#75 25 Jahre Immofrauen – Frauen in der Immobilienwirtschaft

Shownotes

25 Jahre Frauen in der Immobilienwirtschaft e.V: Gegründet in einer Zeit, in der die Immobilienbranche noch weit männerdominierter war, bietet der Verein heute seinen Mitgliedern eine relevante Plattform für fachlichen Austausch, berufliches Wachstum und persönliches Netzwerk mit rund 2.000 Mitgliedern. Auch international haben sich ähnliche Netzwerke gebildet, z.B. in Österreich der Salon Real.

Zum Jubiläum der „Immofrauen“ ist Jutta Heusel im Podcast zu Gast, sie ist im Vorstand des Vereins aktiv und Managing Director bei KOLLMANNSPERGER Executive Search. Was hat sich in den 25 Jahren des Frauennetzwerks in der Immobilienbranche verändert und was bleibt zu tun, um Karrierechancen für Frauen zu verbessern und die „gläserne Decke“ abzubauen? Ein Interview über Diversity, ESG, Gender Pay Gap, Role Models und gemischte Teams, die nachweislich erfolgreicher sind, wie Studien zeigen.


Weitere Infos zum Thema:

Immofrauen: Referentinnen-Pool
Österreich: Salon Real der Frauen in der Immobilienwirtschaft
Studie zur Unternehmenskultur: Diverse Teams sind erfolgreicher
BUWOG im Gespräch: Rückblick auf den Paneltalk im November 2025
BUWOG Podcast: Folge 40 mit Anne Tischer von F!F Frauen in Führung


Moderation: Michael Divé
Technische Realisation: mmedien GmbH

Transkript anzeigen

00:00:00: Der Verein Frauen in der Immobilienwirtschaft ist gerade zu vier Jahre alt geworden.

00:00:06: Was hat sich in dieser Zeit verbessert für die Situation und für die Karrierechancen von Frauen in einer zugegeben jahr männlich dominierten Branche?

00:00:16: Fragen an Jutta Häusel, Vorständin von Frauen In der Immobilienwirtschaft.

00:00:22: Also ja, ich glaube es ist einfach so.

00:00:24: Es ist die Finanzbranche.

00:00:25: Die ist grundsätzlich relativ männlich.

00:00:28: So dieses Zahlenaffine... Ich glaub wirklich dass Frauen sich besser vernetzen?

00:00:35: Man war eigentlich gewohnt das es... immer nur eine von uns gab in einer Männerrunde.

00:00:40: Also ich wünsche mir einfach doch von Frauen mehr Mut, also wirklich dieses Ich kann das auch?

00:00:45: Dass man sie nicht anschieben muss, das muss man schon noch ein bisschen.

00:00:58: Herzlich willkommen am Mikrofon des Michel-DiW.

00:01:01: Alle reden ja von Diversity, da bin ich gespannt was eine Frau aus der Praxis und mit Blick auf diese Immobilienbranche berichtet.

00:01:10: Herzlich Willkommen Jutta Heusel!

00:01:12: Vielen

00:01:12: Dank.

00:01:13: Sie sind Vorständin von Frauen in der Immobilie.

00:01:17: Wirtschaft EV und Managing Director von Kölnmanns Perge Executive Search Personalberatung richtig?

00:01:27: Ja

00:01:27: genau auf den Immobilienbereich spezialisiert.

00:01:29: Und Kennerin und Beobachterin dieser Immobiliembranche seit vielen Jahren?

00:01:34: Ja,

00:01:34: seit über twenty-fünf Jahren.

00:01:36: Okay also dann gehen wir mal ein bisschen in medias Rees.

00:01:39: auch seit fünfundzwanzig Jahren gibt es ja die Immofrauen.

00:01:43: Frau Häusel wenn sie auf die Immobiliebranche blicken seid ihr Anfängen oder seit dem Anfang der Immofrauen?

00:01:51: was hat sich spürbar verbessert gegenüber den ersten Jahren?

00:01:56: oder was hat sich, was ist erstaunlich hartnäckig gleich geblieben in diesem Vierteljahrhundert?

00:02:03: Also die Immofrauen wurden gegründet weil Frauen einfach sichtbar gemacht werden sollten.

00:02:08: Ich konnte das ja erst gar nicht glauben.

00:02:09: ich dachte hey es gibt doch überhaupt keine Frauen.

00:02:12: also von daher war das wirklich notwendig und das ist leider auch ein bisschen leichtgeblieben.

00:02:19: Also Frauen sind in diesem viertel Jahrhundert immer noch nicht so sichtbar geworden, wie ich mir das zumindest anfangs mal vorgestellt hätte.

00:02:25: Also ich bin jetzt auch seit dreiundzwanzig Jahren Mitglied habe also auch wirklich die Entwicklung des Vereins erlebt und hätte eigentlich fast gedacht dass wir vielleicht nach fünf zwanzig jahren überflüssig sind.

00:02:38: Und das ist nicht so bei Weitem nicht!

00:02:40: Also wenn wir zurückschauen zwei tausend eins gegründet worden oder zweitausend?

00:02:47: Was war das damals von Immobilienbranche?

00:02:50: Woher kommt das, dass es bis dato immer so Männer dominiert war?

00:02:53: Haben Sie sich da ein Reim draufmachen können.

00:02:55: Also

00:02:55: ja ich glaube, ist einfach die Finanzbranche.

00:02:58: Die ist grundsätzlich relativ männlich.

00:03:01: So dieses Zahlenaffine-Investment ist auch sehr männlich.

00:03:07: man muss viel reisen und ist viel unterwegs.

00:03:09: Es ist nicht so familienfreundlich.

00:03:11: Ich glaub, das hat das günstig, dass sie sehr männliches.

00:03:15: Und es gab aber immer Frauen, groß gezeigt.

00:03:19: Und es war dann einfach auch sinnvoll, Ingeborg Waschke kam aus der Finanzierung, war bei der Hillerbar und hat auf dem Miepin gesagt hey hier sind nur Männer die paar Frauen, die es gibt da müssen wir uns mal vernetzen, wir müssen uns mal verbinden.

00:03:36: Das sind dann einfach französische Immofrauen Englische und auch Deutsche entstanden.

00:03:43: Relativ

00:03:43: zeitgleichig?

