#74: Nachverdichtung statt Zersiedelung: Zukunftskonzepte fürs Einfamilienhaus
Shownotes
Das Einfamilienhaus steht in der Kritik: Flächenverbrauch, Zersiedelung und hohe Infrastrukturkosten werden kritisiert. Gleichzeitig ist das eigene Häuschen für viele Menschen Ausdruck von Selbstbestimmung und Lebensqualität. Fakt ist: Einfamilienhäuser machen rund 80 Prozent des gesamten Wohngebäudebestandes aus. Wie kann man Einfamilienhaussiedlungen beleben, verdichten und nachhaltig weiterentwickeln? Welches Potential bietet der kreative Umgang mit Bestand und wie kann man in überalterte Siedlungen neues Leben bringen? Ein Interview mit der Professorin Dr. Christina Simon-Philipp, Professorin für Städtebau und Stadtplanung an der Hochschule für Technik Stuttgart. Sie findet: Statt neue Baugebiete auszuweisen, sollte man eine konsequente Innenentwicklung vorantreiben und Einfamilienhäuser als "Möglichkeitenräume" begreifen.
Weitere Infos zum Thema:
Hochschule für Technik Stuttgart: Prof. Dr.-Ing. Christina Simon-Philipp
Strategiedialog Baden-Württemberg: Mehr Leben im Eigenheim
Wüstenrot Stiftung: Leben vor der Stadt - Einfamilienhäuser als Möglichkeitsräume
BUWOG Podcast: Folge 27 Von der Baukultur zur Umbaukultur - Interview mit Reiner Nagel, Bundesstiftung Baukultur
BUWOG Podcast: Folge 72 Stadt der kurzen Wege - Interview mit Prof. Dr. Tatjana Schneider
Moderation: Michael Divé
Technische Realisation: mmedien GmbH
Transkript anzeigen
00:00:00: Das Einfamilienhaus steht in der Kritik.
00:00:03: Aber welches Potenzial bieten ein Familienhaussiedlungen zum Beispiel für Nachverdichtung?
00:00:10: Heute geht es um Zukunftskonzepte für Einfaminienhäuser, darüber sprechen wir mit der Professorin Dr.
00:00:16: Christina Simon-Philippe.
00:00:18: Das Einfamilienhaus war schon immer so ein Symbol für ein bestimmtes Ideal.
00:00:23: Der Wunsch nach dem eigenen Haus im Grünen lässt sich historisch weit zurückverfolgen, ein Großteil dieser Häuser ist heute sanierungsbedürftig in die Jahre gekommen.
00:00:34: Diese Planungsparadigmen der Funktionsgetrenntenstadt das war ein großes Problem.
00:00:39: Es führte natürlich zu ganz großer Zersiedlung.
00:00:42: und dann sind wir da natürlich bei der Kritik am Einfarmilenhaus.
00:00:46: Wir denken, dass wir mit dem Bestand anders umgehen müssen und den Nachhaltiger nutzen müssen.
00:00:52: Wir sehen die Einfamilienhäuser als
00:00:54: Möglichkeitenräume.".
00:00:55: Nackverdichtung statt Zersiedlung Zukunftskonzepte für ein Familienhäuse das ist unser Thema.
00:01:01: jetzt
00:01:02: glücklich wohnen der Buwock Podcast
00:01:06: am Mikrofon ist Micheli Wehe herzlich willkommen Willkommen.
00:01:10: Ich freue mich auf das Gespräch mit der Architektin und Stadtplanerin Prof.
00:01:15: Dr.
00:01:15: Christina Simon-Philipp von der HFT Stuttgart.
00:01:20: Herzlich willkommen!
00:01:21: Ja, danke.
00:01:22: Vielen Dank für die Einladung.
00:01:24: Wir freuen uns, dass das klagt.
00:01:25: Spannendes Thema – Sie sind Leiterin des Zentrums für nachhaltige Stadtentwicklung, Institut für angewandte Forschungen.
00:01:35: Wenn wir bei den Einfamilienhaus-Siedlungen bleiben als Forschungsgegenstand, da haben Sie es nicht weit.
00:01:42: Da können sie eigentlich überall gucken oder?
00:01:44: Ja genau!
00:01:45: Da können wir überall gucken in der ganzen Bundesrepublik.
00:01:48: Das ist ja so eine Haus- oder eine Gebäudeform, eine Wohnform die so in den neunzehntfünfzigern, neunzerstechziger und neunzentsebziger Jahren glaube ich floriert hat.
00:01:58: Woran lag
00:01:58: das?!
00:01:59: Ja, da muss man vielleicht noch ein bisschen weiter ausholen.
00:02:02: Also das Einfamilienhaus war schon immer so ein Symbol für ein bestimmtes Ideal für Freiheit, Individualität und auch ein Stück selbstbestimmten Rückzug aus der dichten urbanen Wirklichkeit.
00:02:17: Und gerade in Deutschland freute sich ja bis heute einer ganz großen beliebt halt trotz wachsender ökologischer, ökonomischer und auch gesellschaftlicher Bedenken.
00:02:28: Aber der Wunsch nach dem eigenen Haus im Grünen lässt sich historisch weit zurückverfolgen eigentlich bis in die Zeit der Industrialisierung also nicht erst bis in den Zeit der fünftiger, siebziger Jahre.
00:02:42: Und damals war ja die Stadt eng laut oft gesundheitsgefährdend und der Traum vom Rückzug im grünen war im Prinzip eine Gegenbewegung dazu.
00:02:53: Und das hat sich ja schon in der Gartenstadt-Bewegung um die Jahrhundertwende gezeigt, dieses ideal kleinteiliges Naturnas sehr wichtig also noch der Gartennohnen für die Familie und damals auch oft noch verbunden dann mit der Selbstversorgung.
