#84 Bauen im menschlichen Maßstab

Shownotes

Was macht Architektur menschlich? In dieser Folge von „GLÜCKLICH WOHNEN – der BUWOG Podcast“ sprechen wir mit dem Architekten, Gründer und Filmemacher Jakob Dunkl von querkraft Architekten über menschlichen Maßstab, mutige Stadtentwicklung und "poetischen Pragmatismus". Jakob Dunkl erklärt, warum Architektur nicht nur funktionieren, sondern Menschen Raum geben sollte. Sieht es nur toll aus, oder dient es dem Menschen? EIn Interview über zeitgemäßen Wohnungsbau, urbane Dichte, gelingende Nachbarschaft, Grün in der Stadt und die Frage, wie Gebäude über ihre eigentliche Nutzung hinaus wirken können. Beispiele wie der innerstädtische IKEA in Wien oder soziale Wohnhochhäuser zeigen, wie Architektur Begegnung ermöglichen, Stadtraum verbessern und Identifikation schaffen kann. Außerdem spricht Dunkl über emotionale Nachhaltigkeit, die Idee einer konsequenten Slow City, das Projekt MANYTREES und den Mut, Regeln zu hinterfragen. Sein Blick auf Architektur ist pragmatisch und zugleich poetisch: Gebäude sollen den Menschen dienen und Städte lebenswerter machen. Weitere Infos zum Thema: querkraft Architekten: Projekte ARTE-Reihe: „Meine Stadt“ von Jakob Dunkl Umgestaltung versiegelter Flächen mit Bäumen: MANYTREES BUWOG Podcast Folge 43: Hortitecture, Pflanzen und Architektur BUWOG Podcast Folge 74: Nachverdichtung und Zukunftskonzepte fürs Einfamilienhaus


Weitere Infos zum Thema:

querkraft Architekten: Projekte
ARTE-Reihe: „Meine Stadt“ von Jakob Dunkl
Urbanes Begrünungssystem für versiegelte Flächen: MANYTREES
BUWOG Podcast Folge 48: Hortitecture, Pflanzen und Architektur - Interview mit Prof. Almut Grüntuch-Ernst
BUWOG Podcast Folge 74: Zukunftskonzepte fürs Einfamilienhaus. Interview mit Prof. Dr. Christina Simon-Philipp


Moderation: Michael Divé
Technische Realisation: mmedien GmbH

Transkript anzeigen

00:00:00: Wie gelingt ein menschlicher Maßstab im Planen und Bauern?

00:00:04: Und warum braucht es Mut für lebenswerte Städte?

00:00:08: Dazu spreche ich mit dem Architekten, Gründer- und Filmemacher Jakob Dunkel von Querkraftarchitekten.

00:00:16: Was heißt jetzt dieser menschliche Maßstabe?

00:00:17: Das heißt das wir in jeder Situation immer fragen ist es nur cool oder hübsch was uns gerade jetzt in den Moment eingefallen ist oder dient es Menschlicher Maßstab, das heißt einfach Menschen Raum geben.

00:00:31: Und zwar im Wohnbau auch in der urbanen Dichte.

00:00:35: Auch urbane Dichte, wenn wir in kleinen engen italienischen Gassen in Siena unterwegs sind ... Der wird das lieben!

00:00:42: Das Dichte ist nicht immer schlecht.

00:00:44: Bauende menschlichen Maßstaben, mutige Architektur für lebenswerte Städter.

00:00:49: Unser Thema

00:00:50: jetzt.

00:00:51: Glücklich

00:00:52: wohn'n

00:00:53: der Buwock

00:00:54: Podcast.

00:00:55: Herzlich willkommen.

00:00:56: ich bin Michelle Diwee.

00:00:57: Heute geht es um Bauen im menschlichen Maßstab und darum, warum Planende und Bauende Mut brauchen.

00:01:06: Und warum wir mutige Architektur für lebenswerte Städte brauchen – was das vielleicht ist?

00:01:12: Zu Gast ist Jakob Dunkel der nicht nur Architek ist sondern auch Unternehmensgründer, Filmemacher, er leitet das Büro Querkraft lebt in Österreich und Schweden, hatte zuletzt auch eine Gastprofessur in Prag.

00:01:29: Geprägt hat er den Begriff poetischer Pragmatismus.

00:01:33: also es gibt vieles zu besprechen.

00:01:35: herzlich willkommen Jakub Dunkel!

00:01:37: Das freut mich sehr.

00:01:38: ich freue mich dass ich hier im Podcast zu Gast zählen darf.

00:01:42: Ja wir sind gespannt.

00:01:44: sie sind auch gerade zugeschaltet.

00:01:47: aus Schweden haben wir festgestellt

00:01:50: Ja, es ist Fernbeziehung und dadurch bin ich ein Drittel meiner Lebenszeit in Schweden.

00:01:56: Und das wird auch immer mehr werden weil jetzt sind meine Kinder schon aus dem Haus und sagen Papa du bist frei da verändert sich was.

00:02:06: Also es gibt vieles zu besprechen, was Ihren Ansatz angeht.

00:02:10: Menschlicher Maßstab ist heute unser Thema.

00:02:14: Sie haben mal gesagt wir brauchen mehr Menschlichkeit und Subjektivität in unserer Architektur.

00:02:22: Klingt kompliziert meint Was?

00:02:25: Ja ich muss dazu zu allem immer etwas folgt sagen das ist ein Streben nach etwas.

00:02:29: Das heißt dass man dann auch einmal überrascht ist Menschen das anders sehen.

00:02:34: Vielleicht aber wir unglaublich stark nach einem menschlichen Maßstab streben, wie wir unser Büro in den Hundert und Achtund Neunzig gegründet haben und mal lange überlegt was sind denn wirklich jetzt die Ziele?

00:02:46: Die ganz genauen Ziele, die wir anstreben?

00:02:48: und plötzlich am Schluss langer Diskussionen war einfach der Mensch.

00:02:53: und dann haben gesagt so platt!

00:02:55: Das kann ja gar nicht sein.

00:02:57: Haben aber trotzdem das wirklich festgehalten gesagt Mensch Vorarchitektur vor Geld.

00:03:05: Das heißt, wir haben diesen Drei-Klang auch weiter beibehalten und nie gesagt, so haben wir es zum Beispiel gleichrangig behalten.

00:03:13: Nein!

00:03:14: Wir haben gesagt Mensch ist am wichtigsten dann die Architekturt, dann das Geld verdienen.

00:03:18: Das Interessante ist dass sich das sehr gut sogar bis ins Geld verdient eigentlich umgeschlagen hat in unserer Branche ja nicht so ohne Dass wir eigentlich auch stabilwirtschaftlich unterwegs sind.

00:03:31: Und was heißt jetzt dieser menschliche Maßstab?

00:03:33: Das heißt, dass wir in jeder Situation immer fragen ist es jetzt nur cool oder hübsch, was uns gerade jetzt im Moment eingefallen ist.

00:03:42: Sondern dient das den Menschen?

00:03:45: Ist es wirklich so, dass die Menschen Freude haben?

00:03:48: dazu fallen mir Beispiele ein besonders aus dem geförderten Wohnbau.