00:03:46: Wir sind mit denen vernetzt, also wir treffen uns auf, wir kennen uns, wir tauschen uns aus.

00:03:53: Interessanterweise die Engländerinnen sind deutlich größer als wir, die haben das einfach deutlich schneller gemacht Und die Französin sind kleiner, weil sie so einen Patenmodell haben.

00:04:06: Die sind mehr auf persönliche Kontakte ... Die wollten es auch nicht groß machen und sich verinnern.

00:04:12: Es sind unterschiedliche Modelle daraus hervorgegangen.

00:04:15: Wir

00:04:15: haben im Vorgespräch vereinbart, dass wir kenntlich machen, dass Sie hier als Privatperson sprechen.

00:04:23: Nicht für den Verein.

00:04:25: Der Verein hat keine politische Meinung, aber Sie natürlich als Experte ... Bertin und Kennerin, das sehen wir hier ihr Wissen mit uns teilen.

00:04:34: Was ist für Sie der wichtigste Aspekt dieser Netzwerrarbeit?

00:04:39: Was ist vielleicht in den fünfundzwanzig Jahren auch entstanden?

00:04:43: was hat man bewegen können?

00:04:44: Ich glaube

00:04:45: wirklich dass Frauen sich besser vernetzen.

00:04:47: also das war auch anfangs weil es ja immer... Man war eigentlich gewohnt immer nur eine von uns gab in einer Männerrunde.

00:04:55: Und das war dann schon auch merkwürdig, wenn da auf einmal zwei oder drei auftauchten und dann guckten alle Männer so nach wie reagieren die jetzt aufeinander?

00:05:02: Also es war ganz viel Unsicherheit im Raum.

00:05:06: Dadurch sind sich auch Frauen teilweise eher aus dem Weg gegangen also aus dieser Unsicherkeit heraus.

00:05:10: Dann hatte man quasi diese Eisprinzessin ... Das wurde dann auch in der Branche natürlich ein bisschen verlacht.

00:05:16: Ich glaube, das haben wir echt gelernt dieses Miteinander Das haben uns die Männer auch vorgemacht.

00:05:21: Die haben sich echt immer gut vernetzt und haben miteinander Business gemacht, dann haben wir gedacht das können wir doch auch.

00:05:27: Wir brauchten relativ lange bis wir angefangen haben wirklich Business miteinander zu machen.

00:05:31: Das liegt auch daran weil glaube ich Frauen sich anders vernetzen als Männer.

00:05:35: also sie brauchen einen ganz großen Vertrauenszuschuss müssen jemandem erst gut kennen, gut einschätzen und dann würden Sie mit jemandem Business machen.

00:05:43: aber inzwischen ist es wirklich so dass das genau klappt was in den letzten fünf, zwanzig Jahren wirklich passiert ist unter den Frauen.

00:05:53: Dass sie sich gegenseitig vertrauen und sich gegeseitig unterstützen.

00:05:57: Das finde ich auch ein tolles

00:05:58: Achievement.".

00:05:59: Sie haben eben den Begriff gesagt Eisprinzessin.

00:06:02: Da interpretiert jetzt jeder wahrscheinlich für sich etwas rein.

00:06:06: Was meinen Sie mit dieser Formulierung?

00:06:09: Inwiefern war das charakteristisch für eine bestimmte Zeit?

00:06:14: Also ich meine damit so'n bisschen so'ne Unnahbarkeit ... Und dann gab's natürlich auch Frauen.

00:06:19: Die hatten ja auch alle keinen Role-Model und haben sich dann eben an Männern orientiert.

00:06:24: Und die waren manchmal männlicher als der Mann, also da gab es genug Männer, die das irgendwie befremdlich fanden und die sehr unemotional agiert haben.

00:06:35: Das war auch ein bisschen befremdlich.

00:06:36: Also gar nicht dieses Feminine erlaubt haben.

00:06:39: Sie sich selbst sehr, sehr männlich gegebenen gekleidet haben bisschen zu ganz kurzen Haaren und so.

00:06:45: Also wirklich, manche waren relativ extrem.

00:06:47: Also man landet relativ schnell bei Zuschreibungen die irgendwie auch mit Stereotypen zu tun haben oder?

00:06:53: Ja ist ein bisschen so das stimmt schon.

00:06:55: Sie

00:06:55: haben gesagt ein wesentlicher Faktor der Emo-Frauen ist auch dass da Business gemacht wird also dass es um übergreifende Themen geht.

00:07:02: aber wenn man auch konkret schaut wie man miteinander zusammen arbeiten kann Wie wird sowas gefördert wo entstehen vielleicht auch erfolgreiche Projekte zusammen aus diesem Netzwerk heraus?

00:07:12: Ich glaube, das wird schon gelebt.

00:07:14: Also weil das konnte man auch schlecht vorleben.

00:07:16: aber in Anfängen war es wirklich so dass wir dann immer noch darauf aufmerksam gemacht haben Dass wir Business-Karten austauschen was ja eigentlich ein bisschen lächerlich ist.

00:07:24: Aber es war wirklich so.

00:07:25: also da hatte man eher das Gefühl Frauen treffen Freundin und das ist inzwischen wirklich anders.

00:07:31: Also man kann ja miteinander befreundet sein, aber trotzdem auch Business machen.

00:07:34: Aber diese Erwartungshaltung ist in zwischen eine andere Effizienz.

00:07:38: Man guckt genau hin mit wem vernetze ich mich?

00:07:41: Mit wem tausche ich mich aus?

00:07:42: Wer kann mir Informationen geben?

00:07:45: Ja, also es hatten deutlich stärkeren Business-Fokus und den hat das Anfang wirklich nicht gehabt.

00:07:49: Also

00:07:50: d.h.,

00:07:50: es gibt einen inhaltlichen Fokus auf einen fachlichen Austausch des Business innerhalb der Immobilienbranche und dann diese Metaebene Sichtbarkeit von Frauen fördern und die Positionen von Frauen sterben?

00:08:04: Genau!

00:08:05: Was

00:08:06: ist da das Wichtigere?

00:08:08: Wie würden Sie das gewichten?

00:08:09: Ich finde schon dass dieses Vertrauen, dass elementare ist.

00:08:13: Und daraus entwickelt sich alles weitere und das sieht man auch.

00:08:16: also wir haben natürlich Projekte die Jeden Monat vorstellen in jeder Region, wir haben ja dreizehn Regionen.