00:03:11: Und danach dem Zweiten Weltkrieg wurde dann schließlich daraus ein staatlich gefördertes Leitbild, das Einfamilienhaus als Symbol letztendlich für Wohlstand, Stabilität und auch gesellschaftlichen Aufstieg.
00:03:29: Und es war auch so, dass ein Familienhaus letztendly so als wirtschaftlicher Motor ja gesehen wurde und im ersten und zweiten Wohnungsbauresetz von neunzehntfünfzig und von neunsundhundertsechsundfünfzig wurde der Bau vom Eigenheim dann gezielt gefördert Und das zeigte sich dann eben in ganz vielen neuen Siedlungen mit ein und zwei Familienhäusern.
00:03:53: Das heißt, in den Nachkriegsjahrzehnten über die wir jetzt sprechen oder die Sie angesprochen haben in Ihrer Frage – die fünftiger bis siebziger?
00:04:01: Dann kam es zu einem Boom vom Bau von Einfamilien im Häusern also mit dem wirtschaftlichen Auffunk Und dann kam es zur sogenannten Suburbanisierung, das heißt also des weiteren Wachstums der Städte am Rand in diesen niedrig verdichteten Siedlungen.
00:04:21: Den allen Familienhaus-Siedlungen oft ausgewiesen als sogar der reine Wohngebieter.
00:04:25: Also da dürfte sozusagen nichts anderes sein außer dem Wohnen mehr oder weniger und das führte natürlich zu relativ monostrukturierten Siedlungen am Rand der Städte ihm geprägt von diesem Traum.
00:04:40: Vom Eigenheim, vom Garten, vom privaten Glück.
00:04:45: und damit versprach man sich eine höhere Lebensqualität.
00:04:49: und das nicht nur sondern auch Sicherheit ansehen.
00:04:52: und dem Ganzen lag auch gut ein ganz klassisches Familienmodell zugrunde.
00:04:58: Der Vater geht im Arbeiten, die Mutter bleibt zu Hause und versorgt im Prinzip die Kinder.
00:05:05: Ich finde, da müssen wir auch noch mal über die Zahlen sprechen, weil die schon in diesem Kontext sehr eindrücklich sind.
00:05:13: Wir haben jetzt ungefähr sechzehn Millionen Ein- und Zwei-Familienhäuser.
00:05:18: Wir nehmen die zwei Familienhäuse immer mit rein.
00:05:22: Das sind zum Beispiel ... Ein Einfamilienhaus mit einer Einligawohnung ist ja dann ein Zweifamiliehaushaus.
00:05:27: Reine EinfAMilienhäuser, zwölf Komma neun Millionen EinfFamilienthäuse und die machen eben zweiundachtzig Prozent des gesamten Wohngebäudebestandes in Deutschland aus.
00:05:40: Das heißt es ist eine ganz tragende Säule des Wohnungsmarktes und eben besonders in den fünftiger-sebziger Jahren sind ganz viele davon entstanden nämlich fünf Komma sieben Millionen Und das wiederum sind eben so ungefähr sieben, dreißig Prozent.
00:05:56: Ein Großteil dieser Häuser ist heute sanierungsbedürftig in die Jahre gekommen und also ... Insofern prägt diese Siedlungslandschaft unsere Städte ganz besonders.
00:06:11: aber die Stadtforschung hat sich über Jahre nicht damit auseinandergesetzt mit diesen Siedlungbestandteilen, die sehr prägend sind.
00:06:19: Also es gab eine Zeit, in der viele neue Wohngebiete ausgewiesen wurden.
00:06:24: In denen die Städte nach außen zerfasert sind mit vielen Vororten und vielen Einfamilienhäusern.
00:06:30: ist das in der Rückschau betrachtet ein Fehler.
00:06:33: was da passiert ist also sie haben ja gesagt dass sind auf der einen Seite Wohnträume gewesen auch Familienbilder Es war sehr stark gefördert worden aber was den Flächenverbrauch angeht ist es erheblich.
00:06:47: Ja, das ist ganz erheblich und ich würde sagen rückblickend waren diese extrem ausgedehnte Ausweisung von Einfamilienhäusern am Rand der Städte.
00:06:57: Das kann man schon aus Fehler sehen beziehungsweise diese Planungsprinzipien der funktionsgetrennten Stadt die sagt ja hier haben wir das Wohnen da haben wir die Industrie und da haben mir vielleicht die Innenstädte in denen gar kein Wohnen zulässig Diese Planungsparadigmen der Funktionsgetrenntenstadt, das war ein großes Problem.
00:07:18: Und klar wir haben heute ... Das führt dann natürlich zu ganz großer Zersiedlung.
00:07:22: und dann sind wir da natürlich bei der Kritik am Einfamilienhaus.
00:07:26: Also das Einfaminehaus steht ja im Moment ganz stark im Fokus in der Kritikk.
00:07:32: Auch medial ist es jetzt zum Teil sehr aufgeladen und sehr emotional geprägt Und wir reden eben heute über Suffizienz.
00:07:42: Das heißt, wie können wir bestehende Strukturen nachhaltiger nutzen?
00:07:48: Also auch die Frage nach einem maßvollen und ressourcenschonenden Lebensstil genauso wie in der ja natürlich die aktuelle Wohn- und klimapolitische Diskussion um die auch das Einfamilienhaus eine Frage stellt.
00:08:02: Es ist übrigens kein deutsches Phänomen, sondern auch ... In anderen Ländern wie Österreich, Frankreich oder der Schweiz gibt es ähnliche Diskussionen und wir jetzt in unserer Forschung.