00:03:52: Wien hat ja dieses dieses einzigartige war auch in einem ihrer Podcasts, geförderte Wohnungen haben.

00:04:01: Also, sechzig Prozent der Wiener in geförderten Wohnungen leben und wir auch Tausende mittlerweile geplant haben in unserer Laufbahn.

00:04:10: Und da war zum Beispiel ein Wohnbau wo wie gesagt die Geländer Der Balkone haben drei Elemente.

00:04:20: das ist Sichtschutz Die Leute wollen das immer dass man nicht so sehr auf den Balkon schauen kann.

00:04:25: Ein Pflanztrog Der Außen hängt und nicht nur einer, es waren also meterlange Sichtschutzplanen mit Ösen die man so durchfädeln kann.

00:04:34: Pflanzdröge und aber jetzt kommt Wäschegestelle die nach außen hängen am Balkon wo man uns im Sommer seine Bettwäsche aus runterhängen lässt oder auch wenn man hübsche Unterwäsche hat vielleicht das nach innen klappt dass man das von außen nicht zu sehr sieht.

00:04:51: Also wirklich nachzudenken, was könnten den Menschen wollen und das haben die Menschen begeistert aufgenommen.

00:04:57: Und dadurch ist es ein No-Design sondern das Haus ist einfach lebendig geworden.

00:05:01: Der Bauträger wollte kurz vor der Eröffnung die Wäsche stehen da nicht machen.

00:05:04: diese Wäschegestelle hat gesagt sieht ja dann aus wie in Italien worauf wir gesagt haben Das wäre doch toll!

00:05:11: Ein anderes Element ist auch dass wir bei einem Wohnungsbau Ganz einfache Schellen, also so Befestigungsschellen rund um einen kleinen Pflanzdruck an den Balkonen befestigt haben.

00:05:24: Da war der Kostenpunkt ein Euro pro Stück.

00:05:27: und den Menschen im ersten Mieter kennenlernen Gespräch, dass wir eingefordert haben als Architekten gesagt haben das ist nur der Start.

00:05:37: Bitte macht euer Haus grün-grün wie ihr wollt.

00:05:40: dann hat einer die Hand gehoben und gesagt wir haben ja lauter graue Tröge und Pflanztröge in unseren Darstellungen aber auch Terracottafarben oder irgendwas.

00:05:52: haben wir gesagt ja sicher natürlich!

00:05:54: Der war ganz erschrocken dass Architekte nicht so eine Design Ebene haben.

00:05:57: Wir haben gesagt je bunter desto besser.

00:06:00: Also das sind so Dinge oder ein sozialer Wohnbau als hundert Meter hoch aus in Wien, wo wir gesagt haben die... Das Briefing lautete machte die Gemeinschaftsräume.

00:06:10: Die waren nämlich gefordert sowie Kinderspielraum und Waschküche und solche Dinge nicht im fünften Stockwerk auf einer Ebene über einem Einkaufszentrum sondern macht sie übers ganze Haus verteilt.

00:06:25: Im dreißigsten Stock, im zwanzigsten stock einen Kinoraum im zwölften Stock.

00:06:29: Das heißt, du liebst vielleicht im dritten Stock eines riesigen Hochhauses.

00:06:33: Aber du gehst mit deinem Kind im zwanzigsten Stock spielen und hast einen Ausblick übers Land.

00:06:38: Also das sind so Dinge die uns interessieren.

00:06:40: einfach menschlicher Maßstab könnte man es nennen ja?

00:06:43: Also menschlicher Maßstab kann heißen, dass ich dafür sorge, dass Menschen einander begegnen.

00:06:49: Über Etagen hinweg über soziale Schichten hinweg, über Einkommensniveaus hinweg.

00:06:55: das wäre ein erstes.

00:06:56: Menschlicher Maßstäb heißt nicht klein sondern funktioniert auch in großen vertikalen Quartieren-Stichworturbane Dichte Fragezeichen?

00:07:05: Ja ganz sicher.

00:07:06: also.

00:07:06: das heißt überhaupt nicht jetzt nur klein im in der Größe menschlichen Maßstabs sondern es heißt einfach Menschen Raum geben, und zwar im Wohnbau auch in der urbanen Dichte.

00:07:19: Auch urbaner Dichte, ich meine wir werden in kleinen engen italienischen Gassen in Siena unterwegs ist.

00:07:25: Der wird das lieben.

00:07:26: also das Tichte ist nicht immer schlecht.

00:07:30: Und menschlicher Maßstab heißt aber auch Wir haben ein Museum gemacht für moderne Kunst Für einen Kunstsammler mit acht tausend Quadratmeter Ausstellungsflächen haben uns gefragt, wie schaffen wir es?

00:07:43: Dass die Besucher ihnen sich nicht klein fühlen und sich denken mein Gott was habe ich doch für ein abendsälliges Leben gegen diesen erfolgreifen Kunstsammler.

00:07:53: Sondern dass du reingehst und dich fühlst wie in einer Werkstatt und das auch irgendwie ganz lebendig fühlste.

00:08:01: und das ist doch etwas sehr Eindrucksvolles.

00:08:03: dieses Museum.

00:08:03: also menschlicher Maßstab kann ganz vieles heißen.

00:08:06: Das heißt aber auch, dass Architektinnen und Architekten die menschlichen Maßstab bauen wollen, planen wollen.

00:08:13: Nicht nur die eigene Brille auf haben sondern immer wieder auch reinschlüpfen in Nutzende, Kinder, Erwachsenen, ältere Menschen, Kinobesucher oder Museumsbesucher also ganz viele Brillen aufsetzen können, verschiedene Hüte aussetzen

00:08:31: Absolut.

00:08:32: Und ich glaube, da bin ich auch nicht alleine mit meinem Büro, sondern das tun schon sehr viele Architekten gut.

00:08:38: Ich glaube wir sind eine Branche wo man sich sehr anstrengend und oft auch mal unterschätzt wird weil man sagt früher war alles besser so die historische Architektur und dann übrigens vergisst es.

00:08:49: also heute hat jede Wohnung einen Balkon der die neu gebaut wird.

00:08:54: Das gab's vor hundert Jahren nicht!

00:08:56: Also wir haben durchaus diese Brille auf verschiedene Menschen.

00:09:00: Und eines war zum Beispiel unglaublich inspirierend, in wem gibt es ja den weltweit einzigen autofreien IKEA mitten in der Stadt?

00:09:08: ein Riesending gegen das Konzept der IKEA Headquarters im Norden.

00:09:15: durchgesetzt wurde von IKEA Austria.

00:09:18: die haben drei Jahre lang darum gekämpft dass sie einen innerstädtischen IKEA bekommen wo du alles siehst, alles berühren, alles riechen und angreifen kannst.

00:09:26: Und am nächsten Tag kommt dann das Sofa mit dem Elektro-Truck zugestellt, aber du kannst deine Kerzenheit ans Besteck und die Schöpfel aus der Tiefkühltruhe auch sofort mitnehmen.

00:09:37: Dieses Gebäude hatte im Briefing einen wahnsinnig inspirierenden Satz We want to be a good neighbor!