00:08:22: Wir sind fast zweitausend Mitglieder.

00:08:24: da sieht man sich dann auch regelmäßig und das verschafft natürlich auch Vertrauen.

00:08:28: aber daraus entwickelt sich dann eben auch fast dass man dann eben genauer weiß was jemand beruflich macht und wo er sich einbringen könnte oder wo man auch auf der Suche ist.

00:08:36: also da tauscht man sich auch über regional aus so dass es schon inzwischen wirklich ein richtiges Business-Netzwerk geworden.

00:08:42: die einen machen's mehr die anderen weniger.

00:08:43: jeder wie ich so will

00:08:44: Und rund zweitaussend Mitgliedern bundesweit mittlerweile In den twenty-fünf Jahren, was hat sich ... Wenn Sie sozusagen aus der Helikopterperspektive drauf schauen.

00:08:54: Was hat sich elementar verbessert?

00:08:57: Wirklich eben dieses Miteinander!

00:08:59: Also, das glaube ich auch inzwischen kann man auch sagen.

00:09:02: Es wird nicht mehr so unterschieden zwischen Männern und Frauen.

00:09:04: Klar, Frauen tun sich immer noch ein bisschen schwer auf Panels zu gehen.

00:09:08: Man muss jemand mal anschubsen.

00:09:10: Aber es ist jetzt auch nicht mehr schwierig wie das noch vor einiger Zeit war als man sie echt ein bisschen beknien musste.

00:09:15: Als viele noch dachten, ich trau mich nicht!

00:09:18: Und ... Ich mein, Männer trauen sich auch einmal nicht.

00:09:21: Die müssen sich genauso einen Schubs geben.

00:09:22: Das ist dann auch nicht so sinnvoll, das immer so zu differenzieren.

00:09:26: Und ich glaub, dem Blick haben wir auch gar nicht mehr so dieses Mann-Frau.

00:09:29: Wir sind schon dahin gekommen, dass man sagen kann ... Das Fachliche steht im Vordergrund und das war uns immer wichtig, also dass man nicht auf die Frau reduziert wird.

00:09:37: Egal ob jetzt Quotenfrau in positiven Sinne dann oder eben auch negativ.

00:09:41: Wie sieht es bei den Karrieremöglichkeiten aus?

00:09:44: Sie haben gerade schon so nebenbei gesagt, Quoten-Frauen.

00:09:48: gefühlt wird das ja sehr stark berücksichtigt mittlerweile in Firmen, dass ein Frauen in Führung bringt, dass mein Frauen fördert Lässt sich das in Zahlen ausdrücken.

00:09:58: oder ist die Immobilienbranche da kaum beweglich gewesen?

00:10:03: In den fünfundzwanzig Jahren.

00:10:04: Also

00:10:04: ich erlebte

00:10:05: es ja ein bisschen zurück.

00:10:06: Ja, das stimmt aber ich erlebe das jetzt aktuell eigentlich bequert gerichtet.

00:10:10: also bis vor kurzem war das wirklich so dass das sich kontinuierlich positiv entwickelte für Frauen.

00:10:16: also Frauen wurden sichtbarer Frauen wurden auch gezielt in Position gebracht.

00:10:21: Aber eben immer aus der Idee heraus gemischte Teams sind wichtig, ja?

00:10:26: Und da fehlten dann eben auf die Frauen und von daher hat man dann gerne eine Frau gesucht.

00:10:31: also es wurde teilweise bei mir ein Projekt gesagt wir hätten echt gerne Frau wenn's keine gibt okay aber bevorzugt ne Frau.

00:10:38: das war wirklich häufig so.

00:10:40: Die Männer haben das natürlich auch wahrgenommen haben da ein bisschen drunter.

00:10:44: Also es gab echt welche, die gejammert haben.

00:10:46: Was ich dann auch wieder falsch fand weil ich sagte naja das ist jetzt einfach mal die Zeit!

00:10:49: Jetzt werden vielleicht wirklich manchmal Frauen mehr bevorzugt aber das wird sich wieder ausgleichen.

00:10:53: Aber jetzt sind wir wieder rückwärtsgerichtet.

00:10:56: also ich erlebe jetzt eigentlich wieder dass man darüber gar nicht mehr nachdenkt.

00:10:59: und nicht weil man jetzt sagt naja gut wie nehmen die Personen die kompetent ist mir egal ob Mann oder Frau sondern eigentlich geht man wieder ruckwärz und sagt na ja wir sind in der Krise in der letzten Krise haben die und die Leute das doch gut gemacht.

00:11:11: Das muss da machen wir weiter.

00:11:12: Also nicht innovativ, nicht in eine andere Richtung keine Veränderung und das ist leider auch Immobilienbranche also doch relativ stark.

00:11:20: Und wodurch ist das ausgelöst?

00:11:22: Sie haben gesagt in Krisenzeiten ich habe mir das ja auch aufgeschrieben dass Unternehmen in Krisentzeiten auf alte Strukturen zurückfallen.

00:11:31: ist das ja?

00:11:32: wodurch ist es begründet?

00:11:34: Ich glaube, dass es gibt erst mal so ne Sicherheit.

00:11:36: also dass man Wenn man eine Krise hat, hat man ja erst mal ganz viele Fragen und steht auch ein bisschen vor einer Blackbox.

00:11:43: Und weiß vielleicht nicht so richtig weiter und muss sich erstmal neue Wege überlegen.

00:11:46: Das ist glaube ich relativ normal.

00:11:48: Dass man natürlich dann noch sagt, naja, vielleicht produzieren wir uns ein bisschen, vielleicht machen wir das mal so wieder wie wir das vorher gemacht haben, finde ich auch nicht ganz falsch.

00:11:56: Auch nachvollziehbar!

00:11:58: Aber wenn wir jetzt mal überlegen die letzte Krise war, dass es fast zwanzig Jahre her ... Was hat sich denn alles geändert?

00:12:05: Das wäre so, als wenn wir mit einem alten Nokia-Knochen auf einmal telefonieren würden.

00:12:10: Deswegen erlebe ich das aber also wirklich ... ISG.

00:12:15: Das haben wir als total wichtig empfunden.

00:12:18: Das wird jetzt grad wieder als Luxus gesehen und klein gehalten.