00:08:16: Wir stellen das Einfamilienhaus an sich überhaupt nicht infrage sondern wir denken dass wir mit dem Bestand anders umgehen müssen und den Nachhaltiger nutzen müssen weil zum Beispiel In sechszig Prozent der ein und zwei Familienhäuser leben nur noch eine bis zwei Personen, ältere Personen.
00:08:40: Das wiederum besagt wir haben sehr viele sogenannte innere Leerstände, sagt auch Emptinesster.
00:08:47: also ein Haus was früher mal für eine Familie gebaut wurde das die Familie eingezogen in den fünftiger, sechziger, siebziger oder achtziger Jahren.
00:08:55: Dann gehen die Kinder aus dem Haus und dann hat man eben diese halb oder dreiviertel leer stehenden Gebäude.
00:09:02: Und unsere Empfehlung wäre, sich mit diesen Beständen intensiv auseinanderzusetzen.
00:09:08: Und vor allen Dingen auch mit dieser, sag ich mal ... Mit dem Umbau dieser sehr monostrukturierten Siedlungen am Rand der
00:09:18: Städte.".
00:09:19: Ich fand es ganz interessant, dass Sie sagen da sind leere Nester!
00:09:23: Also zu dem Forschungsgegenstand gehört nicht nur das überlegen, wie viel Fläche wird da verbraucht.
00:09:30: Wo ist das?
00:09:30: Wie ist das räumlich verteilt und wie ist der bauliche Zustand?
00:09:34: Sondern auch naja, wie ist es der soziale Zustand, wie is der nachbarschaftliche Zustand in diesen Siedlungen?
00:09:39: ja
00:09:40: Ich würde sagen, das ist eigentlich die zentrale Frage.
00:09:45: Weil wir uns die Frage stellen, also in unserer Forschung sagen wir, wir sehen die Einfamilienhäuser als Möglichkeitenräume.
00:09:51: Die sind einfach so statisch!
00:09:53: Ja?
00:09:53: Die wurden gebaut für die Familie und man bleibt solange in den Gebäuden auch wenn sich die... Wohnwünsche, die Lebenssituation total verändert haben.
00:10:02: Aber die Gebäude sind statisch, sind vielfach gar nicht anpassbar aus verschiedensten Gründen.
00:10:07: ja baurechtliche Probleme natürlich finanzielle und so weiter.
00:10:12: Und wir versuchen zu erforschen wie können wir diese Gebäuden stärker an sich verändernde Lebensumstände anpassen?
00:10:22: Und ein Wahlspiel, eine ältere Person lebt im großen Einfamilienhaus.
00:10:27: Früher drei oder vier Kinder, Partner dann vielleicht irgendwann verstorben die Kinder aus dem Haus und das kann auch ganz schnell zu Überforderungen führen mit einem großen Garten, mit dem großen Haus.
00:10:40: Auch finanzielle Fragen können damit verbunden sein Und auch, und es ist schon noch mal wichtig das Thema natürlich gesellschaftliche Teilhabe.
00:10:48: Dann kann man vielleicht nicht mehr Auto fahren.
00:10:50: in vielen Gebieten gibt es einen ganz schlechten ÖPNV.
00:10:55: Und dann ist schon die Frage wie kann man diese Wohnform an sich veränderte Lebensumstände anpassen?
00:11:05: Da hat man sich bisher gar keine Gedanken darüber gemacht Und wir lenken eben, dass ganz viel Potenzial in den Gebäuden steckt.
00:11:13: Ja mit zum Teil auch wenig Aufwand aus einem Einfamilienhaus einen Zweiparzt-Familiehaus zu machen oder andere Maßnahmen damit zu verbinden die in erster Linie die Frage stellen welche Bedürfnisse ergeben sich aus der sozusagen, aus der Gesellschaft oder Stadtgesellschaft, die in diesen Häusern lebt?
00:11:38: und gleichzeitig natürlich können wir dann damit nachhaltige Stadt entwickeln.
00:11:43: Und das Problem ja ist, dass man sich mit diesen Bestandshäusern, die wie gesagt zu einem Großteil mit diesen riesigen inneren Leerständen, die nicht genutzt werden, mir werden immer noch extrem viele jährlich entstehen ja immer wieder noch tausende neue Einfamilienhäuser am Rand der Städte.
00:12:01: Ich hab jetzt nur Zahlen im Kopf von zwanzig, dreiundzwanzig.
00:12:05: Da waren's achtzichttausend neue Einfamilienhäuser.
00:12:08: Wir bauen immer wieder Neue für neue Familien sag ich mal und die bestehenden fallen sozusagen leer.
00:12:15: Das heißt man hat irgendwie wie so eine Art Donateffekt in den Häusern.
00:12:19: Und ich finde da müssen wir uns mit beschäftigen.
00:12:22: Natürlich ist das ein hoch sensibles Thema.
00:12:26: Ich hatte ja den gesellschaftlichen Kontext ... Ja, geschildert.
00:12:31: Also der Traum vom Haus, das verspricht Glück ... ja, wirtschaftliche, wie soll ich sagen?
00:12:37: Unabhängigkeit!
00:12:38: Man kann auch in dem Haus machen was man will und ... es gibt auch vielfach so eine große Sorge vor Veränderungen.
00:12:48: Und wir haben ein ganz spannendes Projekt mit dem Land Baden-Württemberg jetzt ... Bald abgeschlossen, das nennt sich mehr Leben im Eigenheim und das beginnt damit dass wir Wohngeschichten erzählen.
00:13:05: Also wir haben Filme gedreht haben einen Aufruf gestartet, haben Familien oder Personen gesucht die in den Häusern wohnen und diese Häuser eben verändert haben.
