssen sie, müssen wir sich auch selber alle leben.
00:40:53: Und dass haben wir, dass es übrigens auch im Greifekitz eine der Erfahrungen über hat nicht nur, dass wir den Raum uns gar nicht vorstellen können ohne Autos sondern wenn der Raum plötzlich so attraktiv ist da kommen ja Leute.
00:41:03: Die machen krach!
00:41:05: Und da hatten wir große Probleme.
00:41:07: Die Admiraltsbrück ist nicht weit weg, das kennen Sie vielleicht der größte Event in Berlin fünf Jahre lang hatte.
00:41:12: Das waren wirklich Zustände, das wollte man auch nicht voraus haben.
00:41:15: aber Wir müssen auch lernen In einer modernen Stadt auch städtisch urban zu leben und das heißt nicht Ruhr ab
00:41:21: acht.
00:41:23: Ja, vielleicht könnten wir an der Stelle die Diskussion öffnen.
00:41:26: Ich hätte noch die Schnittstelle Handel und Mobilität gehabt weil ich habe unsere Veranstaltung auf LinkedIn angekündigt und da gab es alle Kommentare und da gabs kritische Kommentare aus Paris Die Händler seien mit allem unzufrieden Weil jetzt und die Gastronomen vor allem die Gastro-Nurm sein unsufrieden weil jetzt wo die Autos weg sind gäbs keine Kunden mehr weiß ich nicht.
00:41:46: gibt's glaube ich in Berlin hier auch so eine Diskussion?
00:41:47: ich weiß nicht genau.
00:41:49: also vielleicht nochmal So da geht
00:41:50: gleich ein Finkt nimmt auch definitiv nicht.
00:41:52: Also, das wäre ein... Eine
00:41:53: Einzelbeobachtung.
00:41:54: Gut!
00:41:54: Da haben wir die schon mal abgeschmettert.
00:41:56: Bitte schön.
00:41:56: Wenn Sie sich ganz kurz vorstellen können Sie sich gerne hinstellen?
00:41:58: Dann können wir sie alle gut sehen.
00:41:59: Ja,
00:41:59: guten Tag Tom Riesen, Geschäftsführer von der Profi Investigation.
00:42:02: Ich habe eine kurze Frage.
00:42:03: Sie sind sicher alle sehr einig.
00:42:05: Das ist ja auch sehr schön wenn man so ein bisschen wenig Diskurs aber sehr einigt alles gut.
00:42:10: ich hab mal zwei Fragen.
00:42:11: einerseits Die Leute beschweren sich nicht mehr dass waren eben ihre Ausführungen wenn man es gemacht hat.
00:42:16: also ich glaube bei der ich weiß jetzt nicht ob sie aus Berlin kommen Aber bei der letzten Wahl hier in Berlin war es so, dass es eigentlich innerhalb des S-Bahn Rings relativ grün war.
00:42:25: Drumrum schwarz und es gab eine Schwarze Insel im Zentrum Berlins und das war die Friedrichsstraße.
00:42:31: Ja also da wo sozusagen diese Verkehrsberuhigung sozusagen war.
00:42:36: deswegen weiß ich nicht ob das so stimmt.
00:42:38: und die zweite Frage an den Kollegen ist einfach Sie haben am Anfang angesprochen, dass die Leute weniger mobil sind.
00:42:45: Ist das nicht vielleicht ein relativer Wohlstandsverlust?
00:42:48: Einfach der sich da abzeichnet, dass sie weniger mobil als früher?
00:42:53: Vielleicht hatten wir auch die Corona-Zahlen da drin...
00:42:58: Das Gerücht hält sich immer nach wie vor!
00:43:00: Das ist kein schwarzer Teil in Friedrichstraße.
00:43:03: Das ist falsch gewesen, dass Friedrichstrasse die Wahl hätte entschieden.
00:43:07: Wir sind ja vom Wissenschaftszentrum Berlin Demokratieforscher eigentlich.
00:43:09: Verkehr machen wir nur im Nebenjob.
00:43:12: Das sind, warum zum Beispiel die CDU so viele Stimmen bekommen hat, lag ganz allein am Wunsch wieder eine neue Qualität in der Verwaltung zu haben.
00:43:20: Das Thema Auto war bei allen Untersuchungen, die wir kennen und wir kennen eigentlich alle, die es dazu gemacht worden waren nur ein Teil.