00:12:23: Können wir nicht machen.

00:12:25: Und das bin ich echt falsch!

00:12:27: Da hab' ich auch ein bisschen Sorge, dass man in eine falsche Richtung geht.

00:12:30: Dass man nämlich auf einmal sagt, das beachten wir jetzt nicht.

00:12:33: Und wenn es wieder besser geht, dann können wir da ja wieder Zeit investieren, Geld investieren.

00:12:39: Aber ich meine die Situation wird kommen, die Banken werden nicht finanzieren ohne dass man es berücksichtigt hat.

00:12:44: also da kommt die ganzen äußeren Faktoren, die dann doch wieder das fordern und dann wird es gegebenenfalls teurer.

00:12:50: aber das erlebe ich gerade so und ich muss ganz ehrlich sagen Ich frage mich auch wann das eigentlich los gegangen ist und ich habe leider immer nur die Erklärung Trumpismus.

00:12:59: Also ich war eigentlich mal der Meinung Wir finden den hier alle nicht gut Und dass wir uns natürlich auch davon gar nicht beeinflussen lassen, aber wir lassen uns da von beeinflussend.

00:13:07: Die Thread Wives gibt's auch hier!

00:13:09: Wenn man in die Unis guckt, gibt es inzwischen genug Frauen, die meinen ach sie müssen eigentlich nur in die Uni gehen um da den richtigen Typen zu finden und das finde ich schon ganz schön schockierend.

00:13:18: Also Threadripe müssen wir einmal erklären, das ist so ein... Was ist das?

00:13:23: Ein Internet-Phenomen.

00:13:25: Das bei YouTube und Instagram junge Frauen einen vermeintlich traditionellen Rollenbild oder Familienmodell vorleben und auch zeigen, zelebrieren, bei dem die Frau in der Küche unterm Herd funktioniert und eben wenig mit Business zur Drohne hat richtig.

00:13:45: Genau!

00:13:45: Sie kümmert sich um Küche und Kinder.

00:13:48: Ansonsten, sie muss vor allem schön aussehen.

00:13:51: Also das ...

00:13:53: eigentlich back to the fifties.

00:13:54: also wenn ich das richtig verstehe gibt es bestimmte Begriffe ISG Frauenförderung diversity die vielleicht ein bisschen ins Hintertreffen geraten.

00:14:08: in jüngster Vergangenheit würden Sie das so sagen?

00:14:10: Ja

00:14:11: würde ich absolut sagen ja genau.

00:14:12: Diversity heißt auch nicht nur man Frau sondern das heißt ja wirklich Bund.

00:14:20: Also die Idee ist ja, gemischte Teams zu haben.

00:14:23: Die eben ganz viele Impulse geben und da kann jemand der quasi gerade von der Uni kommt genauso gut Impulse gegeben wie jemand, der schon kurz vor der Rente steht.

00:14:34: also das ist eigentlich die Idee und ich hatte auch gehofft dass wir uns dahin als Gesellschaft entwickeln, aber natürlich auch in der Immobilienbranche.

00:14:42: Das sehe ich grad gar

00:14:43: nicht.".

00:14:43: Das klingt ein bisschen ... Ich will nicht sagen frustriert.

00:14:46: Es klingt konstaniert, dass man sagt, wir sind seit ca.

00:14:48: und zwanzig Jahren aktiv.

00:14:50: Da gab es eine Hochphase solcher Begriffe.

00:14:53: Und da gab es auch eine Phase, in der ESG-Diversität Frauenförderung en vogue war.

00:14:58: Und das verliert sich jetzt so'n bisschen?

00:15:01: Also

00:15:02: soweit würde ich nicht gehen!

00:15:03: Es ist auch nicht so, dass mein jetzt zu Mitleiden ist oder sowas her, sondern... Es ist mir einfach nur aufgefallen und ich finde das einfach ein bisschen bedauerlich, aber ich würde halt sagen Mädels weiter.

00:15:16: Weiter machen, weiter kämpfen notfalls also einfach zeigen dass man es drauf hat und vielleicht muss man's einfach deutlicher zeigen.

00:15:23: Machen wir es mal positiv.

00:15:25: Diversity ist ja für viele Firmen kein Selbstzweck sondern man sagt am Ende müssen Zahlen stimmen.

00:15:30: Es muss Geschäftsverlauf stimmen, es müssen stabile Ergebnisse erzielt werden.

00:15:36: Wie wichtig ist bei so was Diversity, gemischte Teams?

00:15:41: Ich glaub wirklich, dass es elementar ist.

00:15:43: Weil genau darum geht's ja.

00:15:44: Es geht nie um den Selbstzweck.

00:15:45: Das geht auch nicht, wenn wir sagen Frauen sichtbar machen als Selbstzwick, sondern Frauen suchtbar machen, um sie als Teil dieser Branche zu sehen und sie auch zu enablen.

00:15:59: Genau solche Positionen auch zu begleiten.

00:16:01: Und das geht immer darum, das als Team zu machen.

00:16:04: angetreten, um jetzt praktisch alles nur Female Empowerment zu machen.

00:16:10: Sondern ich glaube einfach an den Team Gedanken und gemeinsam müssen wir das schaffen.

00:16:14: Und ich glaube auch dass es gemeinsam bessere Lösungen gibt.

00:16:18: Es gibt viele Studien die sagen gemischte Teams sind erfolgreicher.

00:16:22: Ich glaube wieder an Frauen noch an reine Männer Teams.

00:16:25: Das sagen Studien und das sagen sie auch mit Blick aus der Perspektive als Managing Director bei Kohlmanns.

00:16:33: Erleben Sie das, dass Sie auch Unternehmen bewerten sehen beobachten und sagen ja ein gutes gemischtes Team funktioniert tatsächlich besser?

00:16:43: Ja also das sagen auch wirklich die Kunden und wir erleben das gezielt Männer oder auch Frauen gesucht.

00:16:50: Es wird teilweise gesagt, ich hab hier einen Frauenteam und da brauche ich jetzt mal ein Mann.

00:16:54: Das ist genauso richtig.

00:16:56: Eigentlich immer diese Idee, dass man gemischt agiert.

00:16:59: Weil man sich damit am besten gemeinsam nach vorne bringt.

00:17:05: Was können Führungskräfte in Unternehmen tun, die Verantwortung nehmen für ihr Unternehmen?