00:13:18: Und wir haben dann sieben Wohngeschichten gefunden, die jeweils also mit ganz unterschiedlichen Ausgangslagen ein Mehrgenerationenhaus aus dem Haus gemacht haben noch eine zweite kleine Wohnung aus eingebaut haben oder aus einem Einfamilienhaus und drei Familienhaus gemacht haben usw.
00:13:34: Und die jeweils ihre jetzige Wohnsituation als qualitätvoller empfinden, als vorher?
00:13:40: Also das Projekt heißt mehr Leben im Eigenheim.
00:13:43: Sie haben die Filme angesprochen.
00:13:45: Das findet man wahrscheinlich auf der Webseite.
00:13:48: Wir würden es auch bei uns in den Show Notes verlinken.
00:13:52: Sie haben gesprochen von Möglichkeitsraum, also das Eigenheim als Möglichkeit-Raum.
00:13:59: Es sind denn die Eigenheime so ähnlich, dass man wie in einem Baukasten sagen kann es gibt verschiedene Varianten wie ich damit umgehe, wie ich die Umbau, wie sich die Anbau, wie sie teilen kann.
00:14:12: oder ist es schon sehr maßgefertigte und damit auch aufwendige Einzellösungen für jedes Jahr?
00:14:20: Einzelne ein Familienhaus.
00:14:21: Wie sehen Sie das?
00:14:22: Das kann man nicht so ganz kurz beantworten, also es gibt ... Das haben wir auch untersucht.
00:14:28: Es gibt gerade in den fünftiger, sechziger, siebziger Jahren wurden schon sehr typisierte Häuser gebaut.
00:14:34: Da gab's ja Programme, in denen auch diese Bauten gefördert worden sind.
00:14:38: Bundesprogramme zum kostengünstigen Bau und so weiter.
00:14:42: Und das waren sozusagen Haustypen die von den Grundrissen her relativ ähnlich waren.
00:14:48: Aber insgesamt ist die Landschaft, sage ich mal an Einfamilienhäusern, Haustypen sehr breit.
00:14:54: Wir reden ja übrigens nicht nur vom freistehenden Haus sondern es gibt natürlich das Doppelhaus also Häuser, die aneinander gebaut sind, das Reihenhaus, es gibt Gartenhofhäuser, Kettenhäuse also in unterschiedlichen Typen.
00:15:06: ein Familienhaus bedeutet ja nur Ich habe ein Haus auf einem Grundstück Und es gibt gerade dazu Forschung nicht von uns, sondern von der TU München.
00:15:17: Die eben versucht zu erforschen wie könnte man kostengünstig und auch in Teilen eben sehr gel diese Gebäude sanieren?
00:15:28: Wir forschen an der Frage Wie kann man Vermittlungsstrukturen aufbauen?
00:15:34: also wir entwickeln zum Beispiel grade auch eine Internetseite wo wir sowieso eine Art Toolbox ja wo ich dann eine Frage stellen kann.
00:15:42: Also, ich möchte gern mein Haus teilen zum Beispiel oder ich möchte eine Wohnung abtrennen oder wie auch immer oder ich möcht das barrierefrei umgestalten.
00:15:50: dann bekommt man dort ganz konkrete Hinweise was man wie und wo machen kann und wen man an welcher Stelle um Rat fragen kann wen man hinzuziehen sollte.
00:16:02: da sind wir gerade dran.
00:16:03: Das wird diese Webpage.
00:16:06: dazu wird ungefähr in vier Wochen online gehen.
00:16:11: Und dann denken wir, dass es sehr wichtig ist, dass die Kommunen oder dass man so einmal sehr niederschwellige Beratungsstrukturen aufbaut wo die Menschen sich einfach erst mal auch möglichst komplett kostenfrei informieren können.
00:16:28: und es gibt schon Kommunen, die sowas schon machen.
00:16:32: zum Beispiel Göttingen haben eine Wohnraumberatung Tübing hat eine Wohnraumberatung, wo man einfach hingehen kann und sich informieren kann.
00:16:40: Aber gerade das Thema, was Sie ansprechen also dieses kostengünstige einfache vielleicht auch viele denken ja dann naja ich kann mir vielleicht einen Umbau vorstellen aber um Gottes Willen die Baustelle das geht gar nicht.
00:16:53: Also auf jeden Fall so dass man sagt dass wir sehr großes Interesse Forschungsinteresse daran haben dass wir sagen es muss gut machbar und umsetzbar sein und natürlich auch finanzierbar.
00:17:06: Sie haben die Funktion der Kommunen angesprochen, die mit niederschwelligen Beratungsangeboten für den Laien oder für die Erben oder auch für ältere Menschen eine Anlaufstelle sind.
00:17:19: Gibt es da Kommunen oder vielleicht auch Bundesländer wo sie sagen, da ist mal besonders weit vorne?
00:17:24: Oder so was wie ein Best Practice Beispiel, wo sie wirklich sagen, das geht in einer Stadt gut voran und schafft es, in diese leergezogenen Siedlungen wieder neues Leben zu bringen?
00:17:38: Ja.
00:17:39: Also dann muss ich jetzt auch kurz ein bisschen ausholen.
00:17:42: also wir forschen schon sehr lange an diesem Thema schon fast ... fast zwanzig Jahre.
00:17:49: Und damals kann ich mich noch erinnern dass viele Kollegen gesagt haben was macht ihr da kümmert euch um Einfamilienhäuser.
00:17:56: Das wird doch nie ein Thema sein.
00:17:57: und wir haben noch ganz andere Probleme, es geht um den sozialen Wohnungsbau usw.
00:18:02: Wir haben irgendwie daran festgehalten und ein ganz wichtiger Partner war die Wüstenrutschstiftung oder ist die Wüsstenrutzstiftungen, die dieses Themenfeld so ein bisschen als Forschung erschlossen hat?