00:43:26: Die Frittstrasse ist vor allem in erster Linie ein mediales Ereignis gewesen für bestimmte Leute.
00:43:31: also das würde ich auf jeden Fall zurück.
00:43:33: und man sieht ja jetzt wer die Frittestrasse nutzt da ist nichts mehr.
00:43:37: Da ist jetzt tot!
00:43:38: Das ist jetzt Lehrstadt ohne Ende.
00:43:40: Das üben sie auch noch, wir haben seit fünfzehn Jahren überall ganz stabile Situationen.
00:43:45: Die Zahl der Autos, wenn die Zahl der Auto sinkt als fließen und stehen in der Verkehr wachsen die Einzelhandelsumsätze.
00:43:51: das ist mittlerweile Welt also da wo das untersucht wird
00:43:55: fast
00:43:55: überall so Ganz stabil.
00:43:57: Und ich habe nicht von weniger Mobilität gesprochen.
00:44:00: Mobilität findet im Kopf statt.
00:44:01: von Verkehr fahren weniger Autos, das Auto hat einen abnehmenden Grenz nutzen und den muss man politisch nutzen.
00:44:10: Und nicht weiter Privilegien geben.
00:44:11: jetzt auch wieder tausend Euro!
00:44:14: Tankgutschein, siebzehn Cent, Mineralölsteuer.
00:44:16: Als ob die Leute nicht dann selbstständig sagen können okay da fahre ich wenig zumal das alles Leute trifft, die vor allen Dingen mittleres und höheres Einkommen haben.
00:44:25: Die könnten das auch selber organisieren.
00:44:27: hier sitzen ja einige.
00:44:28: Das heißt also wir müssen anfangen die Privilegen... Wir wollen ja noch nicht mal Verbote machen sondern die Priviligen die das Auto hat muss man nur als solche erkennen!
00:44:36: Das Auto ist voller Politik Es ist voll gepumpt mit Politik.
00:44:39: und da sagt unser Verkehrsminister, ja die Leute sollen sich doch für frei entscheiden können was sie machen können.
00:44:44: Sie können sich gar nicht frei entscheiden weil die Bedingungen zu denen sich entscheiden können politisch ganz klar definiert sind pro Auto.
00:44:50: Und wenn wir das nicht erkennen und dann abbauen haben wir dann ein Problem.
00:44:54: Annika Minkham, war das noch eine Bemerkung zu der Frage?
00:44:57: Ja ich wollte nur noch einmal das aufgreifen was auf LinkedIn kam.
00:45:01: So Gastronomie also da stand.
00:45:02: erst hat er im Februar gesessen und habe mich gefragt okay Februar hat er vielleicht mit einem anderen Februar auch verglichen im Idealfall.
00:45:10: ansonsten sind die Zahlen so zum Einkauf zum Handel den du ansprachst dass Fuß- und Radverkehr mehr Umsatz für umwärts sorgen einfach weil sie öfter kommen.
00:45:21: Das klingt ein bisschen paradox erst am Anfang.
00:45:24: Aber das ist nicht nur Studien aus Deutschland, die das zeigen sondern auch international.
00:45:29: Ja vielen Dank!
00:45:30: Bitte schön da gibt's doch eine Meldung.
00:45:32: Vielen Dank Stefan Seitz.
00:45:33: ich bin von der Firma Geschäftsführer der Firma.
00:45:35: Fünfzehn Minuten und wir sind ne Swarovski Family Holding und Swarowski steht ja hier in dem Fall nicht für die Kristalle sondern für Verkehr Mobilität also einer der größten Verkehrsmobilitätskonzerne der Welt.
00:45:50: es ist ja SWARCOS, Swarofski Company Und da komme ich ursprünglich her und deswegen komme ich aus der Mobilität, nicht aus der Immobilienbranche.
00:45:58: Wir haben uns auch tatsächlich inspirieren lassen mit dem Namen von An-Hidalgo weil wir mit ihr zusammen die ganze Verkehrsplanung und Umsetzung für die Olympischen Spiele gemacht haben.
00:46:09: also kann ich nur unterstreichen was sie auch gesagt hatten.
00:46:13: Mein Punkt ist der, ich kann glaube ich viel relativ klar zustimmen wenn ich jetzt mal rein aus der Mobilitätsbranche sehe oder aus den Themen heraussehe.
00:46:23: Wir brauchen sicherlich eine klare Umsetzung.