00:17:11: Für ihre Teams um Mischungen herzustellen.

00:17:16: Um Diversity zu verankern nicht als Trend sondern wirklich grundsätzlich im Unternehmen.

00:17:20: Wo setzt sowas an?

00:17:22: Also ich glaube es setzt leider schon sehr früh an und eben doch in dieser Situation dass viele Frauen sich einfach nicht so trauen.

00:17:28: Die sind einfach vorsichtiger.

00:17:29: Den fehlen wirklich oft die Role Models.

00:17:32: also ich erlebe viele Frauen Die sagen, sie hatten einfach niemanden der ihnen das vorgelebt hat.

00:17:39: Sie hatten aber oft Mentoren und sowohl männliche als auch weibliche also da kommt es eben auch wieder gar nicht aufs Geschlecht an.

00:17:46: Aber sie hatten immer ... Personen, die an sie geglaubt haben.

00:17:49: Die sie unterstützt haben und ich glaube das ist wichtig.

00:17:52: Das muss man eigentlich schon lernen wenn man in der Uni ist oder auch dann gerade ins Buchsleben geht.

00:17:57: Wir waren ihre Roll-Models, wenn ich das fragen darf?

00:18:00: Also ich hatte sicherlich Glück dass sich aus einer sehr emanzivierten Familie komme also ich hatte schon eine Großmutter, die in den zwanziger Jahren studierte.

00:18:09: Die war dann eine von zwei Studenten unter fünfzig Männern.

00:18:14: meine Mutter hat unser Unternehmen gegründet, daher auch Kolmannsperger.

00:18:20: Ich bin da einfach schon sehr gleichberechtigt aufgewachsen und das prägt einen auch.

00:18:25: Und wer waren ihre Mentorinnen oder Mentoren?

00:18:28: Ganz unterschiedlich.

00:18:29: also ich würde sagen Männer genauso wie Frauen.

00:18:32: Das waren häufig auch Kunden die einen gefordert haben manchmal auch Kandidaten die man lange begleitet hat.

00:18:39: Da haben sich dann teilweise Freundschaften daraus entwickelt.

00:18:41: Auch Ingeborg Waschke wurde eine Freundin von mir eine meiner Mentorin und ja, verschiedene.

00:18:48: Also ich bin ein starker Peopleperson.

00:18:49: von daher habe ich einfach immer mich vielen Menschen ausgetauscht und das hat mir immer geholfen.

00:18:54: Für

00:18:54: wen sind Sie MentorIn?

00:18:56: Ich glaube auch der Grund warum ich im Vorstand der Immu-Frauen bin weil ich einfach gemerkt habe dass viele Frauen eben genau das brauchen und nicht hatten und da möchte ich eben auch gerne unterstützen da sein.

00:19:08: Ich glaube dass ich auch gerade in München viele Frauen habe die auf mich zukommen, aber auch bundesweit.

00:19:13: Also auch andere Frauen mitreißen und motivieren ans Mikro zu treten?

00:19:20: Auf Pendels zu gehen und das ein bisschen vorzuleben und vorzuturnen oder?

00:19:24: Das ist ja eigentlich auch meine Rolle als Personalberaterin.

00:19:27: Als ich mache Executive Cert,

00:19:29: d.h.,

00:19:29: ich spreche die Leute an, die gar nicht unbedingt auf Job suchen sind... Und damit frage ich ihm auch manche Mensch, dass wäre doch der nächste Schritt!

00:19:36: Dass wir doch toll.

00:19:36: und Frauen sind viel eher diejenigen, die sich einfach nicht zutrauen.

00:19:41: sehr lange gewohnt auch da so ein bisschen in die Zukunft zu gucken und zu sagen, Mensch das wäre doch was.

00:19:47: Und es klappt auch nicht immer sofort.

00:19:48: dann muss man auch manchmal dran bleiben und das mache ich eigentlich bei den Immofrauen genauso also dass sich dann wirklich sage ach komm du kannst auch hier mal eine Region leiten oder geh doch auch meinen Vorstand oder so.

00:19:58: Das führt uns ein bisschen zum Thema Gläserne Decke.

00:20:00: Es gab mal eine Studie der Immofrauen.

00:20:03: Ich hab die Zahlen jetzt alle nicht mehr so auswendig Aber die sagte im Kern, dass es an der Basis noch relativ viele Frauen gibt in der Immobilienbranche.

00:20:12: Und je höher man kommt, desto weniger Frauen sind da präsent bis dann zum Schluss irgendwo Vorstandsetage- und Geschäftsführungsebenen kommen

00:20:21: etc.,

00:20:22: die Gläser eine Decke.

00:20:23: Woran liegt das?

00:20:24: Das

00:20:25: liegt natürlich wirklich auch an der Familiengestaltung.

00:20:28: ja also ich glaube ein großes Problem in Deutschland ist leider immer noch unser Schulsystem.

00:20:34: Ich glaub wenn wir Ganztagsschulen hätten so wie die meisten Länder Dann wäre das deutlich leichter.

00:20:39: Berlin ist da fantastisch, man hat hier Krippen wo Kinder bis achtzehn Uhr bleiben können.

00:20:45: oder es gibt glaube ich sogar in Berlin auch Kripen wo du ... ... vierundzwanzig Stunden also wenn du jetzt auch mal wirklich lang weg bist und so.

00:20:51: Das gibt's im München auf gar keinen Fall ja?

00:20:54: Also da wird das Kind um halb fünf abgeholt... Und Ende!

00:20:58: Und das muss sich ein bisschen ändern.

00:21:02: Also ist es inzwischen glaube ich so dass nicht immer nur die Mutter sein muss das kann auch der Vater sein

00:21:07: aber

00:21:07: Es ist einfach auch, wenn die Kinderbetreuung doch sehr stark auf die Eltern, auf die Familie ausgelagert wird.

00:21:15: Dann ist es einfach auch schwierig und dann fehlen eben auch die Role Models ... Weil dann ist eine große Unsicherheit wieder da, dass man denkt, meine Mutter war doch immer zu Hause!

00:21:25: Und ich bin jetzt nicht da... Da ist auch Angst ja?

00:21:28: Das kann man auch ein bisschen verstehen.