00:18:14: Und in dem letzten Forschungsprojekt das Leben vor der Stadt, Einfaminienhäuser als Möglichkeitenräume auch da gibt's übrigens Eine sehr gute Webpage, die auch bewusst nicht nur irgendwie die Forschung anspricht sondern die Allgemeinheit.
00:18:31: Und das hat ... Das Projekt wurde letztes Jahr abgeschlossen und das hat wie soll ich sagen, das hat so ein bisschen getriggert also Kommunen oder auch das Land und zum Beispiel bei uns in Baden-Württemberg ist das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen im Rahmen des Strategiedialogs, bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen auf uns zugekommen.
00:18:55: Und hat gesagt ihr habt doch da zum Thema geforscht und wie können wir denn diese Themen jetzt stärker in die Praxis bringen?
00:19:08: Und da haben wir dann eben die Wohngeschichten gesammelt.
00:19:12: Wir machen jetzt, es gibt einen Mobil, was durch Baden-Württemberg fährt.
00:19:16: Da ist eine Ausstellung drin, wo man sich mit diesem Thema auseinandersetzen kann und das Ministerium für ländlichen Raum in Baden Württmberg, die sind auch auf uns zugekommen, haben uns das Buch aufgesplättert und haben gesagt ihr sagt doch Es gibt also ein Kapitel in unserem Buch heißt Das fehlende Fallbeispiel Es gibt keine Fallbeispiele.
00:19:38: Wir wollen jetzt Fallbespiele ins Leben rufen, die fördern jetzt im Rahmen des Programms Ländlicher Raum, Entwicklungsprogramm Ländliche Raum ELR wirklich Modellprojekte im ländlichen Raum wo man ganz konkret Eigentümerinnen und Eigentümern unterstützt diese Gebäude umzubauen.
00:19:57: das heißt zu ihrer Frage, ja.
00:20:00: Also dieses Thema ist jetzt tatsächlich ganz stark in der Politik angekommen auf Landesebene und da würde ich sagen im Moment ist tatsächlich Baden-Württemberg im Rahmen dieses Strategiedialogs schon sehr weit vorn, würd' ich sagen.
00:20:13: Und Kommunen?
00:20:15: Ja also Freiburg macht in dem Bereich sehr viel.
00:20:19: die haben eine Wohnraumberatung gerade auch zu diesem Thema.
00:20:23: Tübingen hat das Und Göttingen ist sehr weit vorn.
00:20:27: Die haben dort auch eine hohen Raumberatung, die sich explizit auf die Zielgruppe auch allen Familienhausbesitzerinnen und Besitzer fokussiert.
00:20:37: Manchmal braucht man da auch so Instrumente wie zum Beispiel die internationale Bauausstellung, die er jetzt in der Stadtregion Stuttgart stattfindet.
00:20:47: Auch hier wird das Thema adressiert.
00:20:50: Und dann, was auch sehr interessant ist.
00:20:53: Die viele Häuser sind ja Fertighäuser, denn die heute gebaut werden und auf die Fertigausindustrie hat jetzt gespürt da verändert sich etwas und es gibt nicht mehr so viel Bedarf dir sozusagen die Häuser nur im Neubau noch außen zu entwickeln sondern dieser Umgang mit dem Bestand ist ganz wichtig.
00:21:13: Da gibt's zum Beispiel eine Firma, die sich jetzt explizit auf das Thema Wie kann man Bestand umbauen, teilen?
00:21:22: Aufstocken anbauen oder wie auch immer.
00:21:25: Also die kommen auch langsam weg von dem Neubau zum Umbau und wir sprechen ja gerade im Zug auf Energiekrise, Ressourcenkrise jetzt von einer neuen Umbaukultur.
00:21:40: also das wir beim Bauen Insgesamt uns viel stärker auf den Bestand konzentrieren und nicht immer wieder Neue bauen.
00:21:50: Und wenn wir jetzt zum Beispiel, wir haben da immer so eine Rechnung aufgestellten ... Ich glaube die Bundesregierung wollte vierhunderttausend neue Wohnungen bauen.
00:22:02: Wenn man dann rechnet, Wir haben sechszehn Millionen Einfamilienhäuser und wenn es nur gelänge zehn Prozent von diesen einfamilen Häusern in zwei Familienhäuse umzubauen Dann hätten auch schon mal ziemlich viele Wohneinheiten geschaffen.
00:22:15: Also die Frage, wie gehen wir mit dem Stand um?
00:22:18: Und ja also es gibt ein stärkeres Bewusstsein bei den Kommunen und diese mobile Ausstellung, die entwickelt wurde in Baden-Württemberg.
00:22:28: Die ist quasi in so einem kleinen Transporter verpackt.
00:22:30: Studierende fahren dieses Auto durch Baden Württmberg.
00:22:33: Das kann von Kommunen gebucht werden, die sich mit dem Thema auseinandersetzen.
00:22:38: Und das Mobil ist jetzt für dieses Jahr schon fast ausgebucht.
00:22:43: dass Interesse bei den Kommunen wächst, ganz stark.
00:22:49: Auf der anderen Seite ist natürlich immer so eine ... wie soll ich sagen?
00:22:53: Natürlich so ne Sorge oder Fragen.
00:22:57: Wie geht man auf die Eigentümerin zu?
00:22:59: Weil es eben darüber hat mir gesprochen ein hochemotionales und auch sehr sensibles Thema ist.
00:23:07: Aber wir denken das ist auf jeden Fall... Es ist ein sehr wichtiges kommunales Hangelungsfeld,
00:23:13: Also die neue Umbaukultur ist unterwegs und auf Rädern.