00:09:46: Und dann haben wir die Brille aufgesetzt des Nachbarn.

00:09:48: Was kann denn ein Nachbar, der dagegen über oder daneben wohnt von einem Haus wollen?

00:09:53: Ist es jetzt ein Haus das rosa ist oder aus Holz oder aus Beton?

00:09:58: und dann lieben's die Leute als große oder kleine Fenster?

00:10:03: In der Diskussion wird gesagt eine Sache können sie geben Menschen mögen grün mögen Bäume Hundert Wasser hat er in Wien seine Spuren hinterlassen.

00:10:13: und lasst uns doch ein Haus bauen, wo?

00:10:16: am Ende waren es einhundert siebzig Bäume die auf Dach- und Fassaden untergebracht sind.

00:10:22: Die auf dem Grundstück nicht Platz gehabt hätten weil Sie einfach nur als vertikale Verteilung auf diesen vier Fassade.

00:10:30: das Ganze ist eigentlich wie ein riesiger Würfel mit ca.

00:10:32: sechzig mal sechszig Meter und vierzig Meter hoch.

00:10:35: Und da sind die die Bäume verteilt worden.

00:10:38: und jetzt kommt's Hatten wir da die Brille des Nachbarn richtig auf oder gut auf?

00:10:44: Ja, offensichtlich.

00:10:45: Weil ein Monat vor der Eröffnung des Gebäudes damals auf LinkedIn einen Fanclub aufgepoppt ist von einem Professor-Doktor Mikrobiologe und ich habe den dann angetextet.

00:10:57: er war Präsident des Fanclubs ob das ein IKEA Marketing Gag ist und er sagt Nein!

00:11:03: Die wissen überhaupt nichts davon.

00:11:04: Er ist Nachbar und er liebt das Gebäude.

00:11:06: Das ist ein Fanclub fürs Gebäude nicht für die Marke.

00:11:10: Und das hat mir dann schon wahnsinnig viel gegeben, also dass man wirklich Menschen glücklich machen kann mit einem Haus.

00:11:15: Das habe ich fast nicht zu offen gewagt.

00:11:18: Ich wollte gerade sagen es ist ja üblicherweise so, dass von Nachbar neue Bauprojekte auch kritisch beäugt werden.

00:11:26: Da wird vielleicht die Sicht verbaut da entsteht zusätzlicher Verkehr und da wird irgendwie das Umfeld verändert auf eine Weise wie man's bisher noch nicht hatte.

00:11:36: Ja sogar wir haben mal bei einer Bauverhandlung wie das in Österreich heißt, glaube ich da schon auch.

00:11:42: Den Fall gehabt haben wir eine Haus sehr grün gemacht also wirklich mit echtem Grün.

00:11:47: wieder Bäume ranken die Pflanzen auf den Fassaden und ein Nachbar hat gemeint stört ihn dann des Laub im Herbst dass da herum Wirbelt und vielleicht auch auf seinem Balkon fliegt.

00:11:59: Also man kann es nicht allen Leuten recht machen Das muss man schon sagen.

00:12:03: Aber damit sind wir ja eigentlich schon beim Thema Mut und mutige Architektur.

00:12:08: Sie haben den weltweit ersten autofreien Ikea beschrieben, wo auch die Lokalverantwortlichen gegen die Firmenzentrale offensichtlich was durchsetzen mussten.

00:12:20: Und sie mussten... Also sie haben aber auch einen Entwurf vorgelegt, wo sie die Gebäude kannte bis gar nicht an den Rand des Grundstücks ziehen.

00:12:28: also auch ökonomisch Mutiger Sinn, Fragezeichen?

00:12:33: Ja das klingt auf den ersten Blick ja so dass man es auch nicht kaum durchsetzen kann gegen einen Auftrag geben.

00:12:39: Dass man so ein Kubikmeter weg nimmt weil man vier eineinhalb Metern allen vier Seiten zurück gerückt ist.

00:12:48: und man stelle sich das jetzt vor wie ein riesiges weißes Regal rund um diesen warmen Gebäudekern denn eigentlich ein Würfel gibt es dieses vierenhalb Meter Regal auf dem Bäume stehen, aber auch Balkone und Raumerweiterungen.

00:13:03: Warum sollte ein Auftaktgeber so viel verschenken?

00:13:06: Das war der Trick, dass wir gesagt haben, wir quetschen noch einen Geschoss mehr hinein in die Bauhöhe.

00:13:13: Und das war wahnsinnig schwierig!

00:13:14: Ein zusätzliches Geschoss ging über alle acht anderen Wettbewerbsteilen im Architekturverfahren.

00:13:21: Und durch das eine Stockwerkmeer haben wir so viele Quadratmeter gewonnen, dass wir es gab nämlich auch eine Obergrenze an Quadratmetern die die Stadt Wien festgelegt hatte.

00:13:32: Das wird dann einfach den Würfel kleiner machen konnten und das war in dem Fall dann auch sehr plausibel für den Auftraggeber offensichtlich im Wettwerbsverfahren.

00:13:43: aber ein anderes Beispiel vom Mut fällt mir ein, das war schon sehr kritische Entscheidungen in einem Architekturwettbewerb, nämlich dieses Museum von dem ich schon sprach.

00:13:56: Ein Museum eines Privatsammlers in der Middle of Nova Land im Kärnten, in den grünen Bergen und er wollte ein Landmark.

00:14:06: Und zugleich aber einen unglaublich niedrigen Baukosten wollte er.

00:14:11: Unsere Entscheidung war, das Objekt des einzugraben nicht sichtbar zu haben.

00:14:17: Nur fünf Prozent des Volumens sind extrem prägnant, auch mit einer Auskragung über eine Bundesstraße wo das Ding zwanzig Meter raus hängt und die neue Züricher getitelt hat Fizcarraldo an der Drau.

00:14:32: Weil der Fluss Drau dort ist und der Kunstsammler sich ein verrücktes Museum so wie in dem Film Fiz Carraldo von Werner Herzog das Oppenhaus im Dschungel gewünscht hat.

00:14:43: Also es war spektakulär.

00:14:45: eine Landmarker weil man sieht aber es ist wenig sichtbar.

00:14:48: War sehr mutige Entscheidung

00:14:50: Also eine eingebuddelte Landmark quasi.

00:14:54: Ja, wo man wirklich nur das Highlight sieht?

00:14:56: Wenn wir nochmal bei dem IKEA den Sie beschrieben haben Nutzungsmischung ist ja auch etwas was viele Gebäudeigentümer eigentlich nicht so gerne sehen weil es eben kompliziert ist unterschiedliche Bedürfnisse Zielkonflikte.

00:15:10: nun haben sie bei dem autofreien IKEA keine Autos aber ein integriertes Hostel.

00:15:17: Das stellen wir uns kompliziert vor.

00:15:20: Wie plant man das und wie wissen Sie, wie es auch dann bewirtschaftet wird?

00:15:24: Ja, mal vorneweg die Nutzungsmischung ist wirklich... Ich würde fast sagen der Konsens, die Ergungen schafft unserer jetzigen Jahrzehnte.