00:21:30: Ich wünsche mir einfach, dass wir wirklich Ganztagsschulen haben weil ich glaube das wäre da ganz viel für die Frauen tun würden, dann wäre dieses Thema einfach so ein bisschen mehr vom Tisch.

00:21:38: Und was führt noch dazu dass es diese Gläser eine Decke gibt?

00:21:42: Dass bis zu meiner Teamleitungs-Ebene vielleicht das noch relativ viele Frauen gibt und dann kommt die Abteilungsleiter eben dann irgendwie die Geschäftsführung da wird immer weniger.

00:21:54: Das liegt kann ja nicht nur an den Ganztagsschulen liegen.

00:21:58: Aber das sagte eben diese Studie.

00:22:00: Diese Studie sagte, dass sich in zehn Jahren gar nichts verändert hatte.

00:22:04: Es hat sich sehr viel im Mittelbau verändert, also dass Frauen doch mehr auch an sich gearbeitet haben oder den Wunsch geäußert haben.

00:22:12: Ich hab doch studiert und arbeite auch.

00:22:14: Ich will nicht nur zu Hause sitzen dieses Bewusstsein und das dann eben auch umgesetzt haben aber eben sehr in Teilzeit wegen der Familie.

00:22:24: Und die Frauen, die eben in die Topposition kommen, finden einen anderen Weg.

00:22:30: Das ist nach wie vor so.

00:22:34: Anzahl von Frauen, die infrage kommen für diese Positionen sind deutlich... Die Anzahl ist deutlich niedriger als generell.

00:22:42: Da trennt sich das eben schon sehr und es ist natürlich auch durchaus ein Kampf.

00:22:48: Man muss sich da schon sehr beweisen.

00:22:51: man muss auch viele Dinge mit diesem... Man muss reisen, man muss ständig abkömmlich sein.

00:22:57: also kein familienfreundlicher Job, aber das ist für Männer genau das Gleiche.

00:23:02: Also dass es jetzt nicht brauntbeziehbar

00:23:04: wird.".

00:23:05: Weil Sie sagten der Job ist nicht familien- freundlich?

00:23:09: Wie müssten sich Arbeitsumfelder, wie müssten sie Jobs stellen, Zuschreibungen vielleicht auch ändern damit es besser kombinierbar ist mit Familie?

00:23:21: also ich sage mal statt einem Geschäftsführer Zwei Geschätzführerinnen in Teilzeit.

00:23:27: Genau, also diese Tandem-Lösung.

00:23:29: Das ist ein bisschen schwierig, weil man natürlich ... das Tandemen muss gut funktionieren.

00:23:34: Also da kann man nicht einfach irgendjemanden zusammenwerfen, sondern es müssen schon Personen sein, die sich vertrauen und kennen, die gegenseitig auch wirklich unterstützen.

00:23:45: Aber das gibt's gar nicht so selten.

00:23:48: Es ist dann doch wieder ein relativ großer Aufwand.

00:23:52: Ich glaube, dass es einfach auch ... ein Learning.

00:23:55: Also viele finden das befremdlich, wenn sie nicht mehr nur einen Ansprechpartner haben sondern auf einer zwei.

00:24:00: und aber das funktioniert.

00:24:03: also ich habe dass ich bin Elternbaratsvorsitzende bei unserem Gymnasium und das machen wir zu zweit.

00:24:10: Das funktioniert wunderbar und in ihren Ämtern sieht man das ganz häufig weil es einfach dadurch auch weniger Zeit braucht.

00:24:16: ja und das ist aber im Jobbereich doch noch schwierig.

00:24:22: Es gibt schon Einige und das funktioniert auch richtig gut, aber es ist noch relativ selten.

00:24:39: Kann man Jobs oder Arbeitsumfälle doch noch anders gestalten, moderner innovativer gestalten um Frauen mehr Entführung zu bringen?

00:24:49: Also ich glaube das durch Corona wo wir alle auch gelernt haben dass virtuelles Arbeiten durchaus möglich ist und dass es eine sehr große Effizienz hat.

00:24:58: Da haben wir das auch schon gelernt.

00:24:59: also ich glaub einfach dieses permanent nur Präsenz zeigen das funktioniert einfach schwierig.

00:25:07: Ich glaube das ist auch wirklich Old School.

00:25:11: Wir haben alle gelernt, dass es inzwischen überlegt man sehr genau wann ist Präsenz wichtig.

00:25:16: Das ist nach wie vor wichtig.

00:25:17: ich halte auch für absolut elementar alles nur virtuell ist zu wenig aber man kann ganz viel auslagern und das ist einfach diese Comic glaube ich das funktioniert oft.

00:25:28: Wir hatten neulich eine Veranstaltung bei Buwok im Gespräch, wo auch ein sehr engagiertes Panel diskutiert hat.

00:25:36: Wo auch der Aspekt reinkam dieses Back-to-Office was viele Firmen jetzt predigen.

00:25:41: wir sehen sie in den USA große Firmen die sagen es kommen wieder alle zurück ins Büro.

00:25:46: Die Leidtragenden sind vor allem Frauen und erklären Sie's mal

00:25:51: Ja weil natürlich die Frauen auch das sehe ich im eigenen Haus sehr gut arrangiert.

00:25:57: Also auch meine Mitarbeiterinnen haben gesagt, wenn ich nicht in die Krippe muss dann kann ich zwei Stunden länger arbeiten.

00:26:02: natürlich ist man als Arbeitgeber dann sofort dabei sagt ja musst du ins Büro kommen aber die Zusammenarbeit leidet.

00:26:09: also man braucht... Ich glaube wir sind einfach doch Menschen die miteinander aktiv kommunizieren und wir brauchen dieses Miteinander.

00:26:15: also ich halte das auch für wichtig.

00:26:17: ich kann das auch nachvollziehen.

00:26:20: Es ist meistens so das erste Thema, wenn ich mit einem neuen Kunden spreche.

00:26:23: Dass der sagt ja, ich möchte vor allem aber jemanden haben, der regelmäßig ins Büro kommt also regelmäßig heißt drei Tage.

00:26:30: Aber wenn es eben, wenn null Prozent Homeoffice ist dann sind die Leitragen und wenn ich das richtig verstanden habe, vor allem diejenigen, die stärker mit Kehr arbeiten zu tun.

00:26:40: Ja

00:26:41: absolut genau!