00:23:18: Und macht Lust, der Jahresbericht der Bundesstiftung Baukultur trägt ja auch diesen Titel nicht neu bauen und nicht neue Zersiedlungen schaffen.
00:23:29: Es gibt hier das EU-Ziel bis zum Jahr zwei Tausend Fünfzig.
00:23:32: Netto null Versiegelung hinzukriegen.
00:23:35: Blick in die Glaskugel wird das klappen?
00:23:37: und welche Rolle spielt genau diese Nachverdichtung in bestimmten Familienaussiedlungen dabei?
00:23:44: Wenn Sie mich fragen, würde es klappen!
00:23:45: Ich würde sagen wenn wir so weitermachen wie bisher klappt es nicht aber wie besprochen wenn wir da jetzt wirklich Fahrt aufnehmen und dieses ganze Thema wirklich ganz intensiv und gut weiterentwickeln, dann könnte es, also ich würde sagen theoretisch ja, könnte das auf jeden Fall gelingen.
00:24:06: Das heißt, wirklich das größte Potenzial liegt nicht im Neubau sondern in dem Umbau gerade auch... Also wenn wir jetzt über diese Einfamilienhäuser sprechen eben im Einfaminhausbestand gerade weil die eben nur teilweise genutzt werden, weil nur noch wenige Personen drin leben deren Bedarfe sich eben auch verändert haben Und diese Unterauslastung zeigt auch sehr deutlich, wie viele Reserven da drinstecken.
00:24:33: Hier setzen eben genau diese Anpassungs- und Umbaustrategien an.
00:24:38: Das heißt, wenn wir diese bestehenden Häuser von denen es so wahnsinnig viele gibt, so weiterentwickeln, dass sie neuen Wohnformen und Bedürfnissen auch Raum geben können – wir den Wunsch nach kleinteiligen gartenbezogenen Wohnen erfüllen ohne, ganz wichtig.
00:24:56: Ohne weiter neue Flächen zu versiegeln und das würde aber natürlich auch einen Wandel in der Stadtpolitik einfordern.
00:25:07: also es werden nach wie vor größere Flächen immer noch draußen ausgewiesen und wenn das gelingt dann könnten wir das auf jeden Fall gut hinbekommen und ich glaube dass ist eine ganz umfassende Auseinandersetzung braucht mit den gesellschaftlichen, rechtlichen finanziellen und sozialen Fragen.
00:25:29: Und gerade dieses Thema Umbaukultur.
00:25:32: in der Lehre spielte das bis vor ein paar Jahren schon eine Rolle aber ich würde mal sagen eher am Rande.
00:25:42: Ich würde sagen bei uns an der Hochschule sowieso, aber es ist eigentlich das zentrale Thema.
00:25:48: Das bedeutet dabei auch ... die Architektinnen und Architekten müssen sich natürlich noch mal mit ganz anderen Themen auseinandersetzen, weil das Thema umbauen ist natürlich nochmal was ganz anderes als neu bauen.
00:25:58: Auch ein neuer Umgang mit Materialien usw.
00:26:01: Aber ja ich würde sagen es könnte gelingen und natürlich umweltpolitisch ist es ganz dringend dass wir uns mit dem riesigen Bestand auseinander setzen Und in der Fläche auch mit den Einfamilienhäusern.
00:26:15: Ich denke ein wichtiger Ansatz könnte sein Wir sagen aus diesen Siedlungen, die eben wie ich zu Beginn auch ja sagte extrem monostrukturiert sind.
00:26:26: Dass aus diesen siedlungen Quartiere werden in denen mehr stattfinden kann als nur wohnen.
00:26:34: Ich nenne Beispiele zum Beispiel es gibt unterschiedliche qualitative Studien, Befragungen von Einfamilienhausbesitzerinnen.
00:26:44: Wo auch viele gesagt haben ja ich könnte mir auch vorstellen oder eigentlich würde ich gerne in eine altersgerechte Wohnung ziehen aber ich möchte unbedingt in meinem Quartier oder ich möchte unbedingt in meinem Umfeld bleiben und dann gibt's aber nichts.
00:26:58: es gibt einfach nur ein Familienhäuser Und diese, sag ich mal auch Durchmischung oder Auszifferenzierung der Wohnformen.
00:27:07: Das ist ganz zentral und da müssen wir an.
00:27:09: Erklären Sie noch einmal, warum ist es für Städte und Kommunen attraktiv Neubaugebiete auszuweisen?
00:27:15: Die heute mit ein Familienhäusern ...
00:27:19: Weil die alle Um-Einwohner konkurrieren.
00:27:22: Je mehr Einwohner, desto mehr Steuer, destso mehr Zuweisungen
00:27:27: usw.,
00:27:28: das ist attraktif.
00:27:29: Also das gibt einen ganz starken ... Konkurrenzdruck auch unter den Kommunen.
00:27:34: Wir haben in einem unserer vorausgegangenen Forschungsprojekte auch Befragungen von Kommunen durchgeführt und dann gefragt, warum weisen sie denn immer noch Flächen am Rand nach?
00:27:46: Auch wenn eigentlich hat das Bewusstsein da ist dass wir das nicht mehr tun sollten.
00:27:50: Dann sagen die Kommunen Wenn wir es nicht machen, machen's die Nachbarn Und dann wandern die Menschen eben ab.
00:27:57: Deswegen machen wir es selber.
00:27:58: Ja, und dann natürlich gibt's auch gesetzliche Anreize, Förderanreize
00:28:04: usw.,
00:28:05: wo die ... was die Kommunen vielleicht noch mal bestärkt hat da ein Familienhausgebiet auszuweisen.
00:28:11: Und wenn wir da auch, ja ich würde sagen, gesetzlich rechtlich einen klaren Regel vorschieben würden beziehungsweise man sollte eher im Anreizen denken also Ganz starke Anreize zu schaffen, dass die Kuhne sich noch viel stärker mit dem Stand beschäftigen.