00:15:34: weil es gab einem einstmals die sogenannte Karte von Arteen wo Architekten total nachvollziehbar und schlau und richtig gesagt haben, trennen wir doch gestinkende Industrie vom von der Erholung, von der Kunst und Kultur.

00:15:49: Die Büros drinnen wir in ihren Vierteln vom Wohnen und man hat völlig übersehen dass es dann erstens tote Viertel zu bestimmten Uhrzeiten gibt und das es unglaublich viel Verkehr gibt.

00:15:59: Und jetzt ist mir draufgekommen die Nutzungsmischung einmal rein im Urbahnen einfach das innerhen Bezirk... vieles vorhanden ist, alles vorhandenes gemischt.

00:16:10: Ist wahnsinnig wichtig und das sogar in einem Gebäude... Also es gibt zum Beispiel auch in Wien ein sehr großes Kaufhaus Pickenklappenburg.

00:16:19: Das ist einfach ein großes Gebäud von David Chipperfield.

00:16:23: Da kann der super Ridekt nichts dafür.

00:16:25: Das ist aber am Sonntag zu!

00:16:27: Aus Tod steht einfach riesige Kiste da.

00:16:30: Und IKEA hat eben diese Nutzungsmischung.

00:16:33: Erstens unten die Geschäfte drin sind, die vorher in diesem Standort auch waren.

00:16:38: Das ist ein Hörgeräteladen, einen Friseur, ein Bäcker und eine Apotheke.

00:16:45: Und die haben die nicht rausgeschmissen und abbezahlt und ausbezalt, sondern gesagt okay, die lassen wir im Erdgeschoss.

00:16:51: Und zweitens haben sie dann im Wettwerb gesagt lasst uns lieber Architekten irgendwelche Quadratmeter für entweder Büro oder Hotel auch oben... wahrscheinlich oben zur Verfügung stellen.

00:17:04: und erst in der zweiten Stufe des Architekturwettbewerbs hat man dann entschieden, es wird ein Hotel.

00:17:10: Dass das ein Hostel wird war glaube ich erst nach dem Wettbewebs Erfolg.

00:17:15: da hat man sich einfach mit einer großen Hotelkette zusammen getan die einen Hostelprinzip umgesetzt haben dass so eine Mischung ist aus Hotel und Hostel.

00:17:25: Und jetzt kommt das allerwitzigste.

00:17:27: kaum hatten wir den weltwert gewonnen.

00:17:29: mit dem hostel auf der obersten ebene in diesem etwas gequetschten raumhöhen konzept hat man gesagt so könnt ihr das auf zwei geschossene umsetzen.

00:17:39: und wie gesagt um Gottes will ein hostel horizontal auf einem fünftig mal sechzig meter grunt riss.

00:17:45: Wie sollen das gehen?

00:17:46: Haben sie aber geschafft, mit eingeschnittenen kleinen lichthöfen die komplett begrünt sind also in der unteren Ebene bis kommt so ganz grünes licht im sommer durch.

00:17:56: Und da haben wir jetzt immerhin三hundertfünfundvierzig Betten und auf dem Ikea.

00:18:01: Es brennt sozusagen die ganze Nacht durch dort Licht, weil Hostel sind natürlich auch Zielgruppen.

00:18:07: Da gibt es auch Party und alles.

00:18:09: also das tut der Stadt ganz ist sehr, sehr wichtig.

00:18:13: Ich sage mir so ein urbanes Projekt statt Wiener übrigens auch diesem Auftraggeber etwas.

00:18:20: Also da wurde auch verhandelt und es wird ein städtebaulicher Vertrag gemacht dass die Kette Die Möglichkeit dann sagt, okay wir müssen der Stadt Wien eine offene öffentliche Dachkarasse geben.

00:18:34: Die ist auch außerhalb von Eker-Öffnungszeiten ohne Konsumationsverpflichtung zugänglich.

00:18:40: also ich spreche über Dinge die gar nicht... Wir Architekten jetzt irgendwie uns ausgedacht haben, die aber so unglaublich wichtig sind.

00:18:47: Also Architektur Urbanismus ist mehr als nur die Ideen von Architekten.

00:18:52: das waren auch tolle Politiker am Werks Und übrigens auch ein Auftaktgeber, das hat mich schon überrascht.

00:18:58: Der in jedem Projekt vorkommenden Krise, wo man mal irgendwie sagt's Budget läuft langsam davon gesagt hat Liebe Architekten habt ihr Ideen um noch was zu sparen?

00:19:11: Es gibt null Tabus aus seinem einzigen Tabu.

00:19:14: und dann haben wir gedacht Was kommt jetzt?

00:19:17: Das Tabu war die Bäume.

00:19:18: Wir wollen alle Hundertseptzig Bäume.

00:19:20: Jeder andere Auftakt Geber hätte gesagt macht bitte Wanderings mit halb soviel Bäumen.

00:19:25: Und die haben viel Geld

00:19:26: gekostet.".

00:19:27: Also, da man sich angucken und funktioniert heißt aber auch im Betrieb wenn ich sage im Erdgeschoss ist kleinteiliger Handel dann habe ich einen Ikea, darauf ist ein Hostel Ich hab einen Begehter Bargedachterrasse.

00:19:43: Dann hat man es immer auch mit Zielkonflikten zu tun.

00:19:47: Hundert Prozent!

00:19:48: Noch dazu übrigens direkt neben einem Bahnhof.

00:19:52: und das Publikum in Bahnhöfen haben wir sich vorstellen.

00:19:57: Wir hatten auch eine Treppe, wie gesagt aber auf die Dachterrasse muss ich nicht unbedingt mit dem Lift drauf fahren, lasst uns die Leute doch aktiv animieren, dass sie sogar die Außentreppe verwenden, Außentreppe nämlich!

00:20:09: Und das zum Beispiel ist dann schon leider gescheitert, dass man da so viel Treck und sowas unten hatte, das einfach keinen Spaß gemacht hat... Wobei ich sagen muss, dass wiederum das Gebäude selber in Bahnhofsnähe die Gegend extrem nach oben gebracht hat.

00:20:27: Also direkt gegenüber des Bahnhof ist jetzt plötzlich ein gutes Hotel entstanden mit einer Küche von Ottolenghi gekommen ist.

00:20:41: Das heißt es wird dort nie entstanden.

00:20:43: Architektur zieht auch was an.

00:20:45: so Das ist ja immer ... Churchill hat schon gesagt, first we shape our buildings.

00:20:52: Buildings shape us!

00:20:53: So das heißt also

00:20:54: auch

00:20:54: die Städte werden geformt durch die Eingriffe, durch die Editeure.

00:21:00: Nun haben Sie ja gerade schon darauf hingewiesen dass die Kata von Athen mit ihrer Mobilitätsidee ja ganz maßgeblich unsere Städthe geshaped hat, geformet hat nämlich eine Funktionstrennung vorgesehen hat.

00:21:14: Sie haben ja auch eine Vision für die Mobilität der Zukunft und sie haben es so formuliert, dass sie sich eine Slow City vorstellen.

00:21:24: Die aber nicht bei fünfzig kmh oder bei dreißig kmh ist sondern bei zehn kmh.