00:46:28: aus der Politik heraus sage ich mal wir brauchen mehr Infrastruktur.
00:46:31: aber mir kommt noch ein Punkt tatsächlich zu kurz und es Der Mensch und Sie hatten es am Anfang auch sehr erwähnt oder klar erwähnend.
00:46:43: Und da schließe ich jetzt als Autofahrer, muss ich ehrlicherweise sagen von mir auf andere.
00:46:49: Für mich ist ein Auto fahren eine Stück Freiheit.
00:46:51: Ich kann in mein Auto steigen wann ich will egal zu welchen Zeiten und kann dahin fahren wo ich will Und das ist einer der Kernpunkte, an den wir auch als Fifteen Minutes arbeiten.
00:47:04: Dass wir bedarfsgerechte Mobilität zur Verfügung stellen und bedarf es gerecht heißt eigentlich auch garantiert ich brauche ja ein Fahrzeug Das kann ein Fahrrad sein oder ich kann noch mal zu Fuß gehen klar aber eben nicht wenn ich Mal gucke ob auf der Straße eine Rolle oder einen Fahrrad steht oder ein Auto sondern Ich will das Ja Eigentlich Genau Dann Haben Wenn Ich's Wirklich Brauchen.
00:47:27: Es Kann Auch Kurzfristig Sein Und darum geht es bei Fifteen Minutes.
00:47:31: Wir transformieren tatsächlich Paargaragen, die heute monofunktional sind und Abstellplätze für Autos sind transformieren die letztendlich in Stadträume, die multifunktional sind und eben bedarfsgerechte Mobilität zur Verfügung stellen.
00:47:46: Und das denke ich mal ist ein wichtiger Punkt.
00:47:48: Ich glaube Sie hatten es schon erwähnt dass das wichtig ist eben... Sie hatten's anders glaub' ich gesagt als bedarbsgerecht aber eben dass für die Menschen eben die Mobilität da ist, die gebraucht wird.
00:48:01: Das kann man ja in verschiedenen Städten, also ich kann das jetzt nur aus Kopenhagen berichten.
00:48:05: Dass man sich so mobil durch die Stadt bewegt, dass man genau das Verkehrsmittel nimmt, dass jetzt im Moment mit einer App zusammen das pragmatischste ist und da weil Wasser ist gibt es auch das Schiff, das spielt dann noch eine Rolle, das Fahrrad spielt eine Rolle der Bus spielt ne Rolle.
00:48:21: also insofern gibt's hier Vorbilder die funktionieren.
00:48:24: bitte Eva weiß
00:48:26: Ja, ich glaube das größte Problem ist dass einfach der ÖPNV nicht funktioniert.
00:48:31: Also es gibt momentan in vielen Bereichen keine Alternative und deswegen weigern sich die Menschen auch aufs Auto zu verzichten.
00:48:39: ganz klar also wir haben die Diskussion häufiger und selbst wenn dann ein guter ÖPN V versprochen wird oder in der Entwicklung des gesamten Gebietes mit einkalkuliert wird, dann scheitert es an irgendwelchen Planfeststellungsverfahren und manchmal scheitern halt auch die Politik selbst.
00:48:57: oder die Verwaltung an der Politik, oder alle gemeinsam.
00:49:00: Weil man steht ja zum Teil in Hamburg muss man plötzlich doch Stellplätze bauen obwohl es gar keine Stellplatzsatzung gibt weil alle Angst haben vor diesem Kollaps der nicht funktioniert.
00:49:10: also wenn dann nachher der ÖPNV nicht funktioniert
00:49:13: und
00:49:21: wir wollen mobilitätsstarke Quartiere wirklich schaffen statt schaffen und versuchen die Leute von diesen Autos wegzukriegen.
00:49:30: Aber das Thema ist tatsächlich, dass die Politik und die Verwaltung an sich selbst nicht glaubt, das Verkehrschaos in den Griff zu kriegen über alternative Verkehrsmittel.
00:49:38: Und ich glaube, das ist der größte Knackpunkt wenn ich keine Alternative anbiete dann weigern sich die Menschen natürlich aus Bequemlichkeit auch auf das Auto zu verzichten.
00:49:48: man sieht es jetzt gerade wieder Die Bahn funktioniert nicht die Flieger streiken Schub die Wupp, ist das Chaos perfekt.