00:28:26: Dann wäre das, glaube ich, sehr gut.
00:28:28: Mäobahne Dichte haben die Funktionsmischung angesprochen also das Aufknacken von sogenannten reinen Wohngebieten.
00:28:36: Wer macht es?
00:28:37: Also wenn ich jetzt an klassische Reihenhaussiedlung denke mit zehn, zwanzig, dreißig verschiedenen Eigentümern da ist es ja schwer ein akkordierten Plan zu realisieren was Nachverdichtung angeht, was Neubau angeht.
00:28:51: Gibt es da Modelle, dass man sagt, man kauft dann auch solche Siedlungen zurück um gezielt die Infrastruktur hinzubekommen?
00:29:00: Die Funktionsmischungen hinzubekommen und den nachhaltigen zu koordinieren?
00:29:05: Ja, wir werden in einem neuen Projekt was wir jetzt gerade angehen und genau diese Fragen auch noch mal untersuchen.
00:29:14: Es gibt Möglichkeiten auf verschiedenen Ebenen.
00:29:17: die Kommune kann und sollte mit dem Erwerb von Grundstücken proaktiv in diese Gebiete reingehen Alternative Wohnformen realisieren, dann ist es so dass wenn sie sprechen jetzt zum Beispiel eine Reihenhaussiedlung an.
00:29:37: Da ist es oftmals der Beplan also das Bau- und Planungsrecht Veränderungen verändert.
00:29:46: ja es gibt zum Beispiel darf man in bestimmten Bereichen nicht anbauen oder man darf nicht aufstocken.
00:29:52: ich glaube dass wir da mehr Flexibilität brauchen, beziehungsweise Bepläne die in vielen Bereichen mehr ermöglichen.
00:30:04: Es gibt sehr unterschiedliche Instrumente.
00:30:07: Ein Beispiel um das noch zu nennen ist zum Beispiel auch die Stadt Tübingen.
00:30:11: Die hat eine sogenannte Dachgenossenschaft Wohnen gegründet wie das Ziel hat Gemeinschaftsförderndes Wohnen zu realisieren zu leistbaren Preisen.
00:30:22: Und diese Dachgenossenschaft hat auch großes Interesse, zum Beispiel ein Familienhäuser zu erwerben und die in zwei oder drei Familienhäusern umzubauen.
00:30:31: Das wurde schon gemacht.
00:30:32: Also es war ein kleines Dreibchen ganz, kleines zweieinhalb-Familienhaus.
00:30:37: das wurde dann umgebaut jetzt zu einem sieben Parteienhaus also nicht sieben Familien aber sieben Parteien.
00:30:44: Da gibt es durchaus Möglichkeiten Dinge zu realisieren.
00:30:51: Wir haben bei unseren Wohngeschichten einen Fall zum Beispiel.
00:30:55: Das war auch ein Rhein-Mittelhaus, was in einem Zweifamilienhaus umgebaut wurde weil es eben da möglich war von hinten von außen noch eine zweite Treppe dran zu bauen.
00:31:05: und eben in vielen Situationen ist das baurechtlich gar nicht möglich und da brauchen wir viel mehr Spielraum.
00:31:14: Und der muss natürlich ja von der baurechtlichen, von der bauplanerischen baurechlichen Situation oder kommen.
00:31:24: Ja genau aber es gibt und das war auch interessant wir haben in unserem Projekt dieses Projekt Leben vor der Stadt war ein sogenanntes Lehrforschungsprojekt, das heißt wir haben ganz intensiv auch Studierende eingezogen und sind mit den Studierenden in bestehende Quartiere.
00:31:49: In der Nähe von Stuttgart waren wir da ein Fährbach unterwegs.
00:31:53: Wir haben verschiedene Eigentümerinnen in einem Gebiet angesprochen und als Partner gewinnen können die Studierender sind auf die Familienzugang, haben mit denen Interviews geführt und oftmals haben die Familien gesagt ja wir würden eigentlich gern dies oder jenes.
00:32:10: Wir würden gerne einen kleinen Co-Working einrichten aber das geht ja von den Grundrüstern wahrscheinlich gar nicht.
00:32:15: Und dann haben die Studierenden da Lösungen fürskeziert auch wirklich kreative tolle Lösungen und dann wurde den.
00:32:23: also oft fehlt irgendwie so der die Vorstellungskraft.
00:32:26: was kann ich wie verändern?
00:32:28: Und dann waren diese ja Vorschläge da.
00:32:31: Dann haben wir festgestellt, in vielen Bereichen werden sie gar nicht umsetzbar, weil sie rechtlich nicht möglich sind.
00:32:39: In unserer Forschung haben wir auch einen Bereich mit aufgenommen, der nennt sich die rechtliche Ebene Knacken.
00:32:48: Wir brauchen auf jeden Fall auf
00:32:49: der
00:32:50: rechtlichen Ebene runterdecliniert von der Bundesebene über die Länderebene und über die Kommunen Also über Landesbauordnung und so weiter.
00:32:59: Brauchen wir auf jeden Fall Anpassungen, die es ermöglichen, flexibler mit dem Bestand umzugehen?
00:33:07: Ist das Berufsbild des Architekten der Architekte in der Zukunft?
00:33:12: mehr noch zuhören, Partizipation, ermöglichend moderieren, vermitteln, die Lösung aufzeigen, Fragezeichen?
00:33:22: Ja!
00:33:24: Absolut, das kann ich mit einem klaren Jahr beantworten.
00:33:26: Absolut!