00:21:31: was hat sie dazu gebracht?

00:21:34: Es ist ein ganz schlechter Erkenntnis das wir eine Mobilität haben in ihrer Erfindung wahnsinnig faszinierend war.

00:21:44: Also ich muss sagen, ich selber habe auch mit achtzehn Jahren mir einen gebrauchten BMW gekauft und fand Autofahren ganz super!

00:21:52: Und es ist ja auch unglaublich faszinerend das möchte niemand absprechen.

00:21:56: aber die Mobilität, die Automobilität hat auch ganz viel kaputt gemacht nämlich nicht nur am Land wo plötzlich die Ortszentren sterben und an den Kreisverkehren dann halt irgendwelche Fachmarktzentren sind und mein Hüchsen noch seinen Kaffee nicht im Wirtschaftshaus trinkt oder sein Bier, sondern bei der Tankstelle.

00:22:14: Also verrückt eigentlich!

00:22:16: Und in den Städten hat Mobilität doch sehr viel ruiniert.

00:22:21: Wir sind zum Beispiel eingeladen für eine Ausstellung in Stuttgart über die Zukunft des Wohnens einen Beitrag zu liefen.

00:22:28: Werner Sobek macht diese Ausstellung.

00:22:30: Unser Ausstellungsbeitrag könnte der sein dass wir nur ein einziges Schall dem Fenster in unserer Nische haben und wenn du es öffnest, ist die B-Fürze in Stuttgart die Laute dahinter zu hören.

00:22:44: Und wenn du das zumachst, ist es wieder zu.

00:22:47: Es steht irgendwie wohnender Zukunft und es steht... ...Zwanzig, siebenundzwanzig braucht man noch Schalldämmfenster?

00:22:55: Zum Nachdenken!

00:22:56: Warum haben wir Schalldammenfenster?

00:22:59: nicht?

00:22:59: weil uns das Vogelgezwitscher so lästig ist oder das Brumme in einer Hummel das Blätter raschen.

00:23:06: Es ist nur wegen unserer Fahrzeuge, unsere falsche Mobilität und es ist schon sehr traurig.

00:23:13: Das ist nur der Lärmfaktor von dem ich klatsprach.

00:23:16: Ich spreche noch gar nicht von alldem Leid was passiert doch Unfälle, ich spreche nicht von Energieverschwendung.

00:23:23: Und jetzt kommt's dass ich sage Slow City wäre ein Konzept wo man von der Innenstadt ausgehend langsam erweiteremt.

00:23:32: Also ich nehme einfach Wien, weil das ist so einfach.

00:23:35: Das ist einmal der erste Bezirk die Innenstadt mit der Ringstraße rundherum und dann kommt der nächste Ring der sogenannte Gürtel.

00:23:44: also dass man langsam von der Mitte aus strahlen die Städte komplett verkehrsberuhigt und zwar in einer Weise wo man Schrittgeschwindigkeit vorschreibt und zwar streng reguliert wenn Fahrzeuge zu schnell sind als zehn km oder so denn gibt es harte Strafen?

00:24:02: weil dann kann ich alles abmontieren was unnötig ist.

00:24:06: Jede Ampel, jeden Zebra Streifen wegfräsen jede Markierung jedes Verkehrschild ausweg tschüss es gilt nur noch rechts vor links und Schrittgeschwindigkeit.

00:24:17: wir sind alle gleichrangig und plötzlich würden Menschen wieder diagonal über eine Straße gehen dürfen.

00:24:24: Wir haben's doch völlig verlernt dass wir Wir gehen ja wie die Lemmings, wie die Roboter gehen wir im rechten Winkel über Straßen warten bis das grüne Männchen auftaucht auch wenn kein Auto weit und breit ist.

00:24:35: Völlig verrückt!

00:24:36: Autogerechte Stadt.

00:24:38: Wir müssen wieder lernen eine Stadt zu haben wo man miteinander auskommt.

00:24:42: Wo Fahrzeuge dann halt ... wo man sich dann denkt okay dann fahre ich halt nicht quer durch die Stadt mit meinem Auto sondern darf nur mehr am Wochenende und nehme U-Bahn an die Straßenbahn oder mal auch ein Taxi Weil es immer wieder vorkommt, ja, Einsatzfahrzeuge dürfen schon schneller fahren.

00:25:00: Die Feuerwehr kann schon mal durchbrausen.

00:25:02: Aber das ist ein irres Konzept!

00:25:04: Unglaubliche Lärmreduktion, unglaublich reduktion an Unfällen... Ich rede jetzt noch nicht von diesen Wahnsinnsunfällen die da passieren wenn irgendwelche Fünfhundert-Bass Autos durch Städte fassen.

00:25:18: und eines vielleicht zum Nachdenken Alles wird immer, immer feiner in der Technik.

00:25:25: Immer toller in unseren Autos und man hat wenn ein Unfall ist automatisch einen Alarm dass die Einsatzzentrale alarmiert wird das glaube ich schon vorgeschrieben.

00:25:34: Warum hat man nicht in unseren immer elektronischer werdenden Autos eine ganz schlichte Maßnahme?

00:25:40: Eine Tempoabriegelung, dass wenn ich in eine Stadt rein fahre zack kann ich aufs Gas treten wie ich will Geht nicht mehr als Fünfzig KMA oder in den Bezelten dreißig, oder plötzlich zehn.

00:25:52: Wenn du auf einem Scooter durch Stockholm fährst dann ist der plötzlich.

00:25:56: in der Innenstadt fallen die Touristen fast vom Scooter weil er plötzlich nur mehr so ganz langsam fährt.

00:26:01: Der leise Scooter Autos könnten das auch.

00:26:04: wir müssen es nur machen.

00:26:05: So slow sieht man einfach Qualitätsverbesserung.

00:26:09: Sie haben jetzt gerade schon Stockholm angesprochen, sie sind ja auch als Filmemacher unterwegs gewesen in verschiedenen Städten und haben sich angeschaut was da funktioniert.

00:26:20: Sie haben für Arte eine Reihe gemacht meine Stadt Marville.

00:26:22: auf Französisch geht es auch bei Ihnen auf der Webseite sozusagen die Filme anzugucken pay per view.

00:26:29: Wo gibt es diese Slow Cities?

00:26:31: Wo gibt das Städte, die ihnen als Architekt Spaß machen weil sie mutig konzipiert sind und den Menschen mit seinen Bedürfnissen oder die verschiedensten Menschen mit ihren Bedürfen in den Mittelpunkt drücken.

00:26:47: Wo kann man sich die angucken?

00:26:49: Also erstens mal übrigens den echten Begriff Slow City.

00:26:52: Den gibt's tatsächlich und das sind irgendwie auch so ähnlich wie die Slow Food Bewegung.

00:26:57: Da geht es nicht nur um Langsamkeit, sondern vor allem um Qualität.

00:27:01: Vielleicht das Stichwort noch je langsamer ich bin, desto mehr kann ich auch mal sagen okay da sind jetzt Bäume gepflanzt in der Straße durch die Fahrspuren etwas enger geworden weil mit zunehmendem Tempo brauche ich ja breitere Fahrspurren.