00:49:55: Was sagt Wissenschaftler Uter Bauer?
00:49:58: Ja wir haben auch eine Befragung bundesweit mit ImmuScout gemacht was umziehen der Haushalte also die umziehen wollen und wir haben sie dann nach dem Umzug nach ihren Bedürfnissen und Wünschen gefragt und da kamen auch raus.
00:50:15: Die meisten Haushalten suchen ein guten ÖPNV Anschluss und nicht dem Parkplatz vor der Tür.
00:50:23: Also das ist schon ein... dominanter Faktor, der für uns auch überraschend war und von daher kann ich das schon bestätigen.
00:50:31: Also ein verlässlicher ÖPNV ist neben der fünfzehn Minuten statt.
00:50:35: um nochmal darauf zurückzukommen dass ich sage jetzt mal das Mittel um einfach weitere Wege auch zurücklegen zu können wenn ich kein Auto habe und von da her ist das für viele Menschen schon einen ja Wichtig voraussetzt.
00:50:52: Auch weil das Auto ja was kostet, ist
00:50:54: ja ein großer Kostepaktor.
00:50:56: und wenn man sich durch vernünftigen ÖPNV-Anschluss zumindest mal das zweite Autosparte schon an erster Schritt getan?
00:51:02: Ja es bestätigt auch, dass wir eben schon herausgearbeitet haben, dass die Menschen ihr Verhalten viel stärker verändert haben als die Politik glaubt oder einen Meint reagieren zu müssen.
00:51:12: Da nochmal ganz kurz drauf, weil wir noch eine Meldung aus dem Publikum haben.
00:51:15: Das mit den ÖPNVA sind natürlich richtig aber wir haben nicht die Strukturen für einen ÖPNV.
00:51:21: Das sind Männer in Autos, die mit Geld was sie nicht gehört, Dinge bauen, die keiner versteht, was aber nicht auffällt weil sie keiner nutzt.
00:51:29: Und
00:51:30: das ist unser ÖPN-V und so wird auch strukturiert dass es Daseinsvorsorge ist das schlimmste was Deutschland sich sozusagen organisiert hat im Verkehr, weil das ist Resteverwertung.
00:51:39: Der ÖPNV ist Resteverwertung für die Leute, die kein Auto fahren können oder keinen Auto fahren wollen.
00:51:45: Und so sieht er auch aus.
00:51:46: Solange wir da keine Vision entwickeln wie man das anders macht, wie man dass wieder innovativer macht mit unternehmerischen Ansätzen und Verbindungsansätzen dann kann man vor allen Dingen die erste und letzte Meile ist das Problem.
00:51:58: Wir haben ja ÖPNF aber muss erst mal hin und werden raus.
00:52:01: Ich habe das sechszehn Jahre bei der Deutschen Bahn AG versucht, aber erfolgreich los!
00:52:05: Jetzt ist alles kaputt.
00:52:06: am Schluss, muss man sagen.
00:52:08: Und das müssen wir natürlich auch nochmals gehört und zu weit auch... sind wir alle!
00:52:14: Wir müssen da wirklich neu organisieren.
00:52:16: Wir müssen auch in der verkehrse Wende-Debatte gucken wo die Alternativen herkommen.
00:52:22: Wir haben ja gesehen mit dem neuen Euro Ticket so viel Emotionalisierung ist möglich.
00:52:26: ich hätte es nie gedacht.
00:52:28: Zwei Sechzehmillionen Tickets, das hätte ich nie gedacht.
00:52:30: dass Leute mit zwei Porsche der Garage sich plötzlich einen neuen Euro-Ticket kaufen gar nicht um zu fahren, aber um Teil einer Gemeinschaft zu sein.
00:52:39: Das geht!
00:52:41: Jetzt muss es nur umgesetzt werden und da müssen wir auch eine der Baustellen im wahrsten Sinne des Wortes bauen.
00:52:48: Da ist noch eine Meldung.
00:52:49: Erst da hinten und dann können Sie das Mikro nach vorne reichen?
00:52:52: Bernd, du darf von der Berlin-Up aber es ist nicht die Meinung Berlin-up vorsichtig sein.
00:52:56: Also mich jetzt sich zazieren als Berlin-UP.
00:52:57: also ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll und aufhören soll weil ich finde es schon sehr einseitig.
00:53:02: Ich bin Berliner in Kreuzberg geboren in Schöneberg aufgewachsen wohne jetzt in Rheininkendorf also kennen alles.