00:33:29: Ich würde sagen dass so diese kommunikativen Fähigkeiten viel viel stärker sein müssen als vielleicht bisher wenn man so sage mal auf der grünen Wiese baut weil man viel sensibler auf die Situation vor Ort auf die situation der jeweiligen menschen auf die Situation der jeweiligen Nachbarschaft sehr sensibel reagieren muss.
00:33:54: Und da gehört eben so das Thema zuhören, interpretieren, Lösungen finden, die wieder rückzuspiegeln.
00:34:03: also das gehört ganz klar dazu und sage ich mal so dieses Bild was vielleicht das es gab.
00:34:10: Also das gibt's schon lange nicht mehr, aber so in den zwanziger vielleicht noch in den fünftiger Jahren.
00:34:14: Da kommt der Superarchitekt, er baut irgendwas hin und dann kann man da nicht mehr viel zu sagen.
00:34:20: Das gibt es schon lange nichts mehr.
00:34:22: Aber dieses etwas kleinteiligere Arbeiten mit Bewohnerinnen und Bewohnern, das nimmt ganz stark zu.
00:34:34: Das sieht man ja auch, dass zum Beispiel Büros die sich so spezialisieren auf Baugemeinschaften oder gemeinschaftliche Wohnprojekte auch im Bestand, jetzt nicht nur ein Familienhäuser sondern alle möglichen Gebäude Typen die beschäftigen ja manchmal Psychologen.
00:34:52: Die also Kommunikationsstrukturen aufbauen.
00:34:55: und ganz ganz wichtiges Thema Und das natürlich hat wieder Einfluss auf die Ausbildung.
00:35:01: Das muss man ja immer wieder rückspiegeln, also wie verändern sich die Bedarfe und wie bilden wir auch die jungen Menschen bestmöglich so aus, dass sie da eben sehr gut auf dem Markt platziert werden können und die Bedarf gut abdecken?
00:35:17: Ja!
00:35:18: Also das Berufsbild verändert sich, auf jeden Fall.
00:35:20: Der Berufs-Bild verändert sich und man merkt es gibt viele gute Ideen für die alten Familienhäuser sondern ein bisschen eine Image-Stelle haben.
00:35:30: Aber wenn man ihn zuhört, begreift man das sind Möglichkeitenräume und es sind eigentlich Chancen?
00:35:36: Es sind ganz viele Chancene die wir eben bisher noch nicht so genutzt haben.
00:35:41: Also sage ich mal nicht in der ... Planerzunft oder auch nicht bei den Kommunen, sondern es gibt vereinzelt Lösungen.
00:35:48: Aber das als wirklich so das zentrale Thema der Stadtentwicklung und damit natürlich auch des Bauns zu begreifen ist wichtig.
00:35:57: aber ich hatte ja schon darauf hingewiesen dass das so langsam ein bisschen... durchsickert in die Praxis.
00:36:04: Und natürlich ist es einfach immer komplizierter und vielleicht schwieriger auch sich mit dem Bestand auseinanderzusetzen, ja?
00:36:10: Auch natürlich architektonisch!
00:36:11: Man muss vielleicht mehr Kompromisse machen, man muss vielleicht auch mal mit einem unbequemen Bestand umgehen – und das braucht nochmal ganz andere Skills.
00:36:21: Was glaube ich für dieses Thema tatsächlich auch zentral ist?
00:36:25: Es geht ja nicht darum So als Plane oder als Kommune zu sagen, wir stülpen irgendwas über die Bewohner drüber.
00:36:32: Weil wir der Meinung sind das ist irgendwie besser.
00:36:35: Sondern diese Veränderungsbereitschaft und der Veränderungshillen muss natürlich auch aus dem Quartier rauskommen.
00:36:44: Das heißt Wir sind der Meinung dass Kommunikation Beteiligung auf Augenhöhe.
00:36:49: Deswegen reden wir auch von diesen transdisziplinären Prozessen, das heißt also über mehrere Ebenen hinweg.
00:36:56: Ja, wir kommen nicht von der Forschung oder die Kommune sagt und so machen wir es, sondern beteiligen Kommunikation.
00:37:02: Ich glaube dass sind ganz wichtige Schlüssel für gelingende Veränderungsprozesse in den Quartieren und auch darüber hinaus.
00:37:11: Also wir verlinkten zu den Projekten bei uns in den Show Notes und ich sage vielen Dank für das Gespräch.
00:37:19: Bis hierher Frau Prof.
00:37:21: Dr.
00:37:21: Christina Simon-Philipp!
00:37:23: Ja, ich danke auch.
00:37:24: Herzlichen Dank für die Einladung.
00:37:26: Dass ein Familienhaus prägt vielerorts das Bild.
00:37:31: beklagen kann man den Flächenfraß und die Zersiedlung aber man kann ein Familienhaussiedlungen auch als eine Chance begreifen.
00:37:40: Deshalb wird an Zukunftsperspektiven geforscht und gearbeitet für Revitalisierung, Nachverdichtung und für einen klugen Umgang mit diesem ganz besonderen Gebäudebestand.
00:37:52: Wer weiterhören möchte, abonniert natürlich am allerbesten diesen Podcast und ich empfehle thematisch passend noch das Thema Stadt der kurzen Wege mit der Stadtforscherin Prof.
00:38:04: Tatjana Schneider.
00:38:05: in Folge seventy-two Und in Folge siebenundzwanzig ist zu Gast Rainer Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur zum Thema Umbau-Kultur.
00:38:17: Haben wir auch gerade schon kurz angesprochen?
00:38:18: Also viel Spaß beim Weiterhören am Mikrofon von Michael G.W..
00:38:22: Das war glücklich wohnen!
00:38:24: Der Buwok Podcast.
00:38:25: überall wo es Podcast gibt und
00:38:28: auf buwok.de.
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