00:27:15: Slow City wo gibt's so?

00:27:17: was jetzt?

00:27:18: also wo machen Städte plötzlich mehr Spaß?

00:27:21: Ich meine wir brauchen Nur Kopenhagen ist das klassische Beispiel, weil es eine starke Fahrradstadt ist.

00:27:28: Aber es gibt auch noch andere ... selbst New York!

00:27:31: Da hat Jan Gell der unglaublich tolle Urbanist und Städteplaner den Times Square vom Auto befreit.

00:27:38: Und plötzlich ist das eine Oase dort der Times Square in New York, wo's so wuselt.

00:27:44: Generell muss man sagen dass ich mir um Städten gar nicht zu viel Sorgen mache.

00:27:50: Also Städte weltweit werden immer schöner.

00:27:53: Das muss man sich mal so ein bisschen auf der Zunge zergehen lassen, unsere unser Land also am Land wie man so schön in Österreich sagt draußen das wird eigentlich leider immer hässlicher.

00:28:05: Das war um nineteen Hunde waren die Dörfer eigentlich alle schön und jetzt hast du nur noch diese zerstreuten Architektur Exzesse.

00:28:14: Also das ist ja keine Architektor.

00:28:16: Das ist ja nur schreckliches hässliches Bauen mit Straßen.

00:28:22: Das wurde alles schlechter als um nineteenhundert.

00:28:25: unsere Städte.

00:28:27: da gibt es aber manche die so schön sich entwickelt haben wo plötzlich die Innenstadt autofrei wurde, wo plötzlich grün reinkommt.

00:28:35: Paris wenn wir beim Mut sind.

00:28:37: vorher waren bei mutig sein.

00:28:39: die Bürgermeisterin Anne-Idalgo hat alles riskiert die Stadt komplett umgedreht Da gibt es Radspuren, plötzlich ohne Hände.

00:28:49: Der Verkehr hat abgenommen und die Luftqualität zugenommen ist.

00:28:51: Es wurde grün.

00:28:52: Das sind Klimawandel-Schutzmaßnahmen großartig.

00:28:57: Bei Wies fällt mir da wirklich ganz stark ein.

00:29:00: aber egal in welchen auch deutschen Städten wir zum Teil plötzlich die Renaissance erleben das irgendein Hafengebiet umgedreht wird Hamburg.

00:29:10: Und was großartig ist, das muss man sich mal anschauen.

00:29:14: In Seoul in Südkorea hatte man so in den Sechziger-Siebzigerjahren eine Stadtautobahn auf Stelzen gebaut mit, glaube ich, sechs oder acht Fahrspuren.

00:29:27: die war hoch frequentiert.

00:29:29: Man hat siebzehn Jahre lang betoniert und plötzlich in den zweitausender Jahren als der Bürgermeister weggenommen und man kann sich die Fotos nicht vorstellen.

00:29:39: Plötzlich ist diese Straße wieder weg und ein Bach, der drunter lief, ist renaturiert worden.

00:29:44: Und es eine Oase also.

00:29:47: auch so eine Stadt hat einen Wandel an einer Stelle erlebt da bleibt die Spucke weg.

00:29:52: Sie haben mal den schönen Satz gesagt emotionale Nachhaltigkeit das echte Nachhaltigkeit.

00:29:58: Da ging's zwar nicht um Bäche in Innenstädten aber um die Frage was eigentlich bleibt langfristig.

00:30:06: Ich glaube dass Ein ganz wichtiges Kriterium ist so ähnlich wie man sagt, gesunde Nahrung muss einfach auch verdammt gut schmecken.

00:30:14: Wir haben nichts davon wenn es nur gesund ist und du kannst das kaum essen weil's zu grauslich schmeckt.

00:30:21: Wir brauchen schöne Architektur, emotionale Architektor wirklich mitreißend nur Urbanismus, weil dann kann ich etwas bauen Wenn das wirklich toll ist, dann bleibt es auch stehen.

00:30:35: Ich glaube jetzt als Beispiel dass die Elbphilharmonie noch viele Jahrzehnte machen wird.

00:30:40: ich glaube dass die selbst des München Olympia Stadion das ja funktional als Fußballstadion nicht geeignet war und so weiter aber einfach als eine Landmark.

00:30:52: ein emotionaler Punkt weil den München ist und auch überdauern wird und auch restauriert und renoviert wird.

00:30:59: Das sind alles, was wir haben.

00:31:02: oder schauen uns irgendeine gotische Kathedrale an.

00:31:06: Ist die nachhaltig?

00:31:07: Die wird ständig renoviert!

00:31:08: Der Kölner Dom wird rund um die Uhr, rund ums Jahr immer wieder saniert kostet ein Vermögen.

00:31:15: aber ich glaube schon dass es auch soziale Nachhaltigkeit ist.

00:31:19: Es ist emotionale Nachhaltigkeiten.

00:31:21: und was wären wir Menschen ohne Baukultur?

00:31:24: also ich glaube das Bevor wir nur auf Energiewerte schauen, müssen wir auch schauen dass es einfach wirklich toll ist und Leute Freude macht.

00:31:35: Und Kindergärten wo die Sonne reinkommt und Schulen wo die Kinder lieber hingehen als in eine traurige Bude wie man's vielleicht wir erlebt hatten das brauchen wir.

00:31:47: Sie haben selbst gerade ein neues Unternehmen gegründet.

00:31:51: Wir haben ja schon gesprochen über Renaturierung und über den Faktor Bäume, Vegetationen und Grün in der Stadt.

00:31:59: Also sie haben ein Unternehmen gekündigt das heißt Manny Trees also so wie Englisch viele Bäume.

00:32:06: was ist da die Idee?

00:32:07: Die Idee ist ganz einfach der Firmenname.

00:32:09: wir wollen so viele Bäime umsetzen wie möglich und zwar dort wo es in der Regel als nicht gut möglich angesehen wird, nämlich auf versiegeltem Flächen.

00:32:20: Das heißt gestartet ist das Ganze... Ich hole noch ein bisschen aus.

00:32:25: ich unterscheide zwischen ökologischem Fußabdruck und Handabdrucks.

00:32:29: Mein ökologistischer Fußabdrück ist nicht sehr gut!

00:32:32: Ich fliege, ich esse auch manchmal gerne Rindfleisch und mache sonst noch viel Blödsinn obwohl ich eigentlich sehr viel Rad fahre und statt Auto.

00:32:41: aber ich bin nicht stolz auf meinen ökologicalen Fußabddruck.

00:32:45: Und ich glaube auch, wir müssen sehr aufpassen wenn jeder immer nur mit dem Schuldgefühl herumläuft.

00:32:50: Ich glaub das wir politisch was ändern können.

00:32:53: dann ändert sich viel mehr als wenn der Einzelne halt Hundert km fährt und alle anderen fahren hundertsiebzig an ihm vorbei.

00:33:01: aber mein ökologischer Hand ab Druck handanlegen heißt dass ich noch etwas tun will.

00:33:06: ich habe drei Töchter und zwei Enkel und ich will irgendwo mitarbeiten, dass die Welt besser wird.