00:53:07: Berlin ist erstmal deutlich größer als die meisten Städte die genommen wird.
00:53:10: wir haben hier mehr Fläche Wir haben auch weitere Entfernung.
00:53:13: Ich fahre Auto, also ich nehme alles und das möchte ich auch weiterhin machen.
00:53:19: Und jetzt komme ich immer sicher diese grünen Parks die gezeigt werden schön.
00:53:23: Jetzt gehen wir mal nach Berlin Gräfekitz auch aber auch woanders.
00:53:26: Die Park sind verdreckt Angsträume.
00:53:29: Die U-Bahn ist verdrecked Angsträime.
00:53:31: Die Straßenbahn ist verdrackt Angstläume.
00:53:33: Fangen wir doch erst einmal an da die Leute zu ändern bevor wir die Autofahrer ändern.
00:53:38: Das wäre mein großes Problem.
00:53:40: Und nicht immer nur auf die Leute zum Machen.
00:53:43: Das wirtschaftliche Umfeld, will ich gar nicht sagen.
00:53:46: Es wird auch viel Wertschöpfung geschaffen mit Autos, Mitverkehr.
00:53:50: Das ist ja auch noch mal die Frage, wo holen wir dann die Wertschöffungen in Deutschland her?
00:53:52: Ist eine andere Frage aber es ist gar nicht so schlimm!
00:53:55: Es wird so emotionalisiert in Berlin.
00:53:58: lasst doch die Leute das machen was sie schon über hundert Jahre gehen.
00:54:01: lasst ihr zusammen leben und Sie werden auch einen gemeinsamen Weg finden.
00:54:04: Aber die ganzen leute bringt immer mehr Emotionen rein und jeder kämpft gegen den anderen.
00:54:08: dass muss auch wieder runter kommen.
00:54:10: Okay vielen Dank.
00:54:13: Ach
00:54:14: so, ja genau.
00:54:15: Bitte!
00:54:15: Ich habe gedacht hier wollte jemand schon reagieren
00:54:17: aber bitte?
00:54:17: Ja, damit ist mein Name rechtsanweit, aber ich nehme vorwiegend als Fahrradfahrer die Berliner Verkehrspolitik war.
00:54:23: Mich würde einfach mal interessieren wir diskutieren das ja relativ abstrakt einfach mal ein halbes Jahr nach vorne geguckt.
00:54:29: Sie sind jetzt Verkehrsenatorin oder Verkehrsenatoren im neuen Berliner Senat.
00:54:35: was wären denn Ihre ersten drei Maßnahmen die sie umsetzen würden konkret in Berlin?
00:54:40: Die Frage geht an wen
00:54:42: Ja, wer sich angesprochen fühlt.
00:54:46: Eigentlich an das gesamte Podium auch.
00:54:47: Wir können ja jeder eine Maßnahme nehmen dann... Also ich würde mir das Thema Tempo-Tempo-Dreißig vornehmen weil es einfach sehr viele Fliegen mit einer Klappe schlägt.
00:55:01: Das heißt die Sicherheit für Fußgänge zu Fußgehende steigt um das Dreifache Es ist viel leiser deutlich leiser und man hat auch viel mehr Fläche.
00:55:10: Also das wäre so meine erste Maßnahme anstatt es wieder zurückzutreten.
00:55:14: Flächendeckter oder da wo die STVOs jetzt zulässt, dass auch zu nutzen zum Beispiel auf Schulwegen.
00:55:24: Nimm ich auch eine Maßnahme?
00:55:26: Ich will das... Du nimmst mir meine Maßnahme!
00:55:30: Nur mal kurz zum Kollegen von vorhin.
00:55:32: Wir haben doch die Freiheit sie können doch alles tun.
00:55:34: Sie nimmt ihn doch keiner.
00:55:35: Wo nimmt Ihnen da irgendeiner die Freiheit, Ihr Auto zu bewegen?
00:55:38: Sie nehmen aber anderen die Freiheit.
00:55:40: Weil sie nämlich wenn sie kein Auto haben zum Beispiel ein Problem haben Flächenprobe.
00:55:46: Wenn man alles gut rechnet ist das Auto noch an Zweiundzwanzig Prozent der Verkehrsleistung nicht der Wege, es ist noch weniger die Verkehrs Leistungen.