00:26:42: Und ich glaube dass auch.

00:26:45: Also, ich würde einem Arbeitgeber auch immer raten.

00:26:48: Null Prozent Homeoffice das finde ich schon echt schwierig weil dann werden auch andere Dinge in Frage gestellt.

00:26:55: also Ich glaube moderne Arbeitgebe muss schon einen Teil home office haben.

00:26:59: Man muss nicht so dass ganz willkürlich haben wie das auch eine Zeit lang war aber ein bisschen Home Office Diese Möglichkeit hilft auch jedem Arbeitgeber.

00:27:08: Weil in der Zeit produktiv gearbeitet wird und man demonstriert damit, dass man modern ist oder innovativ ist.

00:27:15: Es kommen noch ganz viele andere Dinge dazu... die man gar nicht sagt und äußert, aber die werden dann unterstellt.

00:27:21: Was gibt es noch an Positivbeispielen aus ihrer Kenntnis von Unternehmen?

00:27:25: Wie kann man Umfelder gestalten, Arbeitsplätze gestalten vielleicht Büros gestalten dass man sagt das ist ein gutes Umfeld um Frauen zu fördern.

00:27:35: Ich glaube

00:27:35: einfach ich würde es gar nicht unterscheiden mit Frauenfördern oder Männern fördern.

00:27:39: Ich würde immer sagen Teams fördern Und ich glaube Es muss einfach ein vertrauensvolles Miteinander sein.

00:27:44: Das ist elementar.

00:27:46: Also den Obstkorb hinstellen, ein tolles Ambiente haben.

00:27:50: Das klappt nur, wenn auch wirklich ein vertrauensvolles Miteinander ist und das muss man vorleben.

00:27:57: D.h.,

00:27:57: ich muss die Leute einstellen, die das leben möchten, die gute Teamplayer sind, die auch andere suchen, die sich gut entwickeln und die auch keine Scheu haben jemanden einzustellen der in manchen Dingen besser ist als sie.

00:28:12: Das ist immer noch eine ganz große Angst.

00:28:14: Klassisch ist es immer der IT-Bereich.

00:28:17: Also da ist es immer völlig akzeptiert, dass da jemand, den man einstellt natürlich viel mehr Ahnung hat als man selbst, weil man ja nur Anwender ist.

00:28:24: Aber als Spezialist bin ich einfach immer derjenige, der mehr weiß gegebenenfalls als mein Chef und das ist überhaupt nicht schlimm!

00:28:32: Da müssen wir noch vielmehr von weg kommen und da habe ich so das Gefühl, da gehen wir wieder rückwärts.

00:28:37: Das ist schade...

00:28:40: Also mehr softe Faktoren als Hardfacts, wie zum Beispiel eine Betriebskita.

00:28:46: Ja, glaub ich schon!

00:28:47: Ich glaube auch wenn ich Kandidaten besetze die wollen das Team sehen, sie wollen ein Gefühl fürs Unternehmen für das Miteinander und das Klima haben.

00:29:00: der Betriebskindergarten ist toll aber das kommt danach.

00:29:03: Erst ist es das Miteinander und durch das Mitteinander kriegt man ganz viel Geburten.

00:29:08: Jetzt können wir natürlich dieses Gespräch nicht führen, ohne über das Gender Pay Gap zu sprechen.

00:29:15: Ich habe mir mal die Zahl rausgeschaut.

00:29:17: Das sind dann eben doch die harten Fakten.

00:29:21: Es gibt hierzulande ein Gender Pay gap von rund sechs Prozent.

00:29:24: Das ist das bereinigte Gender pay gap.

00:29:28: Also auch wenn man Faktoren wie Teilzeitquote oder Karrierestufen berücksichtigt, ist es so Frauen werden für die gleiche Arbeit rund sechs Prozent schlechter bezahlt.

00:29:40: Punkt Ja das ist so.

00:29:42: ich würde aber sagen dass kommt vor allem aus der Historie.

00:29:45: Frauen reden nicht so gern über ihr Gehalt.

00:29:48: sie wollen erstmal leisten und dann fair bezahlt werden.

00:29:52: Aber ich meine ganz ehrlich Man muss verhandeln Und ich würde schon sagen, dass Frauen dazu gelernt haben.

00:29:59: Gerade wenn ich mir junge Frauen angucke ... Das ist für die völlig selbstverständlich und die sagen auch ganz klar also für das Gehalt... Ich hab mich erkunden nicht, auch wenn es praktisch jemand ist der seinen ersten Job beginnt.

00:30:13: Meine Freunde verdienen X, will ich auch.

00:30:15: Das ist egal ob man oder Frau.

00:30:18: Und das finde ich gut.

00:30:19: Also weil das geht, ist der richtige Weg.

00:30:22: Man muss schon für sich selber einstehen.

00:30:25: Wir können es jetzt auch nicht hier Kuschelkurs machen.

00:30:27: Es gibt auch Männer, die vielleicht nicht kämpfen wollen.

00:30:29: Ja dann daraus ergibt sich leider so ein Gender-Pay Gap aber ich glaube wir sind da auf einem ganz guten Weg.

00:30:37: Kennen Sie denn aus Ihrer Beratungsfunktion Firmen, die damit auch kalkulieren und sagen, ich kann der Frauen günstiger einkaufen oder ist das schon so verteilt dass im Grunde auch Inhaber von Immobilienfirmen eigentlich Equal Pay wollen?

00:30:50: Und für sich in Anspruch nehmen das auch zu

00:30:53: tun.

00:30:53: also Ich würde sagen Die meisten möchten immer gern möglichst wenig zahlen und gucken dann natürlich drauf.

00:31:00: Und dadurch haben auch Frauen manchmal gerade in jetzigen Zeiten bessere Chancen als Männer, weil sie eben vielleicht weniger verdienen.

00:31:07: Aber ich hab noch nicht erlebt, dass wirklich jetzt bewusst wenig gezahlt werden möchte.

00:31:14: Ich habe aber auch noch nicht erliebt, dass jemand sagt ja, ich will unbedingt Ich will pay, sondern ich glaub, jemand möchte einfach gute Mitarbeiter und die sollen das Gefühl haben, Sie werden gut

00:31:23: bezahlt.".

00:31:25: Schauen wir ein bisschen zum Abschluss noch in die Zukunft.