00:33:13: Und deswegen haben wir mit meinen Partnern übrigens wenn nicht ich sage meine ich immer Gerd und Peter, meine beiden Firmen Mitinhaber.

00:33:21: Übrigens gibt es dann auch bald weibliche Verjüngung unter den Inhabern.

00:33:26: Also wir haben ein Unternehmen gegründet um Bäume auf versiegelte Flächen zu bringen und zwar mit einer Methode die so einfach ist das jeder dann sagt ja warum passiert's denn nicht schon meistens?

00:33:37: Es wird einfach ein riesengroßes Kreisrunde-Loch geschnitten.

00:33:42: Und zwar riesengross, weil es größer ist als was man sonst auf Parkplätzen hat.

00:33:47: Das ist ein Durchmesser von knapp zwei Meter und trotzdem, weil das am Schnittpunkt von vier Stellplätzen ist, verliere ich keinen Parkplatz interessanterweise.

00:33:56: Dieses kreisrunden Loch wird mit einem Stahlring einfach gesichert, denn würde ich nichts tun.

00:34:04: Dann wird ein Feuerwehrauto oder ein dicker SUV der daneben steht einbrechen, weil der Unterbau des Parkplatzes dann Richtung offenes Loch drängen würde.

00:34:15: Wir hängen einen Stahlring rein ohne jedes Betonfundament und können damit den Aushub für den Baum die Baumgrube groß genug machen.

00:34:24: wir nennen das auch den Initialwurzelraum nicht als Baum rund um dich herum einen Kragen aus Betonfundament mit Granitranstein oder Betonranstein hast, dann können deine Wurzeln auch besser wachsen.

00:34:41: Weil unser Stahlring sichert nur diesen Rand und hat dann unten schon eine Wellenform so dass die Wurzel wieder rauskönnen.

00:34:49: also das kann man jetzt sehr schwer akustisch beschreiben aber es ist im Prinzip so.

00:34:54: wir Österreicher sagen wartschen einfach.

00:34:57: Also man fräst sozusagen die Betontdecke auf oder die Asphalt-Decke, wo raus aus über das ist.

00:35:03: Und es entsteht einen Raum für einen Baum zum Beispiel auch auf einem Ikea Parkplatz.

00:35:10: Sie haben es gesagt mit den Stellplätzen weil üblicherweise ist da ja Stellplatz an Stellplatz und in der Kreuzungsbereich gibt's ein bisschen Möglichkeit von Baum.

00:35:20: Das sind wir dran und das Lustige ist in der Gründung.

00:35:23: Uns gibt es seit zwei Jahren ein Forschungsprojekt gemacht, um das Ganze wirklich seriös zu machen haben auch einen wirklichen GUR-Ruf von der Universität für Bodenkultur mit dem Team.

00:35:35: Und nach dem Forschungsprogramm ging immer nur um die Parkplätze.

00:35:40: Da kamen wir drauf dass aber unsere Municipality sich, ich weiß gar nicht wie man jetzt auf Deutsch sagt, die Städte und Gemeinden auch einen riesen Bedarf haben, nämlich erschwingliche Bäume auf versiegelten Flächen zu schaffen.

00:35:54: In Fußgängerzonen auf Vorplätzen.

00:35:59: Warum sage ich das?

00:36:00: Weil wenn du es so machst nach allen Regeln der Kunst dann musst du heutzutage den gesamten Platz abtragen und alles neu aufbauen.

00:36:08: Das heißt ein Schwarmstadtprinzip oder so.

00:36:11: Und unser Prinzip ist eben dass wir minimal inversiv vorgehen eben trotzdem gesunde Bäume schaffen, weil wir den Bäumen von Spezialsubstrat bis Schlagmietod auch Bewässerung müssen.

00:36:28: Wir machen ohne die geht es nicht mehr in unseren Städten zukommen lassen und dann werden die Bäume was?

00:36:35: Und ihr musst nicht den ganzen Platz umbauen was nicht nur teuer ist sondern Wie kann es denn sein, dass wir nur noch darüber reden, Umbau statt Neubau um graue Energie zu sparen?

00:36:47: Aber dann die ganzen Plätze ein Meter tief abgraben.

00:36:49: Die ganzen Oberflächen und alles wieder neu aufbauen.

00:36:52: Da können wir auch graue Energien bewahren!

00:36:55: Also das ist ein ganz einfaches Prinzip.

00:36:57: und ich sage immer in zwei Jahren sage ich ob wir Insolvenz sind oder einen super Erfolg machen Ich bin für ein Erfolg, hoffe ich.

00:37:05: Ist das ein Beispiel für poetischen Pragmatismus?

00:37:09: Mit diesem Begriff haben wir ja begonnen also irgendwo das Hirn die ja sozusagen die Effizienz keine Verschwendung Lösungsorientierung zu vereinen mit der Nachhaltigkeit, mit der Lebensqualität und mit der Emotionalität.

00:37:24: ganz pragmatisch

00:37:26: Absolut.

00:37:27: Diesen poetischen Pragmatismus hat uns vor schon vor zwanzig Jahren ein Journalist einmal als Titel gegeben und wir fanden es unglaublich gut, weil wir sind sowas von pragmatisch oft und sowas auch so.

00:37:41: Wir sind naiv, wir sind einfach, wir sagen was könnte ein guter Nachbar sein?

00:37:45: Bäume!

00:37:46: Also wirklich Pragmatismus sogar Poesie ist auch etwas zuzulassen, auch eine Lebendigkeit vor allem zu wollen.

00:37:54: Also Lebendkeit fehlt mir oft in manche moderne Architektur und poetischer Pragmatismus bei diesen Bäumen ja sogar da.

00:38:03: es ist ganz pragmatisch einfaches technisches Prinzip.

00:38:06: also richtig Versuch es möglichst gut zu machen.

00:38:10: aber jetzt kommen mittlerweile bei diesen Ringen die Sitzgelegenheiten.

00:38:14: Und da war die Frage, wie jetzt ein Kreishonder windt der einfach an Anprallschutz unten hat dass das Schneepflug nicht reinfährt oder die Autos schraube ich da einen Sitz drauf?

00:38:26: mittlerweile wachsen aus diesem inneren des Ringes in Österreich sagt man Schwammerl eigentlich so Sitzpilze raus.

00:38:34: Das kommt jetzt auf den Markt und dann wird es auch witzig.

00:38:39: augenzwinken ist auch was ganz Notwendiges glaube ich.

00:38:43: Brise, ja.

00:38:44: Brise ist wichtig!

00:38:45: Sie haben vor kurzem eine Gastprofessorin Prag gehabt.

00:38:49: wenn sie da junge angehende Architektinnen und Architekten unterrichtet haben den diskutiert haben was hat ihnen Mut gemacht?

00:38:56: Sind die Mutiger sind der Experimenteller als vielleicht vor zwanzig Jahren die Leute?

00:39:03: Nein ich glaube das eigentlich so.

00:39:05: die Endsechziger, die Achtundsechzkirche die waren so richtig mutig.

00:39:08: es muss man schon sagen also ich glaub siebzig noch Anfang dass man heute schon sehr in einem Quassett ist von strengen, schnellen Lernen und schnell durchmüssten.