00:55:56: Ehrlich gesagt zwanzigzehn Prozent der Wegen dafür braucht's aber achtzig Prozent der Fläche.
00:56:01: Achtzig Prozent der Fläche wird durch das ruhende und stehende Auto okkupiert.
00:56:05: So, was sagen denn die Leute, die kein Auto haben oder keinen Autofranterie?
00:56:08: So wäre meine Maßnahme!
00:56:10: Das
00:56:10: Parken
00:56:12: auf öffentlichem Grund – was allen uns gehört – wird einfach nicht mehr erlaubt sondern sie können natürlich parken zum Beispiel in den wunderschönen Kantgaragen wenn sie immer wieder hochgaragen nager werden oder Sie können natürlich in privaten Räumen natürlich parkern Selbstverständlich und Sie können dann auch wieder fahren, aber sie können nicht dauerhaft parken auf öffentlichem Raum.
00:56:33: Nicht für zehn Euro zwanzig, aber auch nicht für fünfhundert Euro gar nicht mehr!
00:56:36: Sie können B- und Entladen.
00:56:38: Und es geht nur für private Autos.
00:56:41: Dann können wir mal über die Autos reden, die gewerblich genutzt werden... Hundertzwanzig Milliarden, diese Frage kommt noch.
00:56:49: Hundert zwanzig Millionen kostet das MEV-System.
00:56:52: Sie taren wie alle Talen fünfzig einsechzig Milliarden dazu.
00:56:56: Sechszig Milliarden zahlen wir hier alle.
00:56:58: Das größte subventionierte Verkehrssystem ist der MEV.
00:57:03: Aber wir müssen nochmal
00:57:04: ganz kurz... Auch subventioniert aber nicht so hoch!
00:57:06: Wir haben noch zwei Antworten
00:57:09: für
00:57:10: potenzielle Verkehrsinatoren in Berlin.
00:57:12: So bitteschön, guter Bauer!
00:57:14: Ich wäre nicht so radikal alle Autos von den Straßen zu räumen sondern ich ja ja Parken der Autos Sondern ich würde die Gebühren Schraube Für das Bewohnerparken.
00:57:26: die würde ich Ja weiß nicht fünfhundert Nehmen wir mal drei.
00:57:30: Hundertsechzig Euro Im Jahr ist ein Witz für jemand, der ein Auto besitzt.
00:57:37: Aber was dann passiert?
00:57:39: Dauerparker Campingbusse, die weiß nicht einmal im Jahr bewegt werden oder zwei oder dreimal, die stehen einfach woanders bzw.
00:57:47: werden abgeschafft.
00:57:48: also es kommt Bewegung in das System und ich würde die Einnahmen.
00:57:53: jetzt kommen wir nämlich an den Punkt, den sie auch angesprochen haben.
00:57:57: das
00:57:58: spült
00:57:59: ordentlich Geld in die Kassen.
00:58:01: Das kann man zum Beispiel auch in den ÖV stecken, im sauberen und verbesserten ÖV der halt chronisch unterfinanziert ist.
00:58:10: Und man kann es auch in bessere und sichere Radwege und ja saubere Straßen insgesamt investieren.
00:58:19: Das wäre eine gute Investition von der alle Bürger was haben.
00:58:23: Und in die Richtung würde ich anfangen, dass wir dann vielleicht dahin kommen wo dann im öffentlichen Raum gar nicht mehr gepackt wird.
00:58:32: Ich glaube das ist aber trotzdem in Berlin schwierig weil sie müssen mal überlegen wir haben ja keine Packplätze auf privaten Grundstücken in den gründerzeitlichen Vierteln wenig.
00:58:44: es gibt keine Tiefgaragen Höfe, wo Massen haben.
00:58:49: Parkhäuser,
00:58:49: jene Menge Park.
00:58:50: Das ist in Paris aber
00:58:52: genauso.
00:58:52: Aber umverteilen und die Schrauben anziehen!
00:58:56: Also wir sind schon fast am Ende der Zeit.
00:58:58: Daniel Riedel jetzt noch, was würden Sie ändern wenn sie Berliner Verkässinator wären?
00:59:02: und eine Frage dann zum Abschluss?
00:59:04: Ich
00:59:04: würde darauf einwirken dass... also ich bin aber erst im Juni verfügbar.
00:59:17: Das wäre gar nicht wieder etwas für mich!