00:31:28: Das Credo der Immofrauen lautet weiblich nachhaltig digital, Digitalisierung weiß natürlich direkt in die zukunft.

00:31:36: wie hängen diese drei Begriffe zusammen und was bedeutet das so für die arbeit der Immafrauen?

00:31:42: Also digital heißt natürlich inzwischen KI müsste man sagen.

00:31:48: Da entwickeln wir uns alle hin und da entwickelt sich hoffentlich auch unsere Branche hin.

00:31:52: Also manchmal hat man daher seine Zweifel, aber wenn man die ganzen Prop-Tex sieht, hat man eher Hoffnung.

00:31:57: Und ich glaube, die Immofrauen sind immer mit der Zeit gegangen und von daher ... Es wurden Prozesse immer verändert, angepasst.

00:32:08: Kann gut sein, dass in ein paar Jahren hier KI sitzen würde und nicht mehr eine Person, wenn sie mit den Immufrauen reden.

00:32:14: Ich weiß es nicht.

00:32:15: Ich hoffe es nicht aber ich würd sagen die Immufrauen gehen mit der Zeit und von daher würde ich das auch nicht voneinander trennen.

00:32:21: Wenn hier eine KI sitzt dann wahrscheinlich eher auf Seiten des Fragenstellers als auf Seite unserer Gästinnen und Gäste.

00:32:29: Aber Sie haben die KI angesprochen und die Digitalisierung.

00:32:32: gibt's Bereiche wo Sie sagen da sind Frauenjobs stärker von diesen Umwälzungen betroffen oder wird das alle Jobs gleichermaßen betreffen?

00:32:45: Was ist Ihre Zukunftsprognose?

00:32:49: Also

00:32:49: ich glaube, dass sich Jobs die sehr... gleich sind, also sowas wie Buchhaltung oder eben Prozesse die sich doch relativ leicht immer wieder abbilden lassen.

00:33:02: Office Management diese Dinge werden sicherlich wegfallen aber da wo Menschen gebraucht werden das wird bleiben und das wird vielleicht auch noch stärker in den Vordergrund kommen weil dafür dann vielleicht mehr Zeit ist weil es der Rest sehr effizient ist und da denke ich einfach dass ist für Menschen wichtig.

00:33:21: Also, da braucht man einfach Soft Skills und das haben Männer und Frauen

00:33:27: beide.

00:33:27: Was wünschen Sie sich von der Immobilienbranche für die ... ich bin nicht sagen für den nächsten ... ... aber vielleicht damit wir in fünf Jahren nicht wieder über die gleichen Hürden sprechen?

00:33:40: Und dieser Befund, dass so viel sich gar nicht geändert hat, dass es vielleicht ein bisschen positiver ist!

00:33:50: Was wünschen Sie sich von denen, die Emo-Branche sind und mitgestalten?

00:33:55: Ich wünsche mir einfach doch von Frauen mehr Mut.

00:33:59: Also wirklich dieses ich kann das auch also dass man sie nicht anschieben muss.

00:34:02: Das muss man schon noch ein bisschen.

00:34:04: da würde ich mir einfach wünscht, dass das ein stärkeres Selbstverständnis ist gleichberechtigte Teams entstehen.

00:34:12: Das würde ich mir einfach wünschen, weil ich glaube dass das für die Immobilienbranche insgesamt gut ist.

00:34:16: Also mehr Sichtbarkeit, mehr Hörbarkeit von Frauen.

00:34:19: Sie haben auf Ihrer Website einen Referentinnenpool.

00:34:23: Das ist eigentlich ein ganz schlaues Tool.

00:34:26: Erklären sie mal wozu dient es?

00:34:28: Wir wollen damit natürlich eben Frauen sichtbar machen.

00:34:31: und wenn man ein Podcast machen möchte oder wenn man eben einen Panel hat, dass man da reingucken kann und überlegen kann okay für welches Thema.

00:34:39: Ich habe hier ein Thema Architektur oder ich hab das Thema Finanzierung dann gibt es da Frauen die nach diesen Themen geklassert sind und die kann man dann eben gezielt auch ansprechen.

00:34:50: Und wir wollen eben damit auch Frauen sichtbar machen.

00:34:53: Ja

00:34:53: und wenn man an die Leitmesse der Immobilienwirtschaft denkt, an die Expo Real da gibt es ja tatsächlich noch diese reinen Männerpanels.

00:35:01: Sie haben's mal als Manals bezeichnet?

00:35:05: Ich finde das ist eben wie gesagt wieder extremer geworden.

00:35:08: Das gab´s jetzt oder letztes Jahr ganz bestimmt aber davor war das eigentlich teilweise nicht mehr so Konform, da hat man dann doch mindestens eine Frau hinzuheln.

00:35:18: Und wir werden mit Argus Augen schauen wie es dieses Jahr ist.

00:35:22: aber mit dem Referentin in Pol bieten die Emo-Frauen auf jeden Fall eine gute Möglichkeit zu gucken welche kluge weibliche Stimme und welcher klube weiblicher Kopf zu einem Thema eben auch was zu sagen

00:35:36: hat.

00:35:36: Mehr Sichtbarkeit!

00:35:38: Danke schön!

00:35:40: Mehr zum Verein Frauen in der Immobilienwirtschaft gibt es auf imofrauen.de.

00:35:46: Dort findet man auch die Liste der Referentinnen, das haben wir ja gerade schon angesprochen denn die Branche ist voll von weiblichen Köpfen zu unterschiedlichsten Fachbereichen der Immobilienwirtschaft.

00:35:57: also höchste Zeit für mehr Frauen in Panels Aufbodien und Top Jobs Das Credo heute unserer Gesprächspartnerin.

00:36:07: zwei passende Folgen direkt weiterhören haben wir auch noch.

00:36:11: Folge siebzig Frauen in der Immobilienwirtschaft, das ist ein unserer Live-Folgen mit einem Panel.

00:36:18: da werden Sie auch Jutta Häusel wieder begegnen.

00:36:21: und Folge vierzig Frauen.

00:36:23: inführung zu Gast ist die Unternehmerin Anne Tischer.

00:36:27: also es lohnt sich den Podcast zu abonnieren.

00:36:31: Das war's für heute.

00:36:33: Danke fürs Zuhören und danke unserem Gast Jutta

00:36:44: Heusel.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.