00:39:19: Und trotzdem konnten wir unsere Gruppen, wir haben da vier Studios gemacht hintereinander animieren.

00:39:27: das die wirklich die Saura auslassen sag ich jetzt einfach einmal so richtig grob.

00:39:33: Was haben wir getan?

00:39:34: Übrigens, das Schöne war... Ich wurde zwar angefragt als Person für eine Gastprofessur.

00:39:39: Als Nachfolge von Winnie Maas vom MVRTV und ich habe über dem Dekan in Prag gesagt Wir machen es nur zu dritt als Professor Querkraft.

00:39:48: Am Studio stand dann Prof.

00:39:50: Querkraft und abwechselnd unterrichtet also korrigiert mit der Besonderheit, dass wir uns nicht abgesprochen haben und nicht gesagt haben du letzten Dienstag die Gruppe XY so.

00:40:06: Sondern den Studenten und Studierenden auch gesagt haben Wir werden verschiedene Meinungen haben.

00:40:11: Wahrscheinlich sind sie manchmal ähnlich aber man ist noch ganz unterschiedlich Und ihr werdet komplett verstört und verwirrt sein wie im Gärt am letzten Donnerstag quasi immer Was anderes sagt als Peter an diesem Donnerstag und Jakob am nächsten Donnerstag.

00:40:27: Und auch noch unser Assistent Mikal.

00:40:30: Am Ende der Semester haben wir dann gesagt, were you more confused or inspired?

00:40:36: Das waren eine anonyme Abstimmung und es waren alle inspired.

00:40:39: nur einer war confused.

00:40:41: also es ging Und die waren dann doch sehr mutig im laufte Zeit.

00:40:46: Wir haben auch mal nach drei Wochen Entwurfsprogramm gesagt, so stopp alles zurück Plan B Die Sprint Week Plan B Du musst einfach was komplett anderes entwerfen und dann entscheiden wir vielleicht gemeinsam oder du.

00:41:01: Du musst es entscheiden nicht wie mit was du weitermachst.

00:41:05: Wenn die Verantwortung immer den Studierenden gegeben und nur gesagt, wir geben nur Feedback Was du machst musst du entscheiden Immer.

00:41:12: Du musst dahinter stehen, du darfst nie sagen ja der letzte Betreuer hat doch das gesagt.

00:41:17: Deswegen ist es jetzt so nein mach nur wenn du überzeugter vom bist.

00:41:22: und schön weil übrigens alle vier Durfsaufgaben waren komplette Umbau-Aufgaben.

00:41:27: also wir haben in Wien auch den Fall gehabt dieses Herr René Benko der uns dort einen unglaublichen Rohbau hinterlassen hat für ein der wollte ein großes Kaufhaus Luxus Kaufhaus machen.

00:41:39: Unsere Studierenden hatten die Aufgabe den Rohbau komplett zu transformieren.

00:41:44: Die Realität hat was ganz Schreckliches gebracht, der gesamte fertig gestellte riesige Rohbau ist komplett abgerissen worden.

00:41:53: Da waren alle Ebenen, alle Stützen, da waren schon Rolltreppen drin alles weg und neu völlig krank.

00:42:00: Und wir haben es nur umbauprojekte gemacht.

00:42:03: Also mit Blick auf die Studierenden.

00:42:07: Man kann Mut lehren, man kann ihn lernen und befeuern wenn man Vielseitigkeit und Andersartigkeit zulässt.

00:42:18: Ja ich sage immer Mut haben heißt auch hinterfragen.

00:42:23: Unser erster Wohnungsbau in Wien ein Gebäude in der Stadt mit zwölf Wohnungen klein.

00:42:30: Wir waren so naiv und man haben jetzt Navität und Unwissenheit sehr gut.

00:42:34: Wir dachten, wir machen einfach Balkone an der Straßenseite.

00:42:37: Wir haben nicht einmal richtig geschnackt dass in Wien Balkone zu diesem Zeitpunkt, das war von der Straße verboten, nur in der Hofseite erlaubt.

00:42:48: Und dann haben wir mit Schlitz-Uhrigkeit Architektonischen Gliederungselemente an der Fassade gehabt die dann doch... Geländerchen, Drogen und so klein auskragend waren wie im Parviz.

00:43:02: Aber jetzt kommt's!

00:43:03: Der Mut war dann zur Politik zu gehen und zu sagen hey warum ändert ihr eigentlich das Gesetz nicht?

00:43:10: Das hat keine Tradition.

00:43:12: Balkone in Wien, sag ich ja.

00:43:13: Und da machen wir neue Traditionen.

00:43:17: Irgendwann fiel mal jemand ein Eiswürfel vom Balkon auf den Kopf und es war schmerzhaft.

00:43:22: Dann haben wir gesagt dass wird auch in anderen Städten passieren.

00:43:26: Also mittlerweile darf man in Wien an der Straßenseite Balkone machen.

00:43:30: Das haben wir durchgesetzt, weil wir die Politik aufgerüttelt haben.

00:43:33: Man muss alles hinterfragen, mutig sein, kämpfen und nie

00:43:37: aufgeben.".

00:43:42: Danke.

00:43:43: Das hat richtig Spaß gemacht, weil das war so schön ins Blaue hinein geplaudert was ich sehr gerne mache.

00:43:51: Das Plan und Bauen ist vielerorts geprägt von Wirtschaftlichkeit und Effizienz.

00:43:57: Baukosten Flächen Ausnutzung und Tempo sind Die Top-Themen in der Branche.

00:44:02: Wie gelingt da eine Symbiose von Pragmatismus und Poesie?

00:44:07: Also, Gebäude die auch emotionale Bedürfnisse bedienen und Lebensqualität schaffen vielleicht sogar das gewisse Extra bieten etwas spannendes und entdeckenswertes.

00:44:18: Es braucht Mut um diese Frage zu stellen und diese Zielkonflikte zu lösen so gut es eben geht.

00:44:24: Projekte unseres heutigen Gastes finden Sie auf querkraft.at, Projekten der Buwok natürlich auf buwok.com.

00:44:31: übrigens auch ganz viele Wohnungen und Quartiere die derzeit im Bau sind.

00:44:36: und ich darf noch zwei Themen pushen, Featuren, die unbedingt gehört werden wollen.

00:44:42: Hortie Texture da geht es um Pflanzen unter Architektur.

00:44:46: Im Interview die Professorin und Architekten Almut Gruntuch Ernst.

00:44:51: das ist voll der dreiundvierzig dieser Reihe Und in Folge vierundsiebzig sprechen wir über Nachverdichtung und Zukunftskonzepte fürs Einfamilienhaus, auch eine Gebäudeform deren Umbau mit Mut zu tun hat.

00:45:07: Zu Gast die Professorin Dr.

00:45:09: Christina Simon-Philipp von der HFT Stuttgart.

00:45:14: Das war es für heute!

00:45:15: Danke fürs Zuhören und dank an unseren Gast Jakob Dunkel.

00:45:20: Das war glücklich wohnen.

00:45:22: der Buwok

00:45:22: Podcast überall wo es Podcasts

00:45:25: gibt und

00:45:26: auf buwok.de.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.