00:59:22: Auch für die, um mich damit mehr arbeiten müssen.
00:59:26: Aber eine radikale Reduktion der verpflichtenden Stellplätze, wenn die Bauträger die neue Wohnungen errichten, alternative Verkehrskonzepte nachweisen können?
00:59:36: Weil das ist einer der Grundübel, wieso zu wenig Wohnungen entstehen und nach wie vor zu viel Geld in der Erde vergraben wird.
00:59:46: Ja vielen Dank so!
00:59:46: Eine letzte Frage?
00:59:47: Ich hätte einen Gegenvorschlag oder vielleicht auch ne Gegenidee Weil eigentlich ist es ja so, Sie haben jetzt gesagt das meiste fensionierte Verkehrssystem wie auch immer.
00:59:57: Man muss natürlich sich auch immer fragen okay welche Steuern fließen alle ein?
01:00:00: Man könnte aber auch mal sagen um den allgemeinen Leistungswillen etwas anzukurbeln dass zum Beispiel netto Steuerzahler einfach frei parken Einfach aus dem Grund weil sie sowieso schon den Verkehrsraum bezahlen und mehr in die Einzahlen als die an öffentlichen Gütern zurückbekommen.
01:00:17: Das wäre doch eine Überlegung wert.
01:00:20: Möchte das diesen Vorschlag noch jemanden kommentieren?
01:00:23: Was ist denn ein Netto-Steuerzahler?
01:00:31: Ja,
01:00:33: ich
01:00:34: weiß.
01:00:36: Ja, aber die Rechnung kenne ich auch.
01:00:39: Aber die ist natürlich nicht realistisch.
01:00:42: An sich sage ich noch mal... Also das sind die Zahlen der Europäischen Union und die messen sozusagen alles was in die Erhaltungen des MEVs hineinkommt, was zum Bauen, zum Behalt und alles und was an direkten Steuern zahlen wie Mineral- und Steuer-, KFZ-Steuer und noch ein paar indirekte Steuen, die werden dann... Die Umsatzscheue werden natürlich entsprechend verteilt auf die entsprechenden Sachen.
01:01:06: der absolute Menge an Subventionierung des MEV die absolut größte Zahl.
01:01:11: Die Relation ist beim öffentlichen Verkehr, da gebe ich ihn völlig rechtlich noch höher.
01:01:16: Die Religion ist dort noch höher.
01:01:18: bei dem MEV sind wir bei sechzig-vierzig.
01:01:21: also vierzig wird selber bezahlt.
01:01:22: Sechzig wird dazu geschossen.
01:01:24: Beim in Deutschland sind wir beim ÖPNV gerade jetzt gerade gestern gemessen bei nur noch neunzehn Prozent selbst bezahlt und der Rest wird steuerlich dazugegeben.
01:01:33: das heißt dass da gebe Sie können sich drehen, wie sie wollen.
01:01:38: Wir zahlen alle schön dafür!
01:01:40: Ja wir zahlen alles schön dafür, super Schlusswort!
01:01:43: Wir sind nämlich schon
01:01:43: fast über die Zeit!
01:01:51: Vielen lieben Dank dass Sie mit diskutiert haben.
01:01:54: Wir verabschieden uns jetzt hier aus der Runde und diskutieren natürlich weiter mit Zahlen, mit Häppchen ein bisschen was zu trinken.
01:02:00: Schön das Sie unsere Gäste sind.
01:02:01: noch einen schönen Abend
01:02:03: Danke.
01:02:04: Und
01:02:05: damit klinken wir uns aus!
01:02:07: Das war unsere Live-Podcastfolge im Rahmen der Veranstaltung
01:02:12: Buwok
01:02:12: im Gespräch, aus dem Ludwig Erhardhaus in Berlin.
01:02:17: Alle weiteren Folgen auch unsere live Folgen zu verschiedenen Themen finden sie überall aus Podcasts gibt und auch in den Show Notes mit ergänzenden weiterführenden
01:02:29: Links.
01:02:30: Am besten natürlich.
01:02:31: abonnieren Sie diesen Podcast, dann verpassen
01:02:34: sie kein weiteres
01:02:36: Thema mehr.
01:02:37: Und das war's für heute am Mikrofon bei Michel
01:02:40: Diwe.
01:02:40: Das war glücklich wohnen der Buwok Podcast überall wo es Podcasts gibt und auf buwok.de